171 Erwachsene mit PTBS und wiederkehrenden Albträumen wurden in einer 2026 veröffentlichten multizentrischen Studie unter Leitung der Berliner Charité auf Dronabinol oder Placebo verteilt. Nach zehn Wochen waren Häufigkeit und Intensität der Albträume unter Dronabinol, einem Arzneistoff mit dem Wirkstoff THC, stärker zurückgegangen als unter Placebo; schwerwiegende unerwünschte Ereignisse traten nur in der Dronabinolgruppe auf [1]. Der Befund betrifft ein einzelnes Symptom und ein bestimmtes Präparat, nicht die PTBS als Ganzes.
Weniger belastende Nächte, mehr Sicherheit im Alltag und ein besserer Umgang mit Erinnerungen: Hinter der Forschung zu Cannabinoiden und posttraumatischer Belastungsstörung stehen sehr konkrete menschliche Ziele. Einzelne Studien liefern interessante Ansatzpunkte. Besonders wichtig ist dabei, welches Symptom mit welchem Präparat untersucht wurde.
Die Forschung reicht von einem kleinen positiven Versuch zu wiederkehrenden Albträumen bis zu kontrollierten Prüfungen der gesamten Symptombelastung. Hier erfährst du, wie diese Ergebnisse zusammenpassen und welche nächsten Schritte aus ihnen entstehen. Ein differenzierter Blick macht das medizinische Potenzial der Pflanzenstoffforschung genauer sichtbar. [2] [3]
Das Wichtigste für Schnellleser
- Befund (RCT 2026, n = 171, 10 Wochen): Unter Dronabinol gingen PTBS-bezogene Albträume stärker zurück als unter Placebo; schwerwiegende unerwünschte Ereignisse traten bei 8,0 % unter Dronabinol und bei niemandem unter Placebo auf. [1]
- Befund (RCT 2021, n = 80, 3 Wochen): Drei Pflanzenpräparate waren bei der gesamten PTBS-Schwere nicht besser als Placebo; alle Gruppen besserten sich. [3]
- Befund (Meta-Analyse 2026, 54 RCTs): Für PTBS als primär behandelte Erkrankung fand sich kein signifikanter Effekt. [4]
- Methodik: Albtraum-Items, Gesamtskalen und Laborreaktionen auf Erinnerungen sind verschiedene Endpunkte und dürfen nicht gleichgesetzt werden. [2] [5]
- Zulassungsstand: Die deutsche S3-Leitlinie PTBS von 2026 nennt Sertralin und Paroxetin als zugelassen und erwähnt Cannabinoide in ihren Empfehlungen nicht. [6]
- Offene Frage: Ob sich der Albtraumbefund unabhängig bestätigt und wie Nutzen und Risiken über zehn Wochen hinaus aussehen, ist offen. [1]
Was die medizinische Fragestellung ist
PTSD ist die englische Abkürzung für Posttraumatic Stress Disorder; auf Deutsch wird meist PTBS verwendet. Gemeint ist eine anhaltende Belastungsstörung nach einem traumatischen Ereignis. Wiedererleben, Vermeidung, erhöhte Anspannung sowie Veränderungen von Stimmung und Denken können dazugehören. Die Diagnose berücksichtigt Verlauf und Beeinträchtigung; nicht jede vorübergehende Reaktion nach einem belastenden Ereignis ist bereits eine PTBS. NIMH: Grundlagen und Symptome
Nach der Darstellung des US-amerikanischen National Institute of Mental Health müssen bei Erwachsenen Symptome aus allen vier Gruppen mindestens einen Monat lang bestehen und den Alltag, etwa Beziehungen oder Arbeit, deutlich beeinträchtigen. Als Hauptbehandlungen nennt die Behörde Psychotherapie, Medikamente oder deren Kombination; die US-Arzneimittelbehörde FDA hat zwei Antidepressiva aus der Gruppe der selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmer für PTBS zugelassen [7].
Für eine Studie reicht deshalb die Formulierung „gegen Stress“ nicht aus. Forschende müssen klären, ob eine diagnostizierte Erkrankung, ein einzelnes belastendes Symptom oder eine kurze Reaktion in einer experimentellen Situation untersucht wird. Diese Fragen können sich ergänzen, benötigen jedoch jeweils passende Nachweise. [7]
Ein biologischer Ansatzpunkt mit mehreren Forschungswegen
Das Endocannabinoid-System ist für die Forschung zu Stress und emotionaler Verarbeitung interessant. Ein gezielter Versuch kann beispielsweise untersuchen, ob ein cannabinoidbezogener Eingriff eine messbare Reaktion verändert. Eine klinische Behandlung muss darüber hinaus im Alltag einen nachvollziehbaren Nutzen zeigen. Die Grundlagen dieser körpereigenen Signalwelt erläutert das Endocannabinoid-System.
Auch die Wirkstoffe sind zu unterscheiden. Nabilon ist ein synthetisches Cannabinoid; ein Nabilonbefund ist kein unmittelbarer CBD-Nachweis. Ein Pflanzenpräparat mit mehreren Bestandteilen beantwortet wiederum eine eigene Frage. Der Stoffname allein beschreibt weder die geprüfte Behandlung noch das erwartbare Ergebnis. [2]
Für die Studien in diesem Beitrag heißt das konkret: Nabilon ist ein synthetisches THC-Analogon [2], Dronabinol ist synthetisch hergestelltes THC [1] [8], und CBD wurde als Einzelstoff geprüft [5] [9]. Die Pflanzenpräparate im Versuch von Bonn-Miller und Kollegen unterschieden sich im Verhältnis von THC zu CBD [3]. Jede dieser Gruppen braucht einen eigenen Nachweis.
Welche Symptome Studien getrennt betrachten
Ein wiederkehrender Albtraum kann die Nacht und den folgenden Tag erheblich belasten. Eine Studie kann daher gezielt Häufigkeit und Intensität solcher Träume erfassen. Andere Versuche betrachten eine Gesamtskala der PTBS-Symptome. Wieder andere messen Angst, körperliche Anspannung oder die Reaktion auf eine Erinnerung im Labor.
Diese Ebenen sollten beim Lesen erkennbar bleiben. Ein günstiger Schlafbefund kann medizinisch wertvoll sein, ohne bereits sämtliche PTBS-Beschwerden zu verbessern. Ebenso beweist ein veränderter Gehirnscan noch keine spürbare Alltagserleichterung. Die wichtigste Frage lautet jeweils: Was wurde tatsächlich als Verbesserung gemessen?
Ein positiver Pilotbefund zu Albträumen
Jetly und Kollegen untersuchten Nabilon bei männlichen kanadischen Militärangehörigen mit trotz Standardbehandlung fortbestehenden traumaassoziierten Albträumen. Der kleine, verblindete Überkreuzversuch umfasste zehn Personen in der modifizierten Hauptauswertung. Die albtraumbezogenen CAPS-Werte sanken unter Nabilon stärker als unter Placebo; der berichtete Vergleich war statistisch signifikant. Jetly et al., 2015
Laut Abstract wurden die Teilnehmenden je sieben Wochen mit Nabilon und mit Placebo behandelt, getrennt durch zwei Wochen Auswaschphase. Der albtraumbezogene CAPS-Wert sank um 3,6 Punkte unter Nabilon und um 1,0 Punkte unter Placebo (p = 0,03). Fünf von zehn Personen galten unter Nabilon als deutlich gebessert, unter Placebo eine von neun. Unerwünschte Ereignisse berichteten 50 % unter Nabilon und 60 % unter Placebo; kein Ereignis war schwer oder führte zum Abbruch [2].
Das ist ein konkreter positiver Humanbefund mit einem eng beschriebenen Ziel. Seine Reichweite bleibt durch die kleine Gruppe, die spezielle Population und das begrenzte Beobachtungsfenster bestimmt. Er begründet eine größere Bestätigungsstudie zu Albträumen, nicht die pauschale Aussage einer gesicherten PTBS-Therapie durch Cannabinoide. [2]
Eine solche größere Studie liegt inzwischen vor, allerdings mit einem anderen Wirkstoff. Die multizentrische Studie unter Leitung der Charité prüfte Dronabinol statt Nabilon bei 171 Erwachsenen, überwiegend Frauen, über zehn Wochen [1]. Sie wird im Abschnitt zur neueren Forschung ausführlich beschrieben.
Die Reaktion auf eine Erinnerung ist eine eigene Messfrage
Bolsoni und Kollegen untersuchten CBD in einem verblindeten Experiment mit 33 Erwachsenen mit PTBS. Während eines kontrollierten Erinnerungsabrufs fiel ein subjektiver Faktor zu kognitiver Beeinträchtigung unter CBD günstiger aus. Für die erfasste Angst, Wachheit und das Unbehagen sowie die physiologischen Maße zeigte der Gesamtvergleich dagegen keinen signifikanten Vorteil. Originalabstract, 2022
Laut Abstract wurden 17 Personen der CBD- und 16 der Placebogruppe zugeteilt. Eine Woche nach der Aufnahme ihres Traumaberichts hörten die Teilnehmenden ihn nach einer einmaligen Gabe erneut und stellten sich die Situation vor. Gemessen wurden die Stimmungsskala VAMS, die Zustandsangst (STAI) sowie Blutdruck, Herzfrequenz und Speichelcortisol. Der günstigere Wert im Faktor kognitive Beeinträchtigung war auch eine Woche später ohne erneute Gabe noch nachweisbar [5].
Das eröffnet eine engere Hypothese zur Verarbeitung einer belastenden Erinnerung. Der Ausdruck „kognitive Beeinträchtigung“ bezeichnet hier einen Faktor der eingesetzten subjektiven Stimmungsskala. Er ist kein umfassender Gedächtnistest und kein Beleg, dass traumatische Erinnerungen gelöscht würden. Auch ein zeitlich begrenzter Experimentaleffekt sagt noch nicht, ob die gesamte Erkrankung über Monate weniger belastend wird. [5]
Solche präzisen Unterschiede helfen dir, neue Meldungen einzuordnen. Frage zuerst nach der Messung: Wurde ein nächtliches Symptom, eine Einschätzung im Experiment oder eine dauerhafte Veränderung der klinischen Erkrankung geprüft? Erst danach lässt sich der Befund mit anderen Studien verbinden. Unterschiedliche positive Signale können ergänzend interessant sein, ohne bereits dieselbe Therapieaussage zu tragen.
Was der kontrollierte Versuch untersuchte
Bonn-Miller und Kollegen veröffentlichten 2021 einen kontrollierten Versuch mit drei unterschiedlich zusammengesetzten inhalierten Pflanzenpräparaten und Placebo. In der entscheidenden ersten Studienphase wurden 80 US-Militärveteranen drei Wochen lang untersucht. Im Mittelpunkt stand die Veränderung der gesamten PTBS-Symptomschwere im klinischen CAPS-5-Interview. Originalstudie
Im Volltext ist das Design genau beschrieben: Je 20 Personen erhielten in der ersten Phase ein Präparat mit hohem THC-Anteil, eines mit hohem CBD-Anteil, eines mit THC und CBD oder Placebo, jeweils drei Wochen zur freien Anwendung im Alltag. 76 Personen beendeten diese Phase. Der primäre Gruppenvergleich der CAPS-5-Veränderung war nicht signifikant (F(3,73) = 1,85; p = 0,15). Die mittleren Abnahmen lagen bei 13,1 Punkten unter Placebo, 15,2 unter dem THC-reichen, 8,4 unter dem CBD-reichen und 8,5 unter dem gemischten Präparat [3].
Alle Gruppen verbesserten sich gegenüber ihrem Ausgangswert. Beim primären Vergleich übertraf jedoch kein aktives Präparat Placebo statistisch. Die spätere Studienphase verglich nur aktive Präparate und beantwortete daher eine andere Frage. Sie ersetzt den primären Placebovergleich nicht. [3]
Finanziert wurde der Versuch laut Publikation durch einen Zuschuss des Gesundheits- und Umweltamts des US-Bundesstaats Colorado und teilweise durch den Sponsor, die Multidisciplinary Association for Psychedelic Studies (MAPS); MAPS entwarf das Protokoll und führte die Datenanalyse durch, und sieben Autoren beziehen ein Gehalt von MAPS. Registriert war die Studie unter NCT02759185 [3].
CBD in einer anderen Patientengruppe
Ein neueres Forschungsprogramm von Bogenschutz und Kollegen untersuchte CBD bei Alkoholgebrauchsstörung. Eine der beiden kleinen Studien umfasste 30 Erwachsene mit zusätzlicher PTBS oder unterschwelligen PTBS-Symptomen. Über sechs Wochen zeigte sich keine Überlegenheit gegenüber Placebo bei den erfassten PTBS-Beschwerden. Die primäre Trinkzielgröße und die begleitenden psychischen Maße sind dabei zu unterscheiden. Originalabstract; online 2025, Heft 2026
Laut Abstract umfasste das Programm zwei parallele Proof-of-Concept-Studien: 27 Erwachsene mit Alkoholgebrauchsstörung über acht Wochen und 30 Erwachsene mit zusätzlicher PTBS-Symptomatik über sechs Wochen. Primäre Zielgröße waren die Trinkmengen. In beiden Studien sanken Trinkmenge und Anteil der Tage mit starkem Trinken in beiden Gruppen deutlich, ohne Vorteil für CBD bei Trinkmenge, Verlangen, Stimmung, Angst oder PTBS-Symptomen. Bei 7 von 31 der CBD zugeteilten Personen (22,6 %) traten dosislimitierende Nebenwirkungen auf. Förderer waren das US-amerikanische National Institute on Alcohol Abuse and Alcoholism und Tilray Canada [9].
Die Komorbidität ist Teil dieser Aussage: Eine Gruppe mit Alkoholgebrauchsstörung und zusätzlicher traumabezogener Belastung bildet nicht automatisch alle Menschen mit PTBS ab. Für die weitere Forschung sind solche Versuche dennoch hilfreich, weil sie konkrete Expositions-, Verträglichkeits- und Messfragen unter klinischen Bedingungen prüfen. [9]
Placebo, Erwartung und Vorbehandlung
Ein Placebovergleich hilft, die zusätzliche Wirkung des Prüfpräparats von anderen Veränderungen während einer Studie zu unterscheiden. Zuwendung, regelmäßige Termine, Erwartungen, natürliche Schwankungen und Begleitbehandlung können dazu beitragen, dass Menschen sich im Verlauf besser fühlen. Eine reale Besserung muss deshalb nicht vollständig dem untersuchten Wirkstoff entsprechen.
Bei spürbar wirksamen psychoaktiven Präparaten kommt eine weitere Frage hinzu: Können Teilnehmende oder Untersuchende ihre Gruppenzuteilung erraten? Dann können Erwartungen ungleich verteilt sein. Im Versuch von Bonn-Miller und Kollegen waren Verblindung und vorausgegangener Konsum ausdrücklich diskutierte Grenzen. Originalartikel, Diskussion
Die Zahlen dazu stehen im Volltext: In den Gruppen mit THC-reichem und gemischtem Präparat errieten alle Teilnehmenden und alle Untersuchenden die aktive Behandlung. 43 % der Teilnehmenden waren beim Screening THC-positiv, 23 % noch zu Studienbeginn. Für die Placebogruppe und die CBD-reiche Gruppe galt die Verblindung nach Angaben der Autoren als gewahrt [3].
Was vor der Studie bereits wirksam war
Vorbehandlung und bestehende Versorgung müssen nachvollziehbar beschrieben werden. Ein zusätzlicher Wirkstoff auf stabiler Behandlung ist ein anderer Test als ein alleiniger neuer Ansatz. Auch die Frage, ob Veränderungen des vorherigen Konsums Symptome beeinflussen könnten, gehört zum Studiendesign.
Für die klinische Entwicklung ist außerdem entscheidend, wie Aufmerksamkeit, Tagesbefinden und Verträglichkeit zusammenpassen. Eine ruhigere Nacht wäre nur ein Teil des Ergebnisses, wenn am nächsten Tag neue Belastungen entstehen. Solche Fragen werden im medizinischen Rahmen geprüft; aus den hier beschriebenen Studien folgt keine Anleitung zur Selbstbehandlung oder zum Verändern bestehender Therapien.
Warum einzelne Erfahrungsberichte nicht genügen
Persönliche Erfahrungen können zeigen, welche Verbesserungen Betroffenen besonders wichtig sind. Für die Auswahl neuer Forschungsziele ist das wertvoll. Sie können aber nicht allein bestimmen, ob ein Präparat die Ursache einer beobachteten Veränderung war oder wie häufig sich diese unter vergleichbaren Bedingungen wiederholen würde.
Auch systematische Übersichten benötigen diese Differenzierung. Wilson und Kollegen fanden in ihrer 2026 veröffentlichten Übersicht zu primär behandelten psychischen Erkrankungen keinen signifikanten PTBS-Gesamteffekt. Eine breiter angelegte Übersicht von Bharat und Kollegen beschreibt dagegen ein Signal aus einem sehr kleinen Versuch bei insgesamt überwiegend sehr niedriger Evidenzgewissheit der Übersicht; den PTBS-Einzelbefund selbst stuften die Autoren nach GRADE als moderat gewiss ein, betonen aber seine begrenzte Präzision. Unterschiedliche Fragestellungen und Einschlussregeln können zu verschiedenen Zusammenfassungen führen. Wilson et al., Bharat et al. [4] [10]
Die Arbeit von Wilson und Kollegen schloss 54 randomisierte Studien mit 2.477 Teilnehmenden bis Mai 2025 ein [4]; dazu erschien im Augustheft 2026 (online bereits am 16.06.2026) eine Korrekturmitteilung, deren Inhalt hier zunächst nicht im Wortlaut geprüft wurde; laut Volltext berichtigt sie die Achsenteilung von Abbildung 2 sowie in Tabelle 1 und im Anhang die Studienzahlen zu Angststörungen und zur Autismus-Spektrum-Störung nach Präparatgruppe und Nachbeobachtungsdauer, die Online-Fassung des Artikels wurde zum 16.06.2026 angepasst [11]. Das PTBS-Signal bei Bharat und Kollegen beruht auf einem Versuch mit 20 Teilnehmenden (standardisierte Mittelwertdifferenz −2,60; 95-%-KI −4,58 bis −0,62) [10].
Eine Scoping-Übersicht von 2026 mit Suche bis Dezember 2024 kommt zu einem ähnlichen Bild. Unter 26 Studien mit 3.598 Personen waren sieben randomisierte Studien; nur eine zeigte einen klaren Vorteil gegenüber Placebo, den Nabilonbefund zu Albträumen. Beobachtungsstudien berichteten häufig Verbesserungen bei Albträumen, Übererregung, Schlaf und Lebensqualität, waren aber methodisch begrenzt. Zwei Autoren sind oder waren mit der Firma Syqe Medical verbunden, die Inhalationssysteme entwickelt [12].
Bildgebung und Erleben gemeinsam lesen
Eine 2026 veröffentlichte randomisierte Akutstudie mit 37 Erwachsenen mit PTBS untersuchte Dronabinol während einer Aufgabe zur Neubewertung negativer Bilder. Die Bildgebung zeigte veränderte Aktivierung präfrontaler und weiterer Kontrollregionen. Die parallel erhobenen subjektiven Affektwerte unterschieden sich jedoch nicht zuverlässig zwischen den Bedingungen. Haggarty et al., 2026
Der Versuch erweitert das Verständnis möglicher Mechanismen. Weniger Aktivierung ist für sich genommen aber weder „bessere Verarbeitung“ noch ein Nachweis dauerhafter Symptomlinderung. Genau die Verbindung zwischen biologischem Signal, subjektivem Erleben und Alltag muss zusätzlich untersucht werden. Der Beitrag Medizinische Studien verstehen erklärt diese unterschiedlichen Belegebenen. [8]
Die nächsten relevanten Forschungsfragen
Besonders nützlich wären größere, vorab registrierte Versuche mit einem klar priorisierten Ziel. Bei Albträumen könnte das eine reproduzierbare Veränderung der nächtlichen Belastung zusammen mit dem Tagesbefinden sein. Bei einer umfassenderen PTBS-Behandlung müssten die Erkrankungsschwere und wichtige Alltagsfunktionen über einen ausreichend langen Zeitraum erfasst werden.
Den Menschen hinter dem Messwert berücksichtigen
Studien sollten verschiedene Lebenssituationen und Traumahintergründe nachvollziehbar abbilden. Erkenntnisse aus einer kleinen militärischen Männergruppe können einen wichtigen Anfang darstellen; für eine breitere Anwendung braucht es passende Bestätigung. Begleiterkrankungen, Medikamente und psychotherapeutische Behandlung gehören ebenfalls zur Beschreibung.
Ein eigener Entwicklungsweg untersucht mögliche Ergänzungen zu Psychotherapie. Veröffentlichte Studienprotokolle zeigen, wie solche Fragen geplant werden können. Ein Protokoll ist allerdings noch kein Behandlungsergebnis; die spätere Auswertung muss zeigen, ob der zusätzliche Ansatz tatsächlich einen Unterschied macht. Pilotprotokoll zur Kombination mit Expositionstherapie [13]
Das Protokoll von Straud und Kollegen plant 24 Teilnehmende, die 18 Tage lang CBD oder Placebo erhalten, kombiniert mit zehn täglichen Sitzungen prolongierter Exposition innerhalb von zwei Wochen. Primäre Zielgröße ist die PTBS-Schwere in der PCL-5-Checkliste, mit einer Nachbeobachtung nach einem Monat. Ziel ist laut Abstract, Machbarkeit, Sicherheit und einen vorläufigen Effekt für eine größere Studie zu klären [13].
Die positive Perspektive liegt in zunehmend präzisen Fragen. Der kleine Albtraumbefund, kontrollierte Symptomprüfungen und neue Mechanismenversuche geben der Forschung konkrete Aufgaben. Wie diese Entwicklung mit anderen psychischen Forschungsfeldern zusammenhängt, erläutern CBD und Angst, CBD und Depression und die symptomorientierte Parkinsonforschung. Jede dieser Fragen verdient ihren eigenen, nachvollziehbaren Nachweis.
Studienlage auf einen Blick
Die Tabelle ordnet die geprüften Humanstudien nach Fragestellung. Dosisangaben sind bewusst nicht enthalten.
| Fragestellung | Studientyp | Teilnehmende | Kernbefund | Quelle |
|---|---|---|---|---|
| Albträume bei Militärangehörigen | RCT, Überkreuzdesign, Nabilon | n = 10, zweimal 7 Wochen | Albtraumwert stärker gesenkt als unter Placebo (p = 0,03) | [2] |
| Albträume bei PTBS | RCT, multizentrisch, Dronabinol | n = 171, 10 Wochen | CAPS-IV-B2 −1,50 Punkte gegenüber Placebo (d = 0,65); schwerwiegende Ereignisse 8,0 % vs. 0 % | [1] |
| Gesamte PTBS-Schwere | RCT, drei Pflanzenpräparate vs. Placebo | n = 80, 3 Wochen | Kein signifikanter Gruppenunterschied im CAPS-5 (p = 0,15); Verblindung bei THC-Präparaten nicht gewahrt | [3] |
| Erinnerungsabruf im Labor | RCT, CBD-Einzelgabe | n = 33 | Nur Faktor kognitive Beeinträchtigung günstiger; Angst und Körpermaße ohne Unterschied | [5] |
| Alkoholgebrauch mit PTBS-Symptomen | RCT, CBD | n = 30, 6 Wochen | Keine Überlegenheit bei Trinkmenge oder PTBS-Symptomen | [9] |
| Emotionsregulation im MRT | RCT, Dronabinol-Einzelgabe | n = 37 | Geringere präfrontale Aktivierung, keine Unterschiede im berichteten Affekt | [8] |
| Cannabinoide als primäre Behandlung | Meta-Analyse | 54 RCTs, n = 2.477 | Kein signifikanter Effekt auf PTBS | [4] |
| Cannabinoide bei PTBS | Scoping-Übersicht | 26 Studien, n = 3.598 | Von sieben RCTs nur einer mit klarem Vorteil gegenüber Placebo | [12] |
Kernaussage der Tabelle: Positive kontrollierte Befunde betreffen bislang vor allem Albträume. Für die gesamte PTBS-Symptomatik zeigten die beiden hier ausführlich beschriebenen Versuche mit Pflanzenpräparaten und mit CBD keinen Vorteil; das positive PTBS-Signal einer Meta-Analyse beruht auf einem einzigen Versuch mit 20 Personen [3] [9] [10].
Neuere Forschung 2024–2026
Dronabinol bei Albträumen (Nature Medicine, online August 2026): Die doppelblinde, placebokontrollierte Studie verteilte 171 Erwachsene mit PTBS und wiederkehrenden Albträumen auf Dronabinol (87) oder Placebo (84), über zehn Wochen. Das Durchschnittsalter lag bei 37,9 Jahren, 79,3 % waren Frauen. Primärer Endpunkt war die Veränderung im Item B2 der CAPS-IV, das Häufigkeit und Intensität belastender Träume erfasst. Der Rückgang war unter Dronabinol größer (Differenz −1,50 Punkte; 95-%-KI −2,28 bis −0,71; Cohen’s d = 0,65; p < 0,001) [1].
Laut Registereintrag war die Charité Sponsor, die Bionorica SE Kooperationspartner; die Studie war als Phase-2-Studie mit vierfacher Verblindung registriert und lief von Oktober 2020 bis Januar 2025 [14]. Der Erstautor gibt persönliche Honorare unter anderem der Bionorica SE an, nach eigener Angabe aus der Zeit vor Unterzeichnung des Studienvertrags [1].
Dronabinol und Emotionsregulation (2026): In einem doppelblinden Versuch erhielten 37 Erwachsene mit PTBS einmalig Placebo (12) oder Dronabinol in einer von zwei Stufen (12 und 13) vor einer funktionellen MRT. Beide Stufen gingen mit geringerer Aktivierung präfrontaler und parietaler Kontrollregionen beim Umdeuten negativer Bilder einher, die berichtete negative Stimmung unterschied sich nicht. Die Autoren sprechen von einer möglichen Entkopplung von Hirnsignal und Erleben und erklären, keine Interessenkonflikte zu haben; gefördert wurde die Arbeit laut PubMed-Eintrag vom National Institute of Mental Health der US-amerikanischen National Institutes of Health [8].
Scoping-Übersicht (2026): Aviram und Kollegen bewerteten 26 Studien mit 3.598 Personen bis Dezember 2024 und halten fest, dass aktuelle Behandlungsleitlinien von Cannabinoiden bei PTBS abraten [12].
Sicherheit und Wechselwirkungen in Studien
In der Charité-Studie traten unerwünschte Ereignisse bei 89,7 % unter Dronabinol und 77,1 % unter Placebo auf. Wegen unerwünschter Ereignisse brachen 5,7 % beziehungsweise 7,2 % die Behandlung ab. Schwerwiegende unerwünschte Ereignisse betrafen sieben Personen (8,0 %) unter Dronabinol und niemanden unter Placebo; die Autoren betonen, dass Langzeitwirksamkeit und -sicherheit weiter geprüft werden müssen [1].
Im Versuch von Bonn-Miller und Kollegen berichteten 61,7 % der mit einem aktiven Präparat behandelten Teilnehmenden mindestens ein behandlungsbezogenes unerwünschtes Ereignis; 13 Teilnahmen endeten wegen unerwünschter Ereignisse vorzeitig [3]. In den CBD-Studien bei Alkoholgebrauchsstörung traten bei 22,6 % der CBD zugeteilten Personen dosislimitierende Nebenwirkungen auf [9]. Im Nabilonversuch war kein Ereignis schwer [2].
Übergreifend fand die Meta-Analyse von Wilson und Kollegen häufiger unerwünschte Ereignisse jeder Art unter Cannabinoiden (Odds Ratio 1,75; NNH 7), aber nicht mehr schwerwiegende Ereignisse oder Abbrüche [4]. Bharat und Kollegen nennen häufigere Abbrüche wegen unerwünschter Ereignisse unter THC als einziges signifikantes Sicherheitssignal [10]. Für Menschen mit PTBS und gleichzeitiger Substanzgebrauchsstörung ist das Sicherheitsprofil eine eigene Forschungsfrage [9].
Deutscher Bezugsrahmen
Leitlinie: Die deutsche S3-Leitlinie Posttraumatische Belastungsstörung (Version 7.0, Fassung vom 27.02.2026) empfiehlt bei Erwachsenen primär traumafokussierte Psychotherapie; Pharmakotherapie gilt als Behandlung der zweiten Wahl. In Deutschland sind laut Leitlinie Sertralin und Paroxetin für die PTBS zugelassen. Für Albträume enthält sie eine offene Empfehlung zu Prazosin, das dafür nicht zugelassen ist. Cannabinoide kommen in den Empfehlungen nicht vor; eine Volltextsuche nach Cannabis, Cannabinoid, Nabilon und Dronabinol ergab keinen Treffer [6]. Die Charité-Studie erschien nach dieser Leitlinienfassung [1].
Versorgungsdaten: In der BfArM-Begleiterhebung zu Cannabisarzneimitteln (16.809 vollständige Datensätze) erreichte die PTBS (ICD-10 F43.1) als erste Hauptdiagnose nicht die Schwelle von 50 Fällen, ab der Diagnosen tabellarisch aufgeführt wurden [15]. Eine Auswertung der Erhebung fand unter 5.582 Fällen mit psychiatrischer Diagnose überwiegend Behandlungen wegen Schmerzen [16].
Die Studie unter Leitung der Charité ist die in diesem Beitrag ausgewertete deutsche Studie zu dieser Forschungsfrage. Rechtliche Rahmenbedingungen für Cannabisarzneimittel können sich ändern; dieser Abschnitt ist eine Sachinformation und keine Rechtsberatung.
Zahlen für Fachleser
- Roepke 2026: CAPS-IV-B2-Differenz −1,50 (95-%-KI −2,28 bis −0,71), Cohen’s d = 0,65, p < 0,001; n = 171 (87/84); unerwünschte Ereignisse 89,7 % vs. 77,1 %; Abbruch wegen unerwünschter Ereignisse 5,7 % vs. 7,2 %; schwerwiegende Ereignisse 8,0 % vs. 0 % [1]
- Jetly 2015: CAPS-Albtraumwert −3,6 ± 2,4 vs. −1,0 ± 2,1 (p = 0,03); CGI-C 1,9 ± 1,1 vs. 3,2 ± 1,2 (p = 0,05); deutlich gebessert 5/10 vs. 1/9 [2]
- Bonn-Miller 2021: CAPS-5 Gruppenvergleich F(3,73) = 1,85, p = 0,15; Abnahmen innerhalb der Gruppen 13,1 (Placebo), 15,2 (THC-reich), 8,4 (CBD-reich), 8,5 (gemischt) [3]
- Bogenschutz 2026: dosislimitierende Nebenwirkungen 7/31 unter CBD (22,6 %); große Abnahmen der Trinkmenge in beiden Gruppen (Cohen’s dz > 0,9) [9]
- Bharat 2026: PTBS SMD −2,60 (95-%-KI −4,58 bis −0,62), ein Versuch mit n = 20 [10]
- Wilson 2026: 54 RCTs, n = 2.477; kein signifikanter PTBS-Effekt; unerwünschte Ereignisse OR 1,75 (95-%-KI 1,25 bis 2,46), NNH 7 [4]
- Aviram 2026: 26 Studien (7 RCTs), n = 3.598; 1 von 7 RCTs mit klarem Vorteil gegenüber Placebo [12]
Häufige Fragen
Gibt es ein zugelassenes Cannabinoid-Arzneimittel für PTBS?
Nach den hier ausgewerteten Quellen nicht. Die deutsche S3-Leitlinie von 2026 nennt Sertralin und Paroxetin als in Deutschland für PTBS zugelassene Arzneimittel und erwähnt Cannabinoide in ihren Empfehlungen nicht. Auch die US-Behörde NIMH nennt zwei zugelassene Antidepressiva. Cannabinoidstudien zu PTBS sind deshalb Forschung, keine Grundlage für eine zugelassene Anwendung [6] [7].
Was zeigt die neue Studie der Charité?
Sie verteilte 171 Erwachsene mit PTBS und wiederkehrenden Albträumen auf Dronabinol oder Placebo. Nach zehn Wochen waren Häufigkeit und Intensität der Albträume unter Dronabinol stärker zurückgegangen, mit einem mittleren Effekt. Unerwünschte Ereignisse waren häufiger, und schwerwiegende Ereignisse traten nur unter Dronabinol auf. Die Studie betrifft ein einzelnes Symptom; Langzeitwirkung und -sicherheit sind laut Autoren offen [1].
Warum zeigte die Studie mit Veteranen keinen Unterschied zu Placebo?
Im Versuch von Bonn-Miller und Kollegen besserten sich alle Gruppen, auch die Placebogruppe um durchschnittlich 13,1 Punkte. Der Vergleich der Gruppen war nicht signifikant. Die Studie war mit 20 Personen pro Gruppe klein, dauerte drei Wochen, und bei den THC-reichen Präparaten erkannten alle Beteiligten die aktive Behandlung. Zudem waren 43 % der Teilnehmenden beim Screening THC-positiv; die Autoren führen das ausbleibende Ergebnis auf die ungewöhnlich starke Placebo-Antwort und die kurze Dauer zurück [3].
Ist ein Befund zu Albträumen ein Beleg für die Behandlung der ganzen PTBS?
Nein. Albträume gehören zum Wiedererleben, einem von vier Symptombereichen der PTBS. Eine Studie mit einem Albtraum-Item als Hauptzielgröße zeigt, ob sich dieses Symptom verändert. Ob Vermeidung, Übererregung, Stimmung und Alltagsfunktion ebenfalls besser werden, müssen eigene Endpunkte prüfen. Die hier ausführlich beschriebenen kontrollierten Versuche zur gesamten Symptomschwere fanden keinen Vorteil gegenüber Placebo [7] [3] [9].
Welche Rolle spielt CBD in der PTBS-Forschung?
CBD wurde bislang vor allem in kleinen Experimenten und Begleitstudien geprüft. In einem Erinnerungsversuch mit 33 Personen fiel nur ein Teilfaktor der Stimmungsskala günstiger aus. Bei Menschen mit Alkoholgebrauchsstörung und PTBS-Symptomen zeigte CBD über sechs Wochen keinen Vorteil. Eine Pilotstudie plant die Kombination mit Expositionstherapie; Ergebnisse dazu lagen in den ausgewerteten Quellen nicht vor [5] [9] [13].
Welche unerwünschten Wirkungen wurden in PTBS-Studien beobachtet?
In der Charité-Studie berichteten 89,7 % unter Dronabinol und 77,1 % unter Placebo unerwünschte Ereignisse; schwerwiegende Ereignisse betrafen 8,0 % unter Dronabinol. Im Versuch mit Pflanzenpräparaten meldeten 61,7 % der aktiv behandelten Teilnehmenden mindestens ein behandlungsbezogenes Ereignis. Eine Meta-Analyse über viele psychiatrische Studien fand mehr unerwünschte Ereignisse jeder Art, aber nicht mehr schwerwiegende Ereignisse unter Cannabinoiden [1] [3] [4].
Was empfiehlt die deutsche Leitlinie bei PTBS?
Die S3-Leitlinie von 2026 sieht bei Erwachsenen primär eine traumafokussierte Psychotherapie vor; eine Pharmakotherapie gilt als zweite Wahl. Für Albträume enthält sie eine offene Empfehlung zu einem nicht dafür zugelassenen Arzneimittel und verweist auf wirksame psychotherapeutische Verfahren. Cannabinoide behandelt die Leitlinie in ihren Empfehlungen nicht. Für individuelle Fragen ist die ärztliche oder psychotherapeutische Beratung zuständig [6].
Weiterlesen im Wissensbereich
- CBD und Angst: Was kontrollierte Studien bisher zeigen – Angst ist eng mit PTBS verwandt und wird in Übersichten oft gemeinsam ausgewertet.
- Dronabinol: Ein Cannabinoid als Arzneistoff – Erklärt den Wirkstoff der neuen Charité-Studie und seine bisherigen Anwendungsgebiete.
- CBD und Schlaf: Was gute Schlafstudien untersuchen – Albträume sind ein Schlafsymptom; der Beitrag zeigt, wie Schlafstudien sauber messen.
- Cannabinoide und Demenz: Agitation als konkretes Forschungsziel – Ein weiteres Beispiel, wie ein einzelnes Symptom zum klar umrissenen Studienziel wird.
- Studien, Erwartungen und Finanzierung: Forschung fair beurteilen – Hilft, Verblindungsprobleme und Finanzierung der PTBS-Studien einzuordnen.
- Glossar Forschung und Medizin A–Z – erklärt die Fachbegriffe dieses Beitrags, darunter „CAPS“, „Crossover-Design“ und „Entblindung“, jeweils mit Quelle und Querverweisen.
Quellen
- Roepke S, Schoofs N, Priebe K, et al. Dronabinol for nightmares in post-traumatic stress disorder: a randomized controlled trial. Nat Med 2026;32(9):3396–3405. PubMed PMID 42557458 · doi:10.1038/s41591-026-04546-9 Abstract geprüft
- Jetly R, Heber A, Fraser G, Boisvert D. The efficacy of nabilone, a synthetic cannabinoid, in the treatment of PTSD-associated nightmares: a preliminary randomized, double-blind, placebo-controlled cross-over design study. Psychoneuroendocrinology 2015;51:585–588. PubMed PMID 25467221 · doi:10.1016/j.psyneuen.2014.11.002 Abstract geprüft
- Bonn-Miller MO, Sisley S, Riggs P, et al. The short-term impact of 3 smoked cannabis preparations versus placebo on PTSD symptoms: a randomized cross-over clinical trial. PLoS One 2021;16(3):e0246990. PLoS One, Volltext · doi:10.1371/journal.pone.0246990 Volltext geprüft
- Wilson J, Dobson O, Langcake A, et al. The efficacy and safety of cannabinoids for the treatment of mental disorders and substance use disorders: a systematic review and meta-analysis. Lancet Psychiatry 2026;13(4):304–315. PubMed PMID 41856154 · doi:10.1016/S2215-0366(26)00015-5 Volltext geprüft
- Bolsoni LM, Crippa JAS, Hallak JEC, et al. Effects of cannabidiol on symptoms induced by the recall of traumatic events in patients with posttraumatic stress disorder. Psychopharmacology (Berl) 2022;239(5):1499–1507. PubMed PMID 35029706 · doi:10.1007/s00213-021-06043-y Abstract geprüft
- Schäfer I, Ehring T, Frommberger U, et al. (Hrsg.); Deutschsprachige Gesellschaft für Psychotraumatologie (federführend). S3-Leitlinie Posttraumatische Belastungsstörung, Langversion 7.0, Fassung vom 27.02.2026. AWMF-Register 155-001. AWMF 155-001, Langfassung (PDF) Volltext geprüft
- National Institute of Mental Health. Post-Traumatic Stress Disorder. NIH Publication No. 23-MH-8124 (überarbeitet 2023). NIMH, Post-Traumatic Stress Disorder Volltext geprüft
- Haggarty CJ, Rabinak CA. Dose-related reductions in prefrontal recruitment during cognitive reappraisal following oral delta-9-tetrahydrocannabinol in posttraumatic stress disorder. Neuropsychopharmacology 2026;51(11):2141–2151. PubMed PMID 42463794 · doi:10.1038/s41386-026-02502-2 Abstract geprüft
- Bogenschutz MP, Blessing E, Dgheim D, et al. Effects of cannabidiol in alcohol use disorder patients with and without co-occurring post-traumatic stress disorder: tolerability but no evidence for efficacy in two randomized trials. Alcohol Clin Exp Res 2026;50(1):e70212. PubMed PMID 41312717 · doi:10.1111/acer.70212 Volltext geprüft
- Bharat C, Huang X, Campbell G, et al. Cannabis and cannabinoids for the treatment of mental and substance use disorders and symptoms: a systematic review and meta-analysis of experimental and observational studies. Psychiatry Res 2026;365:117380. PubMed PMID 42617303 · doi:10.1016/j.psychres.2026.117380 Volltext geprüft
- Correction to Lancet Psychiatry 2026; 13: 304–15. Lancet Psychiatry 2026;13(8):e11, online 16.06.2026 (Korrekturmitteilung, ohne Abstract; Inhalt nicht im Wortlaut geprüft). PubMed PMID 42302809 · doi:10.1016/S2215-0366(26)00176-8 Volltext geprüft
- Aviram J, Belobrov R, Grinapol S, et al. Efficacy, effectiveness and safety of medical cannabis in PTSD: a scoping review. J Cannabis Res 2026;8(1):89. PubMed PMID 42210342 · doi:10.1186/s42238-026-00451-7 Volltext geprüft
- Straud CL, Roache JD, Ginsburg BC, et al. Enhancing massed prolonged exposure with cannabidiol to improve posttraumatic stress disorder: design and methodology of a pilot randomized clinical trial. Contemp Clin Trials Commun 2024;38:101270. PubMed PMID 38404650 · doi:10.1016/j.conctc.2024.101270 Volltext geprüft
- ClinicalTrials.gov. Treating Nightmares in Posttraumatic Stress Disorder With Dronabinol: A Randomized Controlled Study (THC PTSD-trial). NCT04448808; Sponsor Charité – Universitätsmedizin Berlin, Kooperationspartner Bionorica SE; letzte Aktualisierung 13.08.2025. ClinicalTrials.gov NCT04448808 Volltext geprüft
- Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte. Abschlussbericht der Begleiterhebung nach § 31 Absatz 6 SGB V, Anhang 1: Tabelle 2.2, Häufigkeit erster Hauptdiagnosen nach ICD-10 (≥ 50), n = 16.809 vollständige Datensätze. BfArM, Anhang 1 zum Abschlussbericht (PDF) Volltext geprüft
- Wülfing F, Schmidt-Wolf G, Cremer-Schaeffer P, Priebe K, Schoofs N. [Cannabinoid drugs in the treatment of psychiatric disorders – data from the German Federal Institute for Drugs and Medical Devices] (Artikel in deutscher Sprache). Psychiatr Prax 2024;51(6):315–320. PubMed PMID 38749455 · doi:10.1055/a-2296-1358 Abstract geprüft
Literatur geprüft am 22.10.2026 · GROWZENTRUM Redaktion · Wissenschaftliche Information, keine medizinische Beratung, keine Produktwerbung.



