33 % von 12.614 Befragten an zehn US-amerikanischen Krebszentren (Teilgruppe einer Erhebung an zwölf Zentren) gaben in einer 2024 veröffentlichten Erhebung an, seit ihrer Krebsdiagnose Cannabis verwendet zu haben; unter den Verwendenden nannten 65 % die Linderung von Übelkeit als erlebten Nutzen. Solche Selbstauskünfte zeigen einen Bedarf, belegen aber keine Wirkung. Ob ein Präparat zusätzlich zur heutigen Vorbeugung etwas bewirkt, lässt sich nur in kontrollierten Studien prüfen. [1]
Eine Krebsbehandlung soll wirksam sein und möglichst gut durch den Alltag tragen. Deshalb ist die Linderung belastender Begleitbeschwerden ein eigenständiges medizinisches Ziel. Bei chemotherapiebedingter Übelkeit und Erbrechen gibt es für bestimmte Cannabinoidpräparate einen konkreten Forschungsansatz: als Ergänzung, wenn eine leitliniengerechte Vorbeugung noch nicht ausreicht.
Eine 2024 veröffentlichte kontrollierte Studie zeigte für einen definierten oralen THC/CBD-Extrakt einen zusätzlichen Nutzen bei schwer kontrollierbaren Beschwerden. Hier erfährst du, was dieses Ergebnis bedeutet, wie es zur heutigen Begleitbehandlung passt und welche Fragen für eine gute Einordnung wichtig sind. Grimison et al., 2024 [2]
Das Wichtigste für Schnellleser
- Befund (randomisierte kontrollierte Studie, RCT, 2024, n = 144 ausgewertet): Ein oraler THC/CBD-Extrakt zusätzlich zur Standardvorbeugung erhöhte den Anteil mit vollständigem Ansprechen von 8 % auf 24 %, bei mehr Sedierung und Schwindel. [2]
- Leitlinienstand: Die ASCO-Leitlinie von 2024 lässt bei refraktärer Übelkeit eine Ergänzung um Dronabinol, Nabilon oder einen qualitätskontrollierten THC/CBD-Extrakt zu, als schwache Empfehlung bei niedriger bis moderater Evidenz. [3]
- Methodik: Nur 10 % der Studienteilnehmenden erhielten Olanzapin, das MASCC und ESMO seit 2023 als festen Bestandteil der Vorbeugung bei hoch emetogener Chemotherapie empfehlen. [2] [4]
- Befund (Meta-Analyse 2025, 26 RCTs): Cannabinoide schnitten besser ab als Placebo, aber nicht besser als ältere Antiemetika; 23 der Studien stammen aus der Zeit vor 2000. [5]
- Zulassungsstand: In Deutschland ist das synthetische Cannabinoid Nabilon für chemotherapiebedingte Übelkeit und Erbrechen zugelassen, wenn andere Antiemetika nicht ausreichend wirken; die deutsche S3-Leitlinie Komplementärmedizin nennt THC/CBD als Kann-Option. [6] [7]
- Offene Frage: Ob Cannabinoide zusätzlich zu einem heutigen olanzapinhaltigen Vierfachschema nützen, ist in kontrollierten Studien kaum geprüft. [5]
Warum Übelkeit ein wichtiges Behandlungsziel ist
Übelkeit und Erbrechen sind eng verbunden, aber unterschiedliche Beschwerden. Übelkeit ist die subjektiv empfundene unangenehme Empfindung; Erbrechen ist ein beobachtbares Ereignis. Ein Mensch kann starke Übelkeit erleben, ohne zu erbrechen. Eine Studie muss daher beide Aspekte angemessen erfassen.
In der Fachliteratur heißt chemotherapiebedingte Übelkeit und Erbrechen häufig CINV, kurz für Chemotherapy-Induced Nausea and Vomiting. Wie groß das Risiko ist, hängt unter anderem vom verwendeten Therapieschema ab. Leitlinien ordnen die Behandlung deshalb nach ihrem erwarteten Erbrechensrisiko ein und unterscheiden vorbeugende Maßnahmen von der Behandlung bereits aufgetretener Beschwerden. MASCC/ESMO-Leitlinienupdate, 2024 [4]
Gute Symptomkontrolle reicht über den einzelnen Moment hinaus
Die Beschwerden werden im Rahmen der Behandlung über festgelegte Zeiträume erfasst. Ein einzelner beschwerdearmer Augenblick beschreibt den Verlauf nur unvollständig. Für aussagekräftige Forschung braucht es deshalb einheitliche Beobachtungsfenster und eine nachvollziehbare Dokumentation.
Das Ziel ist dabei angenehm konkret: Betroffene sollen möglichst wenig durch die Begleiterscheinungen ihrer Behandlung belastet werden. Eine wirksame Unterstützung kann medizinisch wichtig sein, auch wenn sie keine Aussage über die Wirkung auf den Tumor selbst erlaubt. Diese beiden Ebenen werden im letzten Abschnitt noch genauer eingeordnet.
Leitlinien trennen außerdem akute Beschwerden kurz nach der Gabe von verzögerten Beschwerden in den Folgetagen, weil beide unterschiedlich gut auf die vorbeugenden Medikamente ansprechen. Für Beschwerden, die trotz Vorbeugung durchbrechen, gibt es eigene Empfehlungen. [4]
Was unterstützende Krebsmedizin bedeutet
Unterstützende oder supportive Krebsmedizin befasst sich mit Beschwerden, Nebenwirkungen und Belastungen im Zusammenhang mit der Erkrankung und ihrer Behandlung. Sie begleitet die onkologische Versorgung. Bei der Forschung zu Cannabinoiden ist diese genaue Zielbeschreibung besonders hilfreich: Geht es um Übelkeit, Schmerzen, Appetit oder einen anderen Endpunkt?
Die ASCO-Leitlinie von 2024 beschreibt einen möglichen Nutzen bei therapierefraktärer chemotherapiebedingter Übelkeit und Erbrechen, wenn Cannabinoide zu einer leitliniengerechten Antiemese hinzukommen. Für andere unterstützende Zielgrößen ist die Evidenz wesentlich weniger eindeutig. Eine Aussage über einen dieser Bereiche darf deshalb nicht auf sämtliche Beschwerden ausgedehnt werden. ASCO-Leitlinie, Empfehlungen [3]
Die ASCO-Empfehlung zur refraktären Übelkeit lautet sinngemäß: Erwachsene mit moderat oder hoch emetogener Therapie, die trotz leitliniengerechter Vorbeugung Beschwerden haben, können ihre Antiemese um Dronabinol, Nabilon oder einen qualitätskontrollierten oralen 1:1-THC/CBD-Extrakt ergänzen. Die Leitlinie stuft diese Empfehlung als schwach ein; die Evidenz bewertet sie für Dronabinol und Nabilon als moderat, für den THC/CBD-Extrakt als niedrig. Für andere Beschwerden einschließlich Tumorschmerz hält sie die Evidenz für unzureichend. [3]
Was „refraktär“ hier bedeutet
Refraktär heißt in diesem Zusammenhang, dass die Beschwerden trotz der bereits eingesetzten vorbeugenden Behandlung aufgetreten sind. In der besprochenen Studie hatten die Teilnehmenden in einem früheren Zyklus derselben Chemotherapie entsprechende Probleme. Die Untersuchung fragte, ob eine zusätzliche Studienmedikation die Kontrolle im nächsten untersuchten Zyklus verbessern kann. Originalartikel, Patients [2]
Das ist eine wichtige Eingrenzung. Der Versuch untersuchte nicht den allgemeinen Ersatz etablierter Medikamente und auch nicht eine Vorbeugung für alle Menschen vor ihrer ersten Chemotherapie. Er richtete sich an eine Gruppe mit bereits erkennbarem zusätzlichem Unterstützungsbedarf.
Welche Wirkstofffamilie dahintersteht, erklärt dir unser Beitrag Cannabinoide: Pflanzenstoffe, Signalwege und Studienlage. Im klinischen Kontext kommt zur Stoffklasse immer die konkrete Formulierung hinzu.
Das aktuelle kontrollierte Studienmodell
Die 2024 veröffentlichte Phase-II/III-Studie verglich einen qualitätskontrollierten oralen THC/CBD-Extrakt mit einem passenden Placebo. Beide Gruppen erhielten außerdem ihre übliche leitlinienorientierte Antiemese. Erwachsene mit unzureichend kontrollierter Übelkeit beziehungsweise Erbrechen während einer intravenösen Chemotherapie mit mittlerem oder hohem Erbrechensrisiko konnten teilnehmen. Grimison et al., Originalabstract und Patients [2]
Die Studie wurde an 17 Zentren in Australien durchgeführt; zwischen Dezember 2016 und September 2022 wurden 151 Menschen randomisiert. Geprüft wurden Kapseln mit THC und CBD im Verhältnis 1:1, die an sechs aufeinanderfolgenden Tagen rund um den Chemotherapiebeginn gegeben wurden. Die Hintergrundtherapie bestand bei 97 % aus einem Serotonin-Rezeptorantagonisten mit Kortikosteroid, bei 80 % kam ein Neurokinin-1-Rezeptorantagonist hinzu. Die Studie ist im australisch-neuseeländischen Register unter ACTRN12616001036404 eingetragen. [2]
Warum der Placebovergleich zusätzlich zur Standardbehandlung wichtig ist
Wenn die Beschwerden im nächsten Zyklus nachlassen, können mehrere Ursachen zusammenkommen. Auch ohne den zusätzlichen Wirkstoff verändern sich Verläufe, Erwartungen und andere Einflussgrößen. Die Vergleichsgruppe hilft, den darüber hinausgehenden Beitrag der geprüften Kombination zu bestimmen.
Das Studiendesign schützt zugleich die Aussage zur bestehenden Versorgung: Standardmedikamente wurden nicht pauschal weggelassen, um den Zusatznutzen größer erscheinen zu lassen. Die Forschungsfrage war ausdrücklich eine Ergänzung zu dieser Grundlage.
Welche Daten in die Veröffentlichung eingingen
Auswertbar waren 147 der ursprünglich geplanten 250 Teilnehmenden. Die Rekrutierung wurde wegen zu langsamer Aufnahme vor der Ergebnisanalyse beendet. Die Publikation berichtet eine vorab geplante gemeinsame Auswertung der ersten Phase-II-Komponente und der späteren Phase-III-Komponente. Frühere Teilveröffentlichung und Gesamtauswertung sind deshalb keine vollständig unabhängigen Bestätigungsstudien. Originalartikel, Discussion [2]
Von den 151 Randomisierten erhielten vier die zugeteilte Behandlung nicht, für drei weitere fehlten Wirksamkeitsdaten. Zwischen Phase-II- und Phase-III-Komponente fanden die Autorinnen und Autoren keine Hinweise auf unterschiedliche Ergebnisse. Auch wenn fehlende Daten konservativ als Therapieversagen gewertet wurden, blieb die Schlussfolgerung unverändert. [2]
Das kontrollierte Design trägt eine belastbare Aussage für die untersuchte Frage. Die geringere Teilnehmerzahl und der genaue Behandlungsrahmen bleiben für die Reichweite des Ergebnisses relevant. Wie Randomisierung, Verblindung und Auswertung zusammenwirken, erklärt der Beitrag Medizinische Studien verstehen.
Was ergänzender Nutzen hier konkret heißt
Der primäre Endpunkt war ein vollständiges Ansprechen in den ersten 120 Stunden nach Beginn des untersuchten Chemotherapiezyklus. Gemeint war: kein Erbrechen oder Würgen und keine zusätzliche Reservemedikation gegen diese Beschwerden. Dieses Kriterium erreichten 24% in der THC/CBD-Gruppe und 8% unter Placebo. Die absolute Differenz betrug 16 Prozentpunkte; das 95%-Konfidenzintervall reichte von 4 bis 28 Prozentpunkten. Grimison et al., Results [2]
Relativ betrachtet war vollständiges Ansprechen unter der Kombination etwa dreimal so häufig (relatives Risiko 3,0). Keine Reservemedikation benötigten 28 % gegenüber 9 %. Nach Bereinigung um bekannte Einflussgrößen war das Geschlecht der einzige Faktor, der unabhängig mit dem Ansprechen zusammenhing; Männer sprachen häufiger an als Frauen. [2]
Wie du die Zahlen lesen kannst
Die Differenz beschreibt die zusätzliche Verbesserung des festgelegten Ergebnisses zwischen zwei Gruppen. Sie ist keine persönliche Erfolgswahrscheinlichkeit. Für das Verständnis ist die absolute Veränderung besonders hilfreich: Sie zeigt, wie weit die Gruppenraten auseinanderlagen, ohne den Vorteil allein durch eine große relative Zahl auszudrücken.
Das Konfidenzintervall macht sichtbar, dass die genaue Größe des Vorteils unsicher bleibt. Der Versuch liefert ein positives Signal für die definierte Ergänzung, während weitere Studien seine Größe unter anderen Bedingungen genauer bestimmen können.
Vollständiges Ansprechen bedeutet hier nicht vollständige Übelkeitsfreiheit
Der Begriff klingt umfassender, als seine konkrete Definition ist. Übelkeit war im genannten primären Kriterium nicht als vollständige Beschwerdefreiheit enthalten. Die Studie untersuchte daneben eigene Maße zur Übelkeit und zur alltagsbezogenen Belastung. Solche zusätzlichen Ergebnisse ergänzen den Hauptbefund, ohne dessen Definition zu verändern. Originalartikel, Endpunkte und Results [2]
Keine nennenswerte Übelkeit hatten 20 % gegenüber 7 %, vollständiges Ansprechen und zugleich keine nennenswerte Übelkeit 10 % gegenüber 3 %, dieser Unterschied war statistisch nicht gesichert. Auch beim reinen Ausbleiben von Erbrechen und Würgen (70 % gegenüber 58 %) war der Unterschied nicht gesichert. Die durchschnittliche Übelkeitsstärke lag bei 2,8 gegenüber 4,3 Punkten. In einem Fragebogen zur alltagsbezogenen Belastung durch Übelkeit schnitt die Kombination besser ab, beim Gesamtwert der allgemeinen Lebensqualität zeigte sich kein Unterschied. [2]
Diese Genauigkeit schützt den positiven Befund vor einer überzogenen Übersetzung. Ein klar definierter zusätzlicher Nutzen ist für die medizinische Diskussion hilfreicher als eine pauschale Aussage, sämtliche Beschwerden seien verschwunden.
Verträglichkeit zählt zum Gesamtergebnis
Sedierung, Schwindel und vorübergehende Angst traten unter der geprüften Kombination häufiger auf. Es wurden in diesem Versuch keine schweren unerwünschten Ereignisse dem THC/CBD-Präparat zugeschrieben. Daraus folgt keine allgemeine Unbedenklichkeit; die Auswahl der Teilnehmenden und die Studiengröße begrenzen diese Aussage. Die individuelle Begleitmedikation und mögliche Wechselwirkungen gehören deshalb zur onkologischen Nutzen-Risiko-Prüfung. Originalabstract und Discussion [2]
Im Detail berichteten 56 % unter der Kombination und 24 % unter Placebo über Sedierung, mittelschwer oder schwer bei 18 % gegenüber 7 %. Schwindel gaben 42 % gegenüber 14 % an. Zwei Personen beendeten die Studie nach der ersten Gabe wegen vorübergehender Angst. Schwerwiegende unerwünschte Ereignisse traten bei 5 % gegenüber 8 % auf; der einzige Todesfall in der Studie ereignete sich in der Placebogruppe und hing mit einer Infektion bei niedriger Zahl weißer Blutkörperchen zusammen. [2]
Heutige Standardbehandlung als Vergleich
Die moderne Antiemese kombiniert je nach Erbrechensrisiko unterschiedliche Wirkstoffklassen. Das 2023 erarbeitete und 2024 veröffentlichte MASCC/ESMO-Update beschreibt für wichtige hoch emetogene Behandlungssituationen ein Vierfachschema aus einem Serotonin-Rezeptorantagonisten, einem Neurokinin-1-Rezeptorantagonisten, Dexamethason und Olanzapin. Das ist eine Beschreibung der Leitlinie und keine persönliche Behandlungsvorgabe. MASCC/ESMO, Empfehlungen zur hoch emetogenen Chemotherapie [4]
Für Beschwerden, die trotz Vorbeugung durchbrechen, nennt das Update Olanzapin, sofern es nicht schon vorbeugend eingesetzt wurde. Eine eigene Empfehlung zu Cannabinoiden enthält der Empfehlungsteil nicht. Die Leitlinie wurde ohne externe Finanzierung erstellt; Tagungs- und Produktionskosten trugen MASCC und ESMO. [4]
Weshalb die Begleitbehandlung den Zusatznutzen beeinflusst
Ein Zusatzpräparat wird immer vor dem Hintergrund der bereits verwendeten Behandlung geprüft. Ist diese Grundlage wirksamer oder anders zusammengesetzt, kann auch der noch erreichbare zusätzliche Nutzen anders ausfallen. Für die Übertragbarkeit einer Studie ist deshalb wichtig, welche Medikamente die Kontrollgruppe tatsächlich erhielt.
In der THC/CBD-Studie bekamen lediglich 10% der Teilnehmenden Olanzapin. Der zusätzliche Nutzen bei einer breiten Anwendung eines heutigen Olanzapin-haltigen Vierfachschemas lässt sich aus diesem Versuch daher nicht gleich genau bestimmen. Das positive Ergebnis bleibt relevant, beantwortet diese weitergehende Frage aber noch nicht vollständig. Grimison et al., Discussion [2]
Eine Meta-Analyse von 2025 mit 26 randomisierten Studien zeigt, wie alt die übrige Evidenz ist: 23 der Studien erschienen vor dem Jahr 2000. Gegenüber Placebo war die Gesamtkontrolle der Beschwerden unter Cannabinoiden besser, gegenüber damals üblichen Antiemetika wie Prochlorperazin oder Metoclopramid fand sich bei keinem Endpunkt ein Unterschied. Eine systematische Übersicht mit 32 Studien und 1.889 Patientinnen und Patienten kam 2025 zu einem ähnlichen Bild: Nur eine einzige Studie verglich Cannabinoide auf dem Boden einer leitliniengerechten Antiemese. [5] [8]
Leitlinie und neue Studie zeitlich richtig zusammenlesen
Die ASCO-Cannabinoidleitlinie erschien 2024, ihr systematischer Suchschluss lag jedoch bereits im Januar 2023. Die spätere Gesamtauswertung von Grimison und Kollegen ist deshalb eine Ergänzung des Forschungsbildes. Aus der Kombination beider Quellen entsteht eine aktuelle Einordnung, ohne eine neue vollständige Leitlinienbewertung vorzutäuschen. ASCO, Methods [3]
Die in der ASCO-Leitlinie bewertete Phase-II-Komponente derselben Studie hatte ein vollständiges Ansprechen bei 25 % gegenüber 14 % berichtet; 83 % der Teilnehmenden zogen im Crossover die THC/CBD-Phase vor. Die Gesamtauswertung wurde am 16. August 2024 online veröffentlicht, gut anderthalb Jahre nach dem Suchschluss der Leitlinie. [3] [2]
Auch das geprüfte Präparat bleibt wichtig. Die Daten beziehen sich auf eine definierte orale THC/CBD-Formulierung. Sie belegen keine Gleichwertigkeit anderer Extrakte, CBD allein oder inhalierter Produkte. Welche Rolle THC und CBD jeweils spielen, erfährst du im Beitrag THC und CBD verständlich unterscheiden.
Symptomkontrolle und Tumorbehandlung auseinanderhalten
Die gute Nachricht dieser Forschung ist konkret: Eine klar beschriebene Cannabinoidkombination kann bei einer ausgewählten Gruppe die Kontrolle schwer behandelbarer chemotherapiebedingter Beschwerden ergänzen. Das ist ein eigenständiger medizinischer Nutzen und verdient eine sachliche, positive Darstellung.
Eine Wirkung gegen Übelkeit ist zugleich kein Nachweis dafür, dass der Tumor verkleinert oder die Krebserkrankung geheilt wird. Die ASCO-Leitlinie sieht keine Grundlage für einen Einsatz als krebsgerichtete Behandlung außerhalb klinischer Studien. Präklinische Befunde zu Tumorzellen beantworten eine andere Frage als ein kontrollierter Nachweis bei Menschen. ASCO-Leitlinie; NCI-Evidenzübersicht [3] [1]
Die ASCO-Leitlinie rät ausdrücklich davon ab, Cannabinoide anstelle einer krebsgerichteten Behandlung einzusetzen, und zur Ergänzung einer solchen Behandlung nur im Rahmen klinischer Studien. Für Menschen unter Immuntherapie mahnt sie zur Vorsicht, weil eine Beobachtungsstudie mit 102 Personen bei gleichzeitiger Cannabisverwendung kürzere Zeiten bis zum Fortschreiten der Erkrankung fand; ob hier ein ursächlicher Zusammenhang besteht, kann eine Beobachtungsstudie nicht klären. [3]
Was die nächste Forschung verbessern kann
Besonders hilfreich wären weitere kontrollierte Vergleiche auf einer zeitgemäßen antiemetischen Grundlage, eine längere Beobachtung über mehrere Zyklen sowie die getrennte Erfassung von Übelkeit, Erbrechen, Reservemedikation und Lebensqualität. Auch die Frage, wer besonders gut profitiert und wer die Behandlung gut verträgt, bleibt klinisch wichtig.
Der aktuelle Versuch erhielt öffentliche Förderung; der Hersteller stellte die Studienmedikation bereit beziehungsweise finanzierte deren Bereitstellung. Transparente Finanzierungsangaben und unabhängige Wiederholungen helfen, die Aussage weiter abzusichern. Grimison et al., Support [2]
So entwickelt sich ein nachvollziehbarer Platz für pflanzliche Wirkstoffe in der Medizin: durch genau benannte Ziele, passende Präparate und kontrollierte Forschung. Für die begleitende Krebsmedizin steht dabei die bestmögliche Unterstützung des Menschen im Mittelpunkt.
Studienlage auf einen Blick
Die Übersicht stellt die kontrollierte Studie von 2024 neben Leitlinien und Übersichtsarbeiten. Werte aus unterschiedlichen Designs und Endpunkten sind nur innerhalb einer Zeile vergleichbar.
| Fragestellung | Studientyp | Teilnehmende | Kernbefund | Quelle |
|---|---|---|---|---|
| THC/CBD-Extrakt zusätzlich zur Standardvorbeugung bei refraktären Beschwerden | RCT Phase II/III, erster Zyklus | n = 151 randomisiert, 144 ausgewertet | Vollständiges Ansprechen 24 % gegenüber 8 %; Differenz 16 Prozentpunkte (4 bis 28) | [2] |
| Cannabinoide bei Erwachsenen mit Krebs, alle Endpunkte | Leitlinie auf Basis systematischer Suche | 13 Übersichten, 5 Primärstudien | Schwache Empfehlung als Ergänzung bei refraktären Beschwerden; Evidenz für THC/CBD-Extrakt niedrig | [3] |
| Vorbeugung bei Chemo- und Strahlentherapie | Internationale Leitlinie | Literatur 06/2015 bis 01/2023 | Vierfachschema mit Olanzapin bei hoch emetogener Therapie; Olanzapin bei Durchbruchbeschwerden | [4] |
| Cannabinoide zur Vorbeugung, alle Vergleiche | Meta-Analyse von RCTs | 26 Studien mit je 8 bis 147 Teilnehmenden | Gegenüber Placebo relatives Risiko 2,65; gegenüber älteren Antiemetika kein Unterschied | [5] |
| Cannabinoide gegenüber heutiger Antiemese | Systematische Übersicht | 32 Studien, n = 1.889 | Nur eine Studie mit leitliniengerechter Basistherapie; Evidenz für eine Empfehlung unzureichend | [8] |
| Cannabinoide bei krebsbedingten Symptomen | Meta-Analyse, RCTs und Beobachtungsstudien | 98 Arbeiten | Übelkeit und Erbrechen: Tendenz, nicht gesichert (OR 2,18; 0,79 bis 6,00); mehr psychiatrische Nebenwirkungen | [9] |
| Ärztlich verordnete Cannabinoide, Übelkeit verschiedener Ursachen | Übersichtsarbeit auf Basis von Meta-Analysen | Angabe fehlt | Kleine, gesicherte Verringerung von Übelkeit und Erbrechen (standardisierte Mittelwertdifferenz, SMD: −0,29) | [10] |
| Komplementärmedizin in der Onkologie, deutscher Rahmen | S3-Leitlinie | Grundlage: 1 RCT, 1 Meta-Analyse | THC/CBD kann bei unzureichender leitliniengerechter Antiemese erwogen werden (Empfehlungsgrad 0) | [7] |
Neuere Forschung 2024–2026
Nach der Studie von 2024 erschienen mehrere Übersichtsarbeiten, die neue Primärdaten kaum ergänzen, die vorhandene Evidenz aber neu ordnen.
Die Meta-Analyse in Supportive Care in Cancer (2025, Suche bis März 2024) wertete 26 randomisierte Studien aus, 18 davon im Crossover-Design. Gegenüber Placebo war die Gesamtkontrolle der Beschwerden unter Cannabinoiden besser (relatives Risiko 2,65), vollständiges Ansprechen ebenfalls (2,51). Beim Endpunkt „keine Übelkeit“ fand sich gegenüber Placebo kein gesicherter Unterschied. Die Autorinnen und Autoren sprechen von spärlicher Evidenz in der Zeit der Drei- und Vierfachprophylaxe. [5]
Die systematische Übersicht einer deutschen Arbeitsgruppe im Journal of Cancer Survivorship (2025, Suche Juni 2024) betrachtete nur oral gegebene, definierte und zugelassene Präparate. Von 22 Studien gegen veraltete Antiemetika fanden 12 einen Vorteil, von neun placebokontrollierten Studien acht. Wegen der einzigen Studie mit moderner Basistherapie und der Nebenwirkungen halten die Autorinnen die Evidenz für eine Empfehlung für unzureichend. [8]
Eine Meta-Analyse in Current Oncology Reports (2025) fasste 98 Arbeiten zu krebsbedingten Symptomen zusammen, darunter Vorher-nachher-Vergleiche. Für Übelkeit und Erbrechen zeigte sich nur eine Tendenz, für Schmerz und Angst gesicherte Verbesserungen gegenüber dem Ausgangswert. Eine Übersicht im JAMA (2026) beschreibt für ärztlich verordnete Cannabinoide über verschiedene Ursachen von Übelkeit hinweg eine kleine, aber statistisch gesicherte Verringerung. [9] [10]
Sicherheit und Wechselwirkungen in Studien
In der Studie von 2024 betraf mindestens ein Ereignis von besonderem Interesse 74 % unter der Kombination und 38 % unter Placebo, mittelschwer oder schwer 25 % gegenüber 8 %. Von Ärztinnen und Ärzten eingestufte Ereignisse der Schweregrade 3 oder 4 traten bei 19 % gegenüber 12 % auf. Halluzinationen (je 1 %) und Herzklopfen (je 7 %) traten in beiden Gruppen gleich häufig auf. [2]
Die Meta-Analyse von 2025 zu krebsbedingten Symptomen fand für THC-betonte Präparate ein deutlich erhöhtes Risiko psychiatrischer Nebenwirkungen (Odds Ratio, OR, ein Chancenverhältnis: 10,62 bei sehr breitem Konfidenzintervall) und ein erhöhtes Risiko neurologischer Nebenwirkungen (2,24). Die Autorinnen und Autoren betonen die Bedeutung einer sorgfältigen Patientenauswahl. [9]
Die deutsche Fachinformation zu Nabilon nennt als häufige Nebenwirkungen unter anderem Schläfrigkeit, Gangunsicherheit, Konzentrationsstörungen, Kopfschmerzen, Stimmungsveränderungen, Sehstörungen, Drehschwindel, niedrigen Blutdruck und Mundtrockenheit. Für Menschen mit psychischen Erkrankungen enthält Abschnitt 4.4 einen Warnhinweis; bei Herzerkrankungen und Bluthochdruck wird Vorsicht genannt. Beschrieben ist eine verstärkte dämpfende Wirkung zusammen mit Alkohol, Benzodiazepinen und Opioiden; psychische Nebenwirkungen können noch 48 bis 72 Stunden nach Therapieende bestehen. [6]
Deutscher Bezugsrahmen
In Deutschland ist Nabilon (Canemes) zur Behandlung von chemotherapiebedingter Übelkeit und Erbrechen bei Krebspatientinnen und -patienten zugelassen, die auf andere antiemetische Behandlungen nicht ausreichend ansprechen. Zulassungsinhaber ist AOP Orphan Pharmaceuticals (Zulassungsnummer 90890.00.00); die Fachinformation in der Fassung von September 2021 führt das Arzneimittel als verschreibungspflichtiges Betäubungsmittel. Der in der australischen Studie geprüfte orale THC/CBD-Extrakt ist kein in den hier ausgewerteten deutschen Quellen genanntes Fertigarzneimittel. [6]
Die S3-Leitlinie „Komplementärmedizin in der Behandlung von onkologischen PatientInnen“ (AWMF 032-055OL, Version 2.0, Überarbeitung Mai 2024) formuliert in Empfehlung 7.80: „THC/CBD kann bei Patienten mit nicht ausreichender Wirksamkeit der leitliniengerechten Antiemese in der Therapie von chemotherapie-induzierter Übelkeit/ Erbrechen erwogen werden.“ Das ist eine offene Empfehlung (Empfehlungsgrad 0) auf Grundlage einer aktuellen Studie und einer Meta-Analyse mit fünf Studien, von denen vier vor 1995 erschienen. [7]
Konsumcannabisgesetz (KCanG) und Medizinal-Cannabisgesetz (MedCanG) regeln andere Sachverhalte als die Zulassung eines Fertigarzneimittels; für Nabilon ist der in der Fachinformation genannte Status maßgeblich. Leitlinien richten sich an Fachpersonen und ersetzen keine ärztliche Entscheidung im Einzelfall. Dieser Abschnitt ist eine Sachinformation und keine Rechtsberatung.
Zahlen für Fachleser
- Grimison 2024, vollständiges Ansprechen 0–120 h: 17/70 (24 %) vs. 6/74 (8 %); Differenz 16 Prozentpunkte (95-%-Konfidenzintervall, KI, 4–28); relatives Risiko (RR) 3,0 (1–7); p = 0,01 [2]
- Grimison 2024: keine Reservemedikation 28 % vs. 9 % (Differenz 19; 6–31); keine nennenswerte Übelkeit 20 % vs. 7 % (13; 2–24); mittlere Übelkeit −1,5 Punkte (−2,2 bis −0,9) [2]
- Grimison 2024, Heterogenität der Studienphasen: RR 3,33 (0,99–11,19) und 2,63 (0,74–9,32); I² = 0 % (Maß für die Uneinheitlichkeit der Ergebnisse) [2]
- Grimison 2024, Sicherheit: mittelschwere/schwere Sedierung 18 % vs. 7 %; mittelschwerer oder schwerer Schwindel 10 % vs. 0 % (Differenz 10; 3–17); schwerwiegende unerwünschte Ereignisse (UE) 5 % vs. 8 % [2]
- ASCO 2024, Phase-II-Komponente: vollständiges Ansprechen 25 % vs. 14 %; RR 1,77 (90 % KI 1,12–2,79) [3]
- Chow 2025, gegen Placebo: Gesamtkontrolle RR 2,65 (95 % KI 1,70–4,12; 8 Studien; I² = 0 %); vollständiges Ansprechen RR 2,51 (1,55–4,05; 5 Studien); gegen Prochlorperazin RR 1,52 (0,79–2,90; 11 Studien) [5]
- Creangă-Murariu 2025: vollständiges Ansprechen bei chemotherapiebedingter Übelkeit und Erbrechen OR 2,18 (0,79–6,00); psychiatrische UE (THC-betont) OR 10,62 (1,35–83,57); neurologische UE (THC-betont) OR 2,24 (1,15–4,35) [9]
- Hsu 2026: verordnete Cannabinoide gegen Übelkeit und Erbrechen, SMD −0,29 (95 % KI −0,39 bis −0,18) [10]
Häufige Fragen
Was zeigte die australische Studie von 2024?
Die Studie prüfte bei 147 Erwachsenen, die trotz leitliniengerechter Vorbeugung unter Übelkeit oder Erbrechen gelitten hatten, einen oralen THC/CBD-Extrakt gegen Placebo, jeweils zusätzlich zur Standardtherapie. Vollständiges Ansprechen im ersten Studienzyklus erreichten 24 % gegenüber 8 %. Sedierung und Schwindel waren häufiger, schwerwiegende Ereignisse nicht. Die Studie endete vorzeitig mit weniger Teilnehmenden als geplant.
Bedeutet vollständiges Ansprechen, dass keine Übelkeit mehr auftrat?
Nein. Vollständiges Ansprechen hieß in der Studie: kein Erbrechen, kein Würgen und keine Reservemedikation in den ersten 120 Stunden. Übelkeit war nicht Teil dieser Definition. Keine nennenswerte Übelkeit hatten 20 % unter der Kombination gegenüber 7 % unter Placebo. Vollständiges Ansprechen und zugleich keine nennenswerte Übelkeit erreichten nur 10 % gegenüber 3 %, ohne gesicherten Unterschied.
Warum spielt Olanzapin für die Einordnung eine Rolle?
MASCC und ESMO empfehlen seit 2023 für hoch emetogene Chemotherapie ein Vierfachschema mit Olanzapin. In der Studie von 2024 erhielten nur 10 % der Teilnehmenden Olanzapin. Wie groß der zusätzliche Nutzen eines Cannabinoids auf einer olanzapinhaltigen Basis wäre, lässt sich daraus nicht ableiten. Die Meta-Analyse von 2025 nennt genau diese Studien als Forschungslücke.
Welche Nebenwirkungen wurden beobachtet?
In der Studie von 2024 berichteten 56 % unter der Kombination über Sedierung, gegenüber 24 % unter Placebo; mittelschwer oder schwer war sie bei 18 % gegenüber 7 %. Schwindel trat bei 42 % gegenüber 14 % auf, zwei Personen brachen wegen vorübergehender Angst ab. Eine Meta-Analyse von 2025 fand für THC-betonte Präparate häufiger psychiatrische und neurologische Nebenwirkungen.
Welches Cannabinoid ist in Deutschland für diese Beschwerden zugelassen?
Zugelassen ist das synthetische Cannabinoid Nabilon (Canemes) für chemotherapiebedingte Übelkeit und Erbrechen bei Krebspatientinnen und -patienten, die auf andere antiemetische Behandlungen nicht ausreichend ansprechen. Die Fachinformation führt es als verschreibungspflichtiges Betäubungsmittel. Der in Australien geprüfte orale THC/CBD-Extrakt ist kein in Deutschland zugelassenes Fertigarzneimittel im Sinne der hier ausgewerteten Quellen.
Wie bewerten Leitlinien Cannabinoide gegen Übelkeit?
Die ASCO-Leitlinie von 2024 hält eine Ergänzung um Dronabinol, Nabilon oder einen qualitätskontrollierten THC/CBD-Extrakt bei refraktären Beschwerden für möglich, als schwache Empfehlung. Die deutsche S3-Leitlinie Komplementärmedizin formuliert eine offene Kann-Empfehlung für THC/CBD. Das MASCC/ESMO-Update von 2023 nennt für Durchbruchbeschwerden Olanzapin und enthält im Empfehlungsteil keine Aussage zu Cannabinoiden.
Wirken Cannabinoide gegen den Tumor selbst?
Dafür gibt es keinen Nachweis aus kontrollierten Studien am Menschen. Die ASCO-Leitlinie rät davon ab, Cannabinoide anstelle einer krebsgerichteten Behandlung einzusetzen, und zur Ergänzung einer solchen Behandlung nur in klinischen Studien. Laborbefunde an Tumorzellen beantworten eine andere Frage. Für Menschen unter Immuntherapie mahnt die Leitlinie wegen Beobachtungsdaten zur Vorsicht.
Weiterlesen im Wissensbereich
- Appetit und Kachexie: Was Cannabinoidstudien tatsächlich messen – behandelt eine weitere supportive Zielgröße, für die die Evidenz deutlich schwächer ist.
- Dronabinol: Ein Cannabinoid als Arzneistoff – erklärt das Cannabinoid, das in den älteren Antiemese-Studien am häufigsten geprüft wurde.
- Standardisierte Präparate: Warum Qualität für medizinische Forschung zählt – zeigt, warum der Befund an einen qualitätskontrollierten Extrakt gebunden ist.
- Studien, Erwartungen und Finanzierung: Forschung fair beurteilen – hilft, Placeboeffekte, vorzeitige Studienabbrüche und Herstellerbeteiligung einzuordnen.
- Pharmakokinetik und Pharmakodynamik: Wie Wirkungen entstehen – erläutert, warum oral gegebene Cannabinoide unterschiedlich lange und unvorhersehbar wirken können.
- Glossar Forschung und Medizin A–Z – erklärt die Fachbegriffe dieses Beitrags, darunter „Emetogenität“, „Sekundärprophylaxe“ und „Neurokinin-1-Rezeptorantagonist“, jeweils mit Quelle und Querverweisen.
Quellen
- PDQ Integrative, Alternative, and Complementary Therapies Editorial Board. Cannabis and Cannabinoids (PDQ) – Health Professional Version. Bethesda, MD: National Cancer Institute; aktualisiert 13.05.2025. PMID 26389198. NCI: Cannabis and Cannabinoids (PDQ) – Health Professional Version Volltext geprüft
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Literatur geprüft am 22.10.2026 · GROWZENTRUM Redaktion · Wissenschaftliche Information, keine medizinische Beratung, keine Produktwerbung.



