Schmerz und Schlaf · Vertiefung

CBD und Schlaf: Was gute Schlafstudien untersuchen

Schlaf ist eines der interessantesten Forschungsfelder für Cannabidiol. Dabei geht es um mehr als die Frage, ob ein Stoff müde macht. Eine gute Nacht umfasst Einschlafen, ausreichend zusammenhängenden Schlaf und das Gefühl, am nächsten…

Abstrakte Darstellung eines Hypnogramms mit Schlafstadien als Stufenlinie in Dunkelgrün und Graphit.

56 von 125 randomisierten Personen gingen in die Endauswertung einer placebokontrollierten Crossover-Studie mit einer THC-freien CBD-Terpen-Kombination bei Insomnie ein; der Anteil aus Tiefschlaf und REM-Schlaf lag gegenüber Placebo um 1,3 Prozentpunkte höher, die Gesamtschlafzeit blieb unverändert. [1] In einer kleineren Pilotstudie mit reinem CBD unterschied sich die Insomnieschwere nach zwei Wochen nicht von Placebo. [2]

Schlaf ist eines der interessantesten Forschungsfelder für Cannabidiol. Dabei geht es um mehr als die Frage, ob ein Stoff müde macht. Eine gute Nacht umfasst Einschlafen, ausreichend zusammenhängenden Schlaf und das Gefühl, am nächsten Tag wieder belastbar zu sein. Genau diese unterschiedlichen Ziele machen die Forschung spannend.

Kontrollierte Versuche liefern inzwischen konkrete Anhaltspunkte für die nächsten Entwicklungsschritte. Einzelne Messwerte fallen günstig aus, während die zentralen Beschwerden einer Insomnie bislang nicht zuverlässig verbessert wurden. Hier erfährst du, was CBD-Studien bereits zeigen und weshalb eine präzise Beschreibung des Schlafs wertvoller ist als ein pauschales Wirkversprechen.

Das Wichtigste für Schnellleser

  • Befund (Pilot-RCT 2024, n = 30, zwei Wochen): Reines CBD veränderte die Insomnieschwere nicht stärker als Placebo; höher lag die per Aktigrafie gemessene Schlafeffizienz. [2]
  • Befund (Crossover-RCT 2025, 56 von 125 Randomisierten ausgewertet): Eine CBD-Terpen-Kombination erhöhte den Anteil von Tiefschlaf und REM-Schlaf um 1,3 Prozentpunkte, die Gesamtschlafzeit blieb gleich. [1]
  • Befund (Meta-Analyse 2025, 6 RCTs, n = 1.077): Für reine CBD-Präparate zeigte sich bei der subjektiven Schlafqualität kein signifikanter Unterschied zu Placebo. [3]
  • Zulassungsstand: Das einzige zentral zugelassene CBD-Arzneimittel ist für bestimmte Epilepsieformen zugelassen, nicht für Schlafstörungen; in Deutschland sind CBD-haltige Arzneimittel verschreibungspflichtig. [4] [5]
  • Methodik: Ein Handgelenkgerät misst Schlafstadien anders als die Polysomnografie; die S3-Leitlinie ordnet beide Verfahren unterschiedlichen Fragen zu. [6]
  • Offene Frage: Ob CBD über mehr als vier Wochen eine für Betroffene spürbare Verbesserung bewirkt, wurde in den hier besprochenen Studien nicht geprüft. [2] [1]

Was guten Schlaf messbar macht

Wenn du morgens sagst, du hast gut geschlafen, fasst du mehrere Erfahrungen zusammen. Vielleicht bist du schnell eingeschlafen, hast wenig Wachzeit erlebt oder fühlst dich erholt. In einer Studie werden diese Eindrücke in einzelne Zielgrößen übersetzt. So lässt sich feststellen, welcher Teil des Schlafs sich tatsächlich verändert.

Einschlaflatenz bezeichnet die Zeit bis zum Einschlafen. Gesamtschlafzeit beschreibt die erfasste Schlafdauer. Wachzeit nach dem Einschlafen, häufig WASO genannt, summiert die anschließenden Wachphasen. Die Schlafeffizienz setzt die Schlafzeit ins Verhältnis zum betrachteten Bett- beziehungsweise Schlafgelegenheitszeitraum. Ein günstigerer Wert in einer dieser Größen bedeutet nicht automatisch einen Vorteil in allen anderen.

Schlafdauer und Schlafaufbau beantworten verschiedene Fragen

Der Schlaf wird unter anderem in Non-REM- und REM-Schlaf gegliedert. Zum Non-REM-Schlaf gehört der durch langsame Hirnwellen gekennzeichnete Tiefschlaf. REM steht für Rapid Eye Movement und bezeichnet einen anderen Schlafzustand mit charakteristischen Messmerkmalen. Das Verhältnis dieser Stadien kann untersucht werden, ebenso ihre absolute Dauer.

Eine größere prozentuale Tiefschlaf- oder REM-Komponente ist zunächst eine Veränderung der gemessenen Schlafzusammensetzung. Ob ein Mensch dadurch besser erholt ist oder seine Insomnie als weniger belastend erlebt, muss zusätzlich erfasst werden. Diese Verbindung zwischen physiologischer Messung und Alltag ist eine zentrale Aufgabe neuer Studien.

Die hier besprochenen CBD-Versuche kombinieren deshalb Fragebögen, Schlaftagebücher und bewegungsbasierte Geräte. Sie untersuchen teilweise unterschiedliche Ziele und lassen sich nur mit Blick auf diese Ziele vergleichen. Narayan et al., Methoden und Ergebnisse, Wang et al., Methoden [2] [1]

Wie unterschiedlich die Zielgrößen ausfallen, zeigen die beiden Studien dieses Beitrags. Die Pilotstudie von Narayan und Kollegen nutzte unter anderem den Insomnia Severity Index, Schlaftagebücher, Aktigrafie und den WHO-5-Fragebogen zum Wohlbefinden. [2] Die Studie von Wang und Kollegen legte als Hauptzielgröße den nächtlichen Anteil aus Tiefschlaf und REM-Schlaf an der Gesamtschlafzeit fest, gemessen mit einem Handgelenkgerät; dieselbe Zielgröße steht auch im Studienregister. [1] [7]

CBD als Einzelsubstanz und als Mischung

CBD gehört zu den untersuchten Inhaltsstoffen der Hanfpflanze. Es erzeugt gewöhnlich keinen typischen THC-Rausch und besitzt ein eigenes pharmakologisches Profil. Daraus folgt noch keine einheitliche Wirkung auf Wachheit und Schlaf. Die zugelassene antikonvulsive Wirkung eines CBD-Arzneimittels beantwortet beispielsweise eine andere Frage als die Behandlung einer Insomnie. Den grundlegenden Unterschied erklärt dir THC und CBD im Vergleich. [4]

Das zentral zugelassene CBD-Arzneimittel Epidyolex ist laut EU-Produktinformation als Zusatzbehandlung von Anfällen beim Lennox-Gastaut-Syndrom und beim Dravet-Syndrom in Verbindung mit Clobazam sowie bei Tuberöser Sklerose zugelassen, jeweils ab einem Alter von zwei Jahren. Eine Zulassung für Schlafstörungen besteht nicht. [4]

Ein definiertes Präparat macht das Ergebnis nachvollziehbar

Eine Untersuchung mit CBD als einzelner geprüfter Wirkkomponente ist von einem Versuch mit CBD und weiteren Pflanzenstoffen zu unterscheiden. Bei einer Mischung kann ein Ergebnis interessant sein, ohne dass sich der Beitrag jedes Bestandteils bestimmen lässt. Wichtig sind außerdem die Formulierung und die tatsächlich erreichte Exposition im Körper.

Wie stark die Exposition schwanken kann, beschreibt die Produktinformation des zugelassenen Arzneimittels: Bei gesunden Freiwilligen stieg die maximale Plasmakonzentration nach einer fettreichen Mahlzeit etwa auf das Fünffache und die Gesamtexposition auf das Vierfache des Werts im nüchternen Zustand. Die Halbwertszeit lag nach wiederholter Gabe bei 56 bis 61 Stunden. Abgebaut wird CBD vor allem über die Leberenzyme CYP2C19 und CYP3A4. [4]

Eine Stoffbezeichnung allein beschreibt diese Bedingungen nicht. Auch zwei Produkte mit demselben Hauptwirkstoff können sich in ihrer Zusammensetzung unterscheiden. Weshalb solche Unterschiede medizinisch und analytisch bedeutsam sind, erläutert der Artikel zu Vollspektrum, Breitspektrum und Isolat.

Für die Schlafforschung entstehen daraus zwei produktive Wege: CBD allein gezielt untersuchen oder eine genau definierte Kombination prüfen. Welche Frage ein Versuch beantwortet, sollte bereits beim Lesen seiner Zusammenfassung erkennbar sein.

Primäre und sekundäre Endpunkte

Eine Schlafstudie kann viele Werte erfassen. Der primäre Endpunkt bezeichnet ihre vorrangige Frage; ergänzende und explorative Ergebnisse machen das Bild vollständiger. Gerade beim Schlaf ist diese Rangfolge hilfreich, weil subjektive Beschwerden, einzelne Nachtmessungen und Wohlbefinden auseinanderfallen können.

Der Insomnia Severity Index, kurz ISI, erfasst beispielsweise die wahrgenommene Schwere und Belastung der Insomnie. Eine Veränderung einer objektiven Schlafeffizienz ist eine andere Aussage. Forschende können beide beobachten, sollten aber erklären, welches Ergebnis im Mittelpunkt stand und wie zusätzliche Vergleiche ausgewertet wurden.

Warum Ausgangsunterschiede wichtig sind

Auch nach zufälliger Gruppenzuteilung können kleine Gruppen schon vor der Behandlung unterschiedlich sein. Bleibt eine Gruppe während der Studie bei einem Wohlbefindensmaß vorn, muss geprüft werden, ob dieser Abstand erst durch die Behandlung entstand oder bereits vorher bestand. Ein späterer Gruppenunterschied allein löst diese Frage nicht.

Für den Leser ist das eine nützliche Unterscheidung: Ein ermutigender Nebenbefund kann einen neuen Versuch anregen. Ein Nachweis für die gezielte Behandlung einer Insomnie braucht dagegen einen passenden kontrollierten Vorteil bei den dafür festgelegten Beschwerden. Die ausführliche Leselogik findest du in Medizinische Studien verstehen.

Was die untersuchten Humanstudien zeigen

Die CBD-Pilotstudie von Narayan und Kollegen

Die 2024 veröffentlichte Pilotstudie untersuchte Erwachsene mit ausgeprägter primärer Insomnie. Nach einer Placebo-Vorlaufphase folgte eine zweiwöchige verblindete Behandlung; die Hauptauswertung umfasste 30 Personen. Schlaftagebücher und eine am Handgelenk getragene Aktigrafie sollten subjektive und gerätebasierte Veränderungen abbilden. Narayan et al., Originalabstract [2]

Zum Ablauf: Von 810 Interessierten erfüllten 88 die Vorauswahlkriterien; nach Screening und einwöchiger Placebo-Vorlaufphase wurden 34 Personen zwischen 18 und 45 Jahren randomisiert, 18 auf CBD und 16 auf Placebo. Ausgewertet wurden wie vorab registriert 30 Personen mit vollständigem Studienabschluss. Acht Personen schieden bereits in der Vorlaufphase aus, weil sie unter Placebo deutlich besser schliefen. Die Studie wurde von Cannvalate und der Barbara Dicker Brain Sciences Foundation finanziert; das Prüfpräparat stellte Brains Bioceuticals bereit. [2]

Bei Insomnieschwere und den meisten Schlafmaßen zeigte CBD keinen signifikanten Vorteil gegenüber Placebo. Bei späteren Messungen lag die objektiv erfasste Schlafeffizienz in der CBD-Gruppe höher. Die Autoren weisen in der Diskussion allerdings auch auf bereits erhöhte Ausgangswerte dieser Gruppe hin. Der spätere Gruppenunterschied ist deshalb kein isolierter Beweis dafür, dass CBD eine neue Verbesserung erzeugt hat. Für eine größere Folgestudie bleibt die gezielte Prüfung der Schlafeffizienz eine sinnvolle Frage. [2]

Die Zahlen zeigen, wie eng der Befund ist. Nach der Aktigrafie lag die Schlafeffizienz nach zwei Wochen unter CBD 6,9 Prozentpunkte höher als unter Placebo (95-Prozent-Konfidenzintervall 1 bis 12,7). Nach den Schlaftagebüchern unterschieden sich Einschlafzeit, Schlafeffizienz und nächtliche Wachzeit zu keinem Zeitpunkt; die Schlafqualität lag nach einer Woche unter CBD um 0,5 Punkte höher (95-Prozent-Konfidenzintervall 0,1 bis 0,9), nach zwei Wochen nicht mehr. Der ISI-Wert sank in beiden Gruppen deutlich, unter CBD von 18,6 auf 11,6 und unter Placebo von 17,4 auf 9,7 Punkte; ein Gruppenunterschied ergab sich nicht. [2]

Die CBD-Gruppe berichtete außerdem höhere Wohlbefindenswerte. Im Originalvolltext erläutern die Autoren jedoch, dass dieser Unterschied bereits vor der aktiven Behandlung vorhanden war. Der erhaltene Abstand lässt sich deshalb nicht einfach als neu erzeugter CBD-Nutzen darstellen. Diese Präzisierung hilft, den tatsächlichen Erkenntnisgewinn des kleinen Versuchs zu erkennen. Originalartikel, Results und Discussion

Die CBD-Terpen-Studie von Wang und Kollegen

Ein anderer Ansatz untersuchte eine definierte THC-freie CBD-Terpen-Kombination. Von 125 randomisierten Personen gingen 56 in die endgültige Auswertung ein. Ein WHOOP-Gerät erfasste Schlafmerkmale über die Behandlungsperioden. Der mittlere Anteil aus Tiefschlaf und REM-Schlaf stieg gegenüber Placebo um 1,3 Prozentpunkte; das veröffentlichte 95%-Konfidenzintervall reichte von 0,1 bis 2,5 Prozentpunkten. Die Gesamtschlafzeit verlängerte sich nicht. Wang et al., 2025; online 2024 [1]

Finanziert wurde die Studie von Defined Research, einem gewinnorientierten Unternehmen; sechs der acht Autoren halten Anteile an dieser Firma, zwei weitere Optionen darauf. Registriert war die Studie vorab unter NCT05233761 mit 125 Teilnehmenden zwischen 25 und 70 Jahren. [1] [7]

Die Teilnehmerzahlen erklären einen wichtigen Teil der Reichweite. Bereits während der Ausgangsphase schieden 63 Personen aus. Von den 62 Abschlüssen wurden nach der Entblindung sechs weitere Datensätze ausgeschlossen. Die endgültige Auswertung beschreibt damit eine ausgewählte Teilgruppe der ursprünglich Randomisierten. Für eine nächste Untersuchung wäre wertvoll, möglichst viele Teilnehmende durchgehend zu erfassen und Gründe für fehlende Daten vorab in der Analyse zu berücksichtigen. So würde genauer erkennbar, für wen das gemessene Signal gilt. [1]

Für zwei Teilgruppen berichten die Autoren größere Unterschiede. Bei 21 Personen mit niedrigem Ausgangsanteil von Tiefschlaf und REM-Schlaf stieg dieser Anteil um 3,8 Prozentpunkte (2,0 bis 5,5); zugleich war die Gesamtschlafzeit in dieser Teilgruppe unter der Kombination um 19,0 Minuten kürzer (−35,7 bis −2,3). Bei sieben Personen, die tagsüber schliefen, betrug der Unterschied 7,1 Prozentpunkte. [1]

Die häufig hervorgehobenen 48 zusätzlichen Minuten beziehen sich auf fünf nachträglich ausgewählte besonders gut ansprechende Personen. Sie beschreiben nicht das mittlere Ergebnis aller Ausgewerteten. Für die fünf subjektiven Schlafmaße eines modifizierten PGI-Fragebogens berichten die Autoren ebenfalls keine signifikanten Verbesserungen; die zugehörigen Testdaten werden im Hauptartikel nicht gezeigt. Originalartikel, subjektive Schlafmaße [1]

Das Ergebnis eröffnet eine präzise Forschungsfrage zur Schlafzusammensetzung. Für einen eigenständigen Terpenbeitrag oder eine Synergie fehlen in diesem Versuch jedoch Einzelkomponentenarme. Den Hintergrund dazu erklärt der Entourage-Effekt.

Warum Wearables und Schlaflabor nicht gleich sind

Eine Messung im gewohnten Schlafzimmer hat einen großen praktischen Vorteil: Sie kann viele Nächte im Alltag erfassen. Handgelenkgeräte nutzen dafür je nach Gerät Bewegung und weitere körperliche Signale, aus denen Algorithmen Schlafmerkmale ableiten. Die Auswertung hängt somit vom eingesetzten Gerät und seiner Validierung ab.

Die deutsche S3-Leitlinie zur Insomnie ordnet beide Verfahren unterschiedlich ein: Die Aktigrafie kann eingesetzt werden, um Ruhe- und Aktivitätszeiten über längere Zeiträume zu erfassen. Die Polysomnografie soll bei begründetem Verdacht auf organische Schlafstörungen verwendet werden. Grundlage der Diagnostik sind Anamnese, körperliche Untersuchung, Schlaftagebücher und Fragebögen. [6]

Die Polysomnografie im Schlaflabor erfasst dagegen unter anderem elektrische Hirnaktivität und weitere physiologische Signale. Sie erlaubt eine andere Zuordnung von Schlafstadien und Wachphasen. Ein auf beiden Wegen gleich benannter Messwert ist deshalb nicht automatisch methodisch gleichwertig. Eine Laboraufnahme beschreibt wiederum nicht von selbst den gesamten Alltag über viele Monate.

Beide Perspektiven können sich ergänzen

Für eine überzeugende Weiterentwicklung wäre besonders hilfreich, wenn ein gerätebasierter Unterschied durch passende Labor- und Alltagsergebnisse gestützt würde. Verändert sich dasselbe Schlafmerkmal in beiden Messverfahren? Erleben die Teilnehmenden zugleich weniger Beschwerden? Und bleibt die Veränderung bestehen?

Eine Meta-Analyse von 2025 zeigt, warum diese Fragen getrennt gestellt werden müssen. Sie fasste sechs randomisierte Studien mit 1.077 Teilnehmenden zusammen und fand für Cannabinoide insgesamt eine bessere selbstberichtete Schlafqualität als unter Placebo. Für reine CBD-Präparate ergab sich dagegen kein signifikanter Unterschied. [3] Eine zweite Übersichtsarbeit desselben Jahres wertete Polysomnografie-Studien aus und fand keine einheitliche Veränderung von Schlafdauer, Einschlafzeit, Wachzeit, Schlafeffizienz oder Schlafstadien. [8]

Diese Verbindung ist ein sinnvoller nächster Schritt der CBD-Forschung. Der Wechsel von einem Wearable-Signal zu einer klinischen Aussage verlangt nachvollziehbare Zwischenschritte. Ein Blick auf die bereits mit Polysomnografie durchgeführten Versuche findest du im Artikel CBN und Schlaf.

Welche Langzeitfragen offenbleiben

Die bisherigen Versuche sind wichtig, weil sie aus allgemeinen Erwartungen konkrete messbare Fragen machen. Ihre Dauer und Größe reichen jedoch noch nicht aus, um eine langfristige Behandlung gewöhnlicher Insomnie durch CBD zu belegen. Auch die Auswahl der am besten geeigneten Patientengruppe ist offen.

Die 2025 aktualisierte S3-Leitlinie zur Insomnie bei Erwachsenen nennt Cannabinoide unter den Optionen, die künftig stärker untersucht werden könnten, weil ihnen derzeit eine solide empirische Basis fehlt. Als erste Behandlungsoption nennt die Leitlinie die kognitive Verhaltenstherapie für Insomnie. [6]

Alltag, Begleitmedikation und Verträglichkeit zusammen betrachten

Für ein medizinisches Ergebnis zählt neben der Nacht der nächste Tag. Eine bessere einzelne Schlafmessung wäre nur ein Teil des Nutzens, wenn Aufmerksamkeit, Wohlbefinden oder Alltag gleichzeitig anders verlaufen. Künftige Versuche sollten diese Ziele von Beginn an verbinden.

Für die Pilotstudie von Narayan und Kollegen liegt dazu eine eigene Auswertung vor. Aufmerksamkeit, exekutive Funktionen, Schlussfolgern, Informationsverarbeitung sowie Arbeits- und episodisches Gedächtnis wurden zu Beginn, nach einer und nach zwei Wochen geprüft und unterschieden sich nicht zwischen CBD und Placebo. Die CBD-Gruppe berichtete häufiger Mundtrockenheit, aber auch mehr Ruhe und Klarheit im Kopf. [9]

CBD ist biologisch aktiv. Die aktuelle Produktinformation des zugelassenen CBD-Arzneimittels beschreibt unter anderem Schläfrigkeit, Leberwerterhöhungen und Wechselwirkungen mit Begleitmedikamenten. Diese Arzneimitteldaten geben keine allgemeine Häufigkeitsangabe für jedes andere Produkt; sie zeigen aber, weshalb medizinische Forschung Verträglichkeit sorgfältig mitprüft. EMA-Produktinformation, Abschnitte 4.4 und 4.5 [4]

Der positive Ausblick liegt in gezielteren Studien: klar charakterisierte Präparate, ausreichend lange Beobachtung, ein vorab begründetes Hauptziel und nachvollziehbar ausgewertete fehlende Daten. So kann sich zeigen, ob einzelne bislang interessante Signale zu einer reproduzierbaren, für Menschen spürbaren Verbesserung führen. Ein solcher Fortschritt wäre präziser und hilfreicher als die allgemeine Behauptung, CBD mache guten Schlaf.

Studienlage auf einen Blick

Die Tabelle fasst die geprüften Arbeiten zu CBD und Schlaf zusammen. Die Zellen nennen den Kernbefund zur jeweiligen Hauptfrage.

CBD und Schlaf: geprüfte Studien und Übersichtsarbeiten (Stand 22.10.2026)
Fragestellung Studientyp Teilnehmende Kernbefund Quelle
Insomnieschwere unter reinem CBD Pilot-RCT, parallel (2024) n = 30 ausgewertet, 2 Wochen ISI ohne Unterschied zu Placebo; Aktigrafie-Schlafeffizienz +6,9 Prozentpunkte. [2]
Kognition am nächsten Tag Pilot-RCT, Zusatzauswertung (2025) n = 30, 2 Wochen Kognitive Leistung unverändert; häufiger Mundtrockenheit unter CBD. [9]
Tiefschlaf- und REM-Anteil unter CBD-Terpen-Kombination RCT, Crossover (2025) 125 randomisiert, 56 ausgewertet, 2 × 4 Wochen +1,3 Prozentpunkte (0,1 bis 2,5); Gesamtschlafzeit unverändert. [1]
Subjektive Schlafqualität unter Cannabinoiden Meta-Analyse (2025) 6 RCTs, n = 1.077 Gesamt besser als Placebo; reine CBD-Präparate ohne signifikanten Unterschied. [3]
Schlafarchitektur in der Polysomnografie Systematischer Review mit Meta-Analyse (2025) 18 Studien, 9 gepoolt Keine einheitliche Veränderung von Dauer, Latenz, Wachzeit, Effizienz oder Stadien. [8]
Stellenwert in der Versorgung S3-Leitlinie (2025) Evidenzbewertung DGSM Cannabinoide ohne solide empirische Basis; künftig stärker zu untersuchen. [6]

Neuere Forschung 2024–2026

Meta-Analyse zur subjektiven Schlafqualität, 2025. Systematische Suche in MEDLINE, Embase und Cochrane; eingeschlossen wurden sechs placebokontrollierte Studien mit 1.077 Erwachsenen mit oder ohne Insomnie. Primärer Endpunkt war die selbstberichtete Schlafqualität. Ergebnis: Vorteil für Cannabinoide insgesamt, getragen von Präparaten mit anderen Cannabinoiden als CBD; reine CBD-Präparate ohne signifikanten Unterschied. Grenze: wenige Studien, sehr hohe Heterogenität, Finanzierung im Abstract nicht angegeben. [3]

Übersichtsarbeit zur Schlafarchitektur, 2025. 18 Studien mit Polysomnografie, davon neun meta-analytisch ausgewertet. Ergebnis: keine einheitliche Veränderung objektiver Schlafparameter; das Absetzen nach aktivem Konsum war dagegen durchgängig mit Schlafstörungen, darunter kürzerer Gesamtschlafzeit, und längerer Einschlafzeit verbunden. Grenze: kleine, methodisch heterogene Studien, überwiegend mit THC-haltigen Präparaten. [8]

Kognition nach nächtlicher CBD-Anwendung, 2025. Zusatzauswertung der Pilotstudie mit 30 Personen über zwei Wochen; Endpunkte waren computergestützte Tests zu Aufmerksamkeit, Gedächtnis und exekutiven Funktionen sowie tägliche Befindlichkeitsskalen. Ergebnis: keine Unterschiede in den kognitiven Tests. Grenze: sehr kleine Stichprobe, kurze Dauer, ein einziges Präparat. [9]

CBD-Terpen-Kombination, 2025. Doppelblinde Crossover-Studie, 56 Ausgewertete, primärer Endpunkt Anteil von Tiefschlaf und REM-Schlaf. Ergebnis: +1,3 Prozentpunkte gegenüber Placebo. Grenze: hohe Ausfallrate, Handgelenkgerät statt Polysomnografie, Finanzierung und Kapitalbeteiligung durch das herstellende Unternehmen. [1]

Sicherheit und Wechselwirkungen in Studien

In den beiden Schlafstudien wurden nur wenige unerwünschte Ereignisse beschrieben. In der Pilotstudie brach eine Person der CBD-Gruppe wegen anhaltender Unruhe ab; alle unerwünschten Ereignisse wurden als leicht und vorübergehend eingestuft; eine weitere Person schied vor der Randomisierung nach einem Ereignis mit Angst und Paranoia aus. [2] In der CBD-Terpen-Studie wurden keine unerwünschten Ereignisse gemeldet. [1] Studien mit 30 bis 56 Ausgewerteten und wenigen Wochen Dauer können seltene Risiken allerdings nicht erfassen.

Breitere Sicherheitsdaten stammen aus den Zulassungsstudien des CBD-Arzneimittels bei Epilepsien im Kindes- und Erwachsenenalter. Die Produktinformation nennt dort Schläfrigkeit bei 23 Prozent, verminderten Appetit bei 21 Prozent und Durchfall bei 20 Prozent der Behandelten. Ein Anstieg des Leberwerts ALT über das Dreifache der oberen Normgrenze trat in den kontrollierten Studien bei 12 Prozent unter CBD und bei weniger als 1 Prozent unter Placebo auf, überwiegend bei gleichzeitiger Gabe von Valproat. [4]

CBD hemmt das Leberenzym CYP2C19 und kann dadurch die Spiegel anderer Arzneimittel erhöhen, etwa die des aktiven Clobazam-Stoffwechselprodukts. Starke Enzyminduktoren wie Rifampicin, Carbamazepin oder Johanniskraut können umgekehrt die CBD-Spiegel senken. Alkohol und andere zentral dämpfende Stoffe können Schläfrigkeit und Sedierung verstärken; Abschnitt 4.7 beschreibt einen großen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit. [4]

Deutscher Bezugsrahmen

Cannabidiol ist in Anlage 1 der Arzneimittelverschreibungsverordnung aufgeführt. Arzneimittel, die diesen Stoff enthalten, sind damit in Deutschland verschreibungspflichtig. [5] Das einzige zentral zugelassene CBD-Fertigarzneimittel ist für bestimmte Epilepsieformen zugelassen, nicht für Schlafstörungen. [4] Wie ein einzelnes Erzeugnis rechtlich einzuordnen ist, beantwortet dieser Beitrag nicht; die Angaben sind Sachinformation zum Stand vom 22.10.2026 und keine Rechtsberatung.

Fachlicher Bezugspunkt für die Versorgung ist die S3-Leitlinie „Insomnie bei Erwachsenen“ der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin, inhaltlich überarbeitet am 13.11.2024 und gültig bis 12.11.2029. Cannabinoide führt sie als Forschungsfeld ohne solide empirische Basis, für Phytopharmaka stützt die Datenlage nach Einschätzung der Leitlinienautoren keine Empfehlung (Empfehlung T9). [6]

Zahlen für Fachleser

  • Narayan 2024: Aktigrafie-Schlafeffizienz nach zwei Wochen, Mittelwertdifferenz (MD) 6,9 Prozentpunkte (95-Prozent-Konfidenzintervall, KI: 1 bis 12,7; Effektstärke d = 0,6); ISI am Ende MD −1,9 (KI −5 bis 1,1; nicht signifikant); WHO-5 beim Screening MD 2,6 (KI 0,2 bis 5). [2]
  • Wang 2025: Tiefschlaf plus REM in Prozent der Gesamtschlafzeit MD 1,3 (Standardfehler 0,60; KI 0,1 bis 2,5; p = 0,03); Gesamtschlafzeit MD −6,9 Minuten (KI −16,0 bis 2,4; nicht signifikant). [1]
  • Wang 2025, Teilgruppe niedriger Ausgangswert (n = 21): Tiefschlaf plus REM MD 3,8 Prozentpunkte (KI 2,0 bis 5,5); Gesamtschlafzeit MD −19,0 Minuten (KI −35,7 bis −2,3). [1]
  • Wang 2025, Teilnehmerfluss: 125 randomisiert, 63 Ausfälle in der Ausgangsphase, 62 Abschlüsse, 6 Ausschlüsse nach Entblindung, 56 ausgewertet (modifizierter Intention-to-treat-/Per-Protocol-Ansatz laut Autoren). [1]
  • da Silva 2025: subjektive Schlafqualität standardisierte Mittelwertdifferenz (SMD) 0,53 (KI 0,03 bis 1,02; I² = 88 Prozent); Insomnie oder schlechter Schlaf SMD 0,60 (KI 0,09 bis 1,11); reine CBD-Präparate SMD 0,13 (KI −0,38 bis 0,65). [3]
  • Epidyolex-Produktinformation (Epilepsie-Studien): Schläfrigkeit 23 Prozent; ALT über dem Dreifachen der oberen Normgrenze 12 Prozent gegenüber weniger als 1 Prozent unter Placebo; Halbwertszeit 56 bis 61 Stunden. [4]

Häufige Fragen

Verbessert CBD in Studien die Insomnie?

In der placebokontrollierten Pilotstudie mit reinem CBD unterschied sich die Insomnieschwere nach zwei Wochen nicht von Placebo. Eine Meta-Analyse von 2025 fand für reine CBD-Präparate ebenfalls keinen signifikanten Unterschied bei der subjektiven Schlafqualität. Einzelne gerätebasierte Messwerte fielen günstiger aus, ihre klinische Bedeutung ist offen. [2] [3]

Was bedeuten die 1,3 Prozentpunkte mehr Tiefschlaf und REM-Schlaf?

Rechnerisch entspricht ein Prozentpunkt bei der in der Studie gemessenen mittleren Gesamtschlafzeit von rund 370 Minuten etwa dreieinhalb bis vier Minuten. Der Unterschied betraf den Anteil an der Gesamtschlafzeit, nicht die Schlafdauer, die unverändert blieb. Gemessen wurde mit einem Handgelenkgerät, dessen Stadienzuordnung die Autoren selbst als möglicherweise ungenau beschreiben. [1]

Warum schliefen auch die Placebogruppen besser?

In der Pilotstudie sank der ISI-Wert unter Placebo von 17,4 auf 9,7 Punkte und damit ähnlich stark wie unter CBD. Erwartung, regelmäßige Studienbesuche, das Führen eines Schlaftagebuchs und die natürliche Schwankung von Beschwerden gelten als mögliche Gründe für solche Verbesserungen; die Pilotstudie trennt diese Anteile nicht. Deshalb zählt in kontrollierten Studien der Unterschied zwischen den Gruppen. [2]

Wer hat die beiden Schlafstudien finanziert?

Die Pilotstudie von Narayan und Kollegen wurde von Cannvalate und einer Stiftung finanziert; das Präparat stellte ein Hersteller bereit. Die CBD-Terpen-Studie finanzierte Defined Research, an dem sechs von acht Autoren Anteile halten. Finanzierung macht ein Ergebnis nicht falsch, ist aber für die Einordnung wichtig. [2] [1]

Ist CBD für Schlafstörungen zugelassen?

Nein. Das zentral zugelassene CBD-Arzneimittel ist nur als Zusatzbehandlung bestimmter Epilepsieformen zugelassen. In Deutschland sind Arzneimittel mit Cannabidiol verschreibungspflichtig. Die S3-Leitlinie zur Insomnie sieht für Cannabinoide derzeit keine solide empirische Basis. Diese Angaben sind Sachinformation und keine Rechtsberatung. [4] [5] [6]

Welche Nebenwirkungen und Wechselwirkungen sind bekannt?

Aus den Epilepsie-Zulassungsstudien sind Schläfrigkeit, verminderter Appetit, Durchfall und Leberwerterhöhungen beschrieben. CBD hemmt das Leberenzym CYP2C19 und kann die Spiegel anderer Arzneimittel verändern; Alkohol kann die Sedierung verstärken. Die Schlafstudien selbst waren zu klein und zu kurz, um seltene Risiken zu erfassen. [4]

Was müsste eine aussagekräftige nächste Studie leisten?

Sie bräuchte ein klar charakterisiertes Präparat, eine vorab festgelegte Hauptzielgröße, die für Betroffene spürbar ist, mehrere Wochen bis Monate Dauer und eine Auswertung aller Randomisierten. Hilfreich wären Polysomnografie und Alltagsmessung zugleich sowie Blutspiegel, damit sich ein fehlender Effekt einordnen lässt. [2] [1]

Weiterlesen im Wissensbereich

Quellen

  1. Wang M, Faust M, Abbott S, Patel V, Chang E, Clark JI, Stella N, Muchowski PJ. Effects of a cannabidiol/terpene formulation on sleep in individuals with insomnia: a double-blind, placebo-controlled, randomized, crossover study. J Clin Sleep Med 2025;21(1):69–80 (online 2024). PMC11701282 doi:10.5664/jcsm.11324 Volltext geprüft
  2. Narayan AJ, Downey LA, Rose S, Di Natale L, Hayley AC. Cannabidiol for moderate–severe insomnia: a randomized controlled pilot trial […]. J Clin Sleep Med 2024;20(5):753–763. PMC11063694 PubMed PMID 38174873 doi:10.5664/jcsm.10998 Volltext geprüft
  3. da Silva GHS, Barbosa EC, de Lima FR, Barroso DC, Paez LEFE, Guimarães FBM, Lança SB, de Faria SBC, Petrucci ABC, Garbacka A, Walsh JH. Effectiveness of cannabinoids on subjective sleep quality in people with and without insomnia or poor sleep: a systematic review and meta-analysis of randomised studies. Sleep Med Rev 2025;84:102156. PubMed PMID 40929927 doi:10.1016/j.smrv.2025.102156 Abstract geprüft
  4. European Medicines Agency. Epidyolex (Cannabidiol): EU-Produktinformation, Anhang I Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels, Abschnitte 4.1, 4.4, 4.5, 4.7, 4.8 und 5.2; letzte Verlängerung der Zulassung 26.07.2024. ema.europa.eu, Epidyolex Produktinformation (PDF) Volltext geprüft
  5. Verordnung über die Verschreibungspflicht von Arzneimitteln (Arzneimittelverschreibungsverordnung, AMVV), Anlage 1 (zu § 1 Nr. 1 und § 5), Eintrag Cannabidiol. gesetze-im-internet.de, AMVV Anlage 1 Volltext geprüft
  6. Spiegelhalder K, Baum E, Becker M et al. für die Deutsche Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM). S3-Leitlinie Insomnie bei Erwachsenen, Update 2025, AWMF-Registernummer 063-003, Version 2.0, Stand 13.11.2024, gültig bis 12.11.2029. Zeitschriftenfassung: Somnologie 2025;29:240–277. register.awmf.org, Leitlinie 063-003 (PDF) doi:10.1007/s11818-025-00530-6 Volltext geprüft
  7. Defined Research. Evaluation of an Oral Cannabidiol (CBD)-Terpene Formulation on Sleep Physiology in Participants With Insomnia. ClinicalTrials.gov NCT05233761, Erstregistrierung 10.02.2022, letzte Aktualisierung 11.09.2025. ClinicalTrials.gov NCT05233761 Volltext geprüft
  8. Velzeboer R, Malas A, Wei S, Berger R, Parmar V, Lai WWK. Cannabis and sleep architecture: a systematic review and meta-analysis. Sleep Med Rev 2025;84:102164. PubMed PMID 40967124 doi:10.1016/j.smrv.2025.102164 Volltext geprüft
  9. Narayan AJ, Hayley AC, Rose S, Di Natale L, Downey LA. The effect of nightly use of […] cannabidiol on daytime neurocognitive performance in primary insomnia: a randomized controlled pilot trial. Psychopharmacology (Berl) 2025;242:297–308. PubMed PMID 39153080 doi:10.1007/s00213-024-06674-x Volltext geprüft

Literatur geprüft am 22.10.2026 · GROWZENTRUM Redaktion · Wissenschaftliche Information, keine medizinische Beratung, keine Produktwerbung.

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