Flüssigdünger mit Spritze und Messzylinder dosieren – Dosierung in Milliliter pro Liter

Die metrische Blended-Tabelle setzt in Veg-Woche 1 je 2,9 mL/L Grow A und Grow B an, also 29 mL je Teil auf 10 L; der zugehörige Ziel-EC liegt laut Herstellerangabe bei 2,1 (EC = elektrische Leitfähigkeit der Lösung in mS/cm, ein Summenmaß für gelöste Salze). Wer die 2,9 mL/L als Gesamtmenge beider Flaschen liest oder A und B unverdünnt zusammengibt, erhält eine zu schwache Lösung beziehungsweise riskiert Ausfällungen, bevor die erste Pflanze gegossen ist.

Hier findest du die Dosierung der Athena Blended Line in mL/L, einen metrischen Wochenplan vom Steckling bis Blütewoche 9, die Ziel-EC-Werte je Woche und einen nachvollziehbaren Ablauf für Coco, Steinwolle und torfbasierte Substrate. Alle Dosierungen und EC-Ziele in diesem Artikel sind Herstellerangaben aus Athena-Tabellen oder Händlerwiedergaben davon, keine unabhängig geprüften Optimalwerte. Wo Tabellen voneinander abweichen oder Produktangaben keine exakte Rezeptur hergeben, ist die sichere Arbeitsweise: Produktetikett und passende aktuelle Blended-Tabelle abgleichen, danach messen.

Das Wichtigste für Schnellleser

  • Erst B, dann A, immer einzeln ins Wasser. Grow B vor Grow A, Bloom B vor Bloom A, jede Flasche vollständig einrühren; in Veg-Woche 1–4 sind das je 2,9 mL/L pro Teil (Herstellerangabe).
  • Der Wochenplan ist eine Baseline. Die Chart-EC steigt von 2,1 in der Wachstumsphase auf 2,6 in Blütewoche 4 und fällt bis 1,5 in Woche 8–9; kontrolliere EC und pH deiner fertigen Lösung statt den Sollwert zu unterstellen.
  • Die Veg-Tabelle hat einen dokumentierten Unterschied. Eine Chart-Zusammenfassung zeigt in Veg-Woche 1–4 nur Grow A/B, das Homegrow-Handbuch zusätzlich je 1,3 mL/L Bloom A/B in Woche 3 und je 2,6 mL/L in Woche 4.
  • CaMg ist kein Pflichtzusatz. Die Chart führt 0,8–1,3 mL/L, ein Händleretikett 0,5–1,0 mL/L nach Bedarf; die Basen liefern bereits Calcium und Magnesium, Wasserquelle und End-EC entscheiden.
  • EC und mL/L beantworten verschiedene Fragen. mL/L ist die zugegebene Produktmenge; EC ist die Leitfähigkeit der fertigen Lösung und steigt mit Ausgangswasser und jedem Zusatz, auch bei identischen 2,9 mL/L.
  • Pre-soak-Werte sind keine Wochenziele. Coco wird laut Tabelle mit pH 5,5–5,8 und EC 3,5–4,0 vorbehandelt, Steinwolle mit pH 5,0–5,5 und EC 2,5–3,0; danach gilt der Wochenwert der Phase.

Inhaltsverzeichnis

  1. Aufbau der Blended Line: Grow A/B, Bloom A/B – Analysen und Zwei-Flaschen-System
  2. Wochenplan in mL/L vom Steckling bis zum Blüteabschnitt mit Ziel-EC
  3. Zusätze im Plan: Balance, CaMg, Cleanse, Stack und Fade
  4. Mischreihenfolge Schritt für Schritt und warum sie zählt
  5. Anpassung an Coco, Steinwolle und Torf/Erde
  6. pH-Ziele und pH-Drift der fertigen Lösung
  7. Runoff-Messung und EC-Korrektur
  8. Haltbarkeit, Lagerung, Schütteln und Ausfällungen
  9. Kosten pro Liter und Rechenweg für einen Zyklus
  10. Fehlerbilder: Überdüngung, CaMg, pH-Kipp und Mischfehler
  11. Häufige Fragen
  12. Weiterlesen im Grow-Handbuch
  13. Quellen
  14. Von der Frage zur Auswahl

Aufbau der Blended Line: Grow A/B, Bloom A/B – Analysen und Zwei-Flaschen-System

Die Blended Line ist ein mineralisches Flüssigdüngersystem mit zwei Basisteilen für Wachstum und zwei für Blüte, also ein klassisches A/B-System, bei dem calciumhaltige und phosphat- beziehungsweise sulfathaltige Salze in getrennten Flaschen geliefert werden. Grow A und Grow B bilden die Wachstumsbasis; Bloom A und Bloom B bilden die Blütebasis. Athena beschreibt eine vereinfachte Drei-Komponenten-Logik für die vegetative Phase und eine Vier-Komponenten-Logik für die Blüte, veröffentlicht auf der Produktübersicht aber keine vollständigen Wochenraten. Dafür dienen die passende metrische Tabelle und das Produktetikett als Arbeitsgrundlage.

Berichtete NPK-Werte richtig einordnen

Sekundärquellen nennen für Grow A NPK 4-0-1 und für Bloom A 4-0-5 sowie Bloom B 0,7-6-5. Bei Grow B gibt es einen Quellenunterschied: Eine Quelle nennt 1-3-5, eine Händlerseite 0,7-6-5. Diese Angaben sind berichtete NPK-Werte und keine vollständigen garantierten Analysen. Sie reichen nicht aus, um die gesamte Elementversorgung, die Konzentration einzelner Ionen oder den EC des fertigen Ansatzes zu berechnen.

Die Trennung in A und B ist eine Handhabungsregel mit chemischem Hintergrund. Bei konzentrierten Mehrkomponentenlösungen können bestimmte Ionen lokal schwerlösliche Verbindungen bilden, weil das Produkt ihrer Konzentrationen die Löslichkeitsgrenze überschreitet; in der fertig verdünnten Lösung liegen dieselben Ionen weit unterhalb dieser Grenze. Calcium mit Phosphat oder Sulfat ist ein allgemeines Beispiel für mögliche Fällungsreaktionen; die bereitgestellten Produktinformationen legen jedoch nicht verlässlich offen, welche konkreten Bestandteile in welcher Athena-Flasche enthalten sind. Deshalb keine eigene Rezepturverteilung aus NPK-Zahlen ableiten: Die praktische Vorgabe lautet, Konzentrate nie direkt miteinander zu vermengen und jede Komponente einzeln im Wasser zu verteilen.

Die offizielle Athena-Übersicht zur Blended Line erläutert das Systemkonzept. Die metrische Blended-Fütterungstabelle (Athena Support) gibt Mengen je 10 L an; die Umrechnung auf mL/L erfolgt durch Teilen durch zehn.

mL/L ist keine EC-Garantie

Die Dosierung beschreibt, wie viel Produkt du in ein bestimmtes Lösungsvolumen gibst. EC beschreibt die elektrische Leitfähigkeit der gelösten Ionen; sie zählt alle Salze zusammen, auch Calcium- und Hydrogencarbonat-Ionen aus Leitungswasser, und unterscheidet nicht, welches Element den Strom leitet. Zwei Ansätze mit gleicher mL/L-Dosierung können bei unterschiedlichem Ausgangswasser unterschiedliche EC-Werte ergeben. Auch CaMg, PK und weitere Zusätze tragen zur Leitfähigkeit bei. Deshalb zuerst die zur Phase passende Menge berechnen, dann die fertige Lösung messen und nicht allein aus der Produktmenge auf die Nährstoffstärke schließen.

Wochenplan in mL/L vom Steckling bis zum Blüteabschnitt mit Ziel-EC

Die Übersicht fasst die gelieferte metrische Chart-Zusammenfassung zusammen. Grow A/B und Bloom A/B sind jeweils getrennte Produktmengen pro Liter fertiger Lösung. Die EC-Spalte gibt den veröffentlichten Chartwert wieder (Herstellerangabe); sie ist als Sollwert der jeweiligen Tabellenwoche zu verstehen, nicht als garantierter Messwert aus einer bestimmten Wasserquelle. Pre-soak bezeichnet das Vortränken des Mediums vor dem Einsetzen, Feed die laufende Nährlösung.

Phase Grow B Grow A Bloom B Bloom A PK EC-Chart
Steckling, Pre-soak — — 1,3 1,3 — 1,0
Steckling, Feed — — 2,6 2,6 — 2,0
Veg W1 2,9 2,9 — — — 2,1
Veg W2 2,9 2,9 — — — 2,1
Veg W3 2,9 2,9 — / 1,3* — / 1,3* — 2,1
Veg W4 2,9 2,9 — / 2,6* — / 2,6* — 2,1
Blüte W1 — — 3,2 3,2 — 2,3
Blüte W2 — — 3,2 3,2 — 2,3
Blüte W3 — — 3,2 3,2 1,1 2,5
Blüte W4 — — 3,2 3,2 1,6 2,6
Blüte W5 — — 2,6 2,6 2,4 2,4
Blüte W6 — — 2,4 2,4 2,6 2,3
Blüte W7 — — 1,3 1,3 3,2 1,7
Blüte W8 — — 1,1 1,1 2,6 1,5
Blüte W9 — — 1,1 1,1 2,6 1,5

Tabelle bei Bedarf seitlich verschieben.

Herleitung/Quelle: Wochenwerte und EC-Werte aus der metrischen Blended-Fütterungstabelle des Herstellers (verlinkt auf der Athena-Supportseite) und dem Athena Homegrower-Handbuch. *Das Homegrow-Handbuch weist zusätzlich Bloom A/B in Veg W3 und W4 aus; die andere Chart-Zusammenfassung führt dort keine Bloom-Menge.

Striche bedeuten, dass die jeweilige Tabelle an dieser Stelle keine Dosis ausweist. Sie bedeuten nicht, dass du unabhängig von Medium, Wasser und Pflanzenzustand grundsätzlich nur Wasser geben sollst. Der dokumentierte Unterschied bei Veg W3/W4 ist relevant: Das Homegrow-Handbuch nennt je 1,3 mL/L Bloom A und B in Woche 3 sowie je 2,6 mL/L in Woche 4. Vermische diese Werte nicht stillschweigend mit einer Tabelle, die nur Grow A/B zeigt. Prüfe die zum Gebinde und zur Linie passende aktuelle Athena-Tabelle.

Umrechnung für einen Batch

Formel

Dosis für den Batch (mL) = Dosis (mL/L) × Batchvolumen (L)

Beispiel Veg W1 für 5 L: 2,9 mL/L × 5 L = 14,5 mL Grow A und ebenso 14,5 mL Grow B. Für 10 L sind es 29 mL je Teil.

Miss die Komponenten mit einer sauberen, skalierten Dosierspritze ab; gib sie nacheinander in das Wasser und kontrolliere danach den EC. Rechne die Chartzeile vor jedem Ansatz neu, statt eine Zahl aus einer älteren Woche weiterzuverwenden: Zwischen Blütewoche 4 (je 3,2 mL/L) und Woche 7 (je 1,3 mL/L) sinkt die Bloom-Dosis laut Tabelle deutlich, während PK von 1,6 auf 3,2 mL/L steigt. Der Plan reicht bis Blütewoche 9, bildet aber keine einheitliche Aussage über die tatsächliche Dauer jedes individuellen Kulturzyklus ab. Der Finish-Abschnitt ist gesondert nach Etikett und passender Tabelle zu beurteilen.

Zusätze im Plan: Balance, CaMg, Cleanse, Stack und Fade

Zusätze sind keine austauschbaren Bestandteile der Basis. PK ist ein Blütezusatz ab Blütewoche 3 im Chart. CaMg wird in der metrischen Wochenübersicht in Veg W1–W4 und Blüte W1–W7 mit 0,8–1,3 mL/L geführt; eine Händlerseite nennt für das Etikett einen abweichenden Bereich von 0,5–1,0 mL/L nach Bedarf. Halte dich an das Etikett deines Gebindes und verwende die Chartmenge nicht automatisch zusätzlich zu jeder Wasserquelle.

Produkt Dokumentierte Angabe Praktische Einordnung
CaMg 0,8–1,3 mL/L in Chartphasen; Händleretikett 0,5–1,0 mL/L nach Bedarf Wasser und Basen berücksichtigen; End-EC prüfen
PK 1,1–3,2 mL/L, Blüte W3–W9 Kein Ersatz für Bloom A/B; nur in Chartphase einplanen
Cleanse Regulärer Chart: 0,5–1,3 mL/L; Flush: 2,6 mL/L in RO-Wasser Regelbetrieb und Flush nicht gleichsetzen
Balance pH-Anheber auf Kaliumsilikatbasis; keine allgemeine Dosis in der metrischen Übersicht Nur nach pH-Messung und passendem Systemhinweis einsetzen
Stack Keine belastbare Blended-Wochendosis in den gelieferten Angaben Etikett prüfen; nicht in den Wochenplan hineinrechnen
Fade Keine eindeutige Blended-Dosis Eine Pro-Line-Angabe nicht auf Blended übertragen

Tabelle bei Bedarf seitlich verschieben.

Herleitung/Quelle: Athena-Produktseite CaMg, Athena-Produktseite Cleanse sowie die metrische Blended-Fütterungstabelle (Athena Support, siehe oben); die PK-Wochenraten stammen aus der metrischen Tabelle (Herstellerangabe).

Balance und pH

Balance wird als Kaliumsilikat-basierter pH-Anheber beschrieben. Die Produktseite liefert keine allgemeine Konzentration oder universelle Dosis. Miss deshalb erst nach dem vollständigen Einmischen aller vorgesehenen Nährstoffe den pH und setze Balance nur ein, wenn tatsächlich eine Anhebung erforderlich ist. Die Chart-Hinweise empfehlen Balance für Batch-Tank beziehungsweise Dosatron (ein proportionales Dosiergerät in der Wasserleitung) und warnen vor einer Verwendung mit Netaflex, einem Mehrkanal-Dosiersystem, sowie vor zusätzlichem Kaliumsilikat parallel zu Balance. Chemisch hebt Kaliumsilikat den pH, weil Silikat-Ionen Protonen binden; wie stark, hängt von der Alkalinität des Wassers ab, also seiner Fähigkeit, Säure abzupuffern.

Cleanse, Stack und Fade

Cleanse wird für Leitungs- und Ablagerungspflege beschrieben; Athena deklariert es als hypochlorige Säure, ein Oxidationsmittel, dessen Konzentration im Produkt nicht angegeben ist. Die Produktseite nennt 2–5 mL je US-Gallone zur Erhaltungspflege und 5–10 mL je Gallone bei stärkeren Ablagerungen (Herstellerangabe). Die Flush-Anweisung ist davon zu unterscheiden: Sie lautet 2,6 mL/L Cleanse in RO-Wasser, EC unter 0,1 und pH 6,0–6,4; die Chartzusammenfassung nennt für Coco die letzten drei Tage und für Steinwolle den letzten Tag. Das ist eine chartbezogene Anweisung, keine Begründung, Cleanse stets in derselben Konzentration mit jeder Nährlösung zu mischen.

Stack wird als Kelp-Extrakt beziehungsweise Biostimulans beschrieben, also als Algenextrakt, der Wachstumsprozesse anregen soll, ohne selbst nennenswert Nährstoffe zu liefern. Die Herstellerseite nennt Anwendungen in US-Gallonen (1 US-Gallone entspricht 3,79 L): wöchentlich 1–2 mL je Gallone als Wurzelgabe oder 7 mL je Gallone als Blattspray vom Ende der Wachstumsphase bis Blütewoche 3 (Herstellerangabe).

Die bereitgestellte Blended-Wochentabelle enthält jedoch keine belastbare, abgestimmte Stack-Dosis. Wenn du das Produkt verwenden willst, dosiere nach dem aktuellen Etikett und dokumentiere es als separate Änderung. Fade ist ebenfalls nicht mit einer belegten Blended-Wochenrate hinterlegt. Der Athena-Support beschreibt Fade als Ersatz für Core in den letzten zwei Wochen, also als Pro-Line-Baustein; die Angabe 5,1 mL/L in den letzten Wochen betrifft ausdrücklich die Pro Line und ist kein Blended-Rezept.

Die offiziellen Produktseiten zu Cleanse, Balance, Stack und Fade geben produktspezifische Hinweise. Eine unabhängige kontrollierte Studie zu diesen Produkten ist in den bereitgestellten Quellen nicht beschrieben; behandel die Werbe- oder Anwendungsaussage daher nicht als Wirksamkeitsnachweis.

Mischreihenfolge Schritt für Schritt und warum sie zählt

Die sichere Grundregel lautet: Wasser als Verdünnungsmedium, dann jede geeignete Komponente einzeln zugeben und vollständig verteilen. A und B niemals unverdünnt zusammengeben. Bei RO-Wasser (Umkehrosmosewasser, dem nahezu alle gelösten Salze entzogen sind) kann die CaMg-Produktquelle eine Zugabe von CaMg vor den Basen nennen; gleiche diese Empfehlung mit dem konkreten Gebindeetikett und der verwendeten Blended-Tabelle ab.

  1. Gefäß und Messgeräte vorbereiten. Verwende einen sauberen, für Nährlösung geeigneten Behälter, eine Dosierspritze und kalibrierte EC- und pH-Messgeräte. Notiere Batchvolumen und Ausgangs-EC/pH, bevor du Zusätze einfüllst.
  2. Wasser vorlegen. Fülle zunächst einen Teil des abgemessenen Wassers ein, sodass ausreichend Volumen zum Durchmischen vorhanden ist. Starte eine gleichmäßige Umwälzung oder rühre gründlich, ohne konzentrierte Produkte miteinander in Kontakt zu bringen.
  3. Cleanse nicht ungeprüft in den Düngerbatch einordnen. Die Quellen beschreiben unterschiedliche Anwendungen und keine allgemeingültige Mischverträglichkeit mit allen Nährstoffkomponenten. Verwende Cleanse nach Produktetikett beziehungsweise der konkreten Flush-Anweisung; kombiniere es nicht eigenmächtig mit einer vollständigen Nährlösung.
  4. CaMg nur bei begründetem Bedarf zugeben. Wenn Wasserqualität, Etikett und passender Chart eine Ergänzung vorsehen, dosiere CaMg einzeln in das Wasser und rühre vollständig ein. Der Händlerhinweis, CaMg bei RO-Wasser vorzulegen, ist mit dem eigenen System abzugleichen.
  5. Bei Wachstum zuerst Grow B, dann Grow A zugeben. Miss Grow B ab, gib es in den verdünnten Ansatz und rühre bis zur gleichmäßigen Verteilung. Erst dann Grow A abmessen und genauso einarbeiten.
  6. Bei Blüte zuerst Bloom B, dann Bloom A zugeben. Verwende die Wochenmenge je Teil separat; nicht die Gesamtmenge beider Flaschen als Rate für jede einzelne Flasche interpretieren. PK kommt nur in den ausgewiesenen Wochen und wird als weitere Einzelkomponente eingemischt.
  7. Volumen auffüllen und vollständig homogenisieren. Ergänze das restliche Wasser bis zum geplanten Batchvolumen. Warte, bis keine sichtbaren Schlieren oder lokalen Konzentrationswolken mehr bestehen.
  8. EC messen, danach pH messen und gegebenenfalls korrigieren. Balance ist ein pH-Anheber, kein pauschaler Bestandteil. Füge pH-Korrekturen vorsichtig und einzeln zu, mische erneut und miss nach, statt große Korrekturmengen auf einmal zuzugeben.

Die getrennte Zugabe begrenzt den Kontakt hoch konzentrierter Lösungen und reduziert das Risiko von Trübungen oder Ausfällungen. Sie garantiert nicht, dass jede Wasserqualität mit jeder Dosis stabil bleibt. Sichtbare Partikel, Flocken oder eine neue Trübung nach einer Zugabe sind ein Anlass, den Ansatz nicht blind weiter zu dosieren: prüfe Produkt, Reihenfolge, Wasser und Etikett, und miss EC/pH erneut.

Anpassung an Coco, Steinwolle und Torf/Erde

Coco: Pufferung, Wasser und CaMg

Coco ist ein vergleichsweise wenig nährstoffhaltiges Medium; die Herstellerangaben führen eine Vorbehandlung mit pH 5,5–5,8 und EC 3,5–4,0 auf. Diese Werte beziehen sich auf das Pre-soak vor dem Einsetzen und sind keine laufenden Fütterungsziele. Der Hintergrund ist die hohe Kationenaustauschkapazität von Kokosfaser: Je nach Aufbereitung sitzen Natrium und Kalium an den Austauschplätzen, binden zugegebenes Calcium und Magnesium zunächst und konkurrieren mit beiden um die Aufnahme, bis das Medium gepuffert ist. Coco und RO-Wasser können deshalb eine gezielte Mineralstoffversorgung erforderlich machen, doch die Blended-Basen enthalten ebenfalls Calcium und Magnesium. Entscheide über CaMg anhand der Wasserquelle, der konkreten Basendosis und der EC der fertigen Lösung, nicht allein anhand des Mediums.

Steinwolle: Pre-soak und engere Kontrolle

Für Rockwool nennt die metrische Tabelle ein Pre-soak bei pH 5,0–5,5 und EC 2,5–3,0. Auch diese Spanne gilt für die Medienvorbehandlung, nicht für jede Bewässerung. Steinwolle reagiert laut Substratübersicht vergleichsweise schnell und ist managementsensitiver, weil ihre Kationenaustauschkapazität bei ungefähr null liegt und das Medium pH und EC der Nährlösung kaum abpuffert; kontrolliere daher die fertige Nährlösung und die Entwicklung des Wurzelraums regelmäßig. Übernimm die Pre-soak-Werte nicht als wöchentliche Ziel-EC.

Torf und Erde: Wasserhaltevermögen und Dosis

Die pH-Zielspanne der Chartzusammenfassung für torfbasierte Medien beträgt 6,0–6,4. Torf hält mehr Wasser als Coco oder Steinwolle und trocknet im Allgemeinen langsamer; daraus folgt ein längerer möglicher Gießabstand, aber keine universelle Anzahl Stunden oder Tage. „Erde“ ist zudem keine einheitliche Rezeptur. Eine organisch angereicherte Erde und eine torfbasierte, nährstoffarme Mischung können sich in Pufferung und Nährstoffbeitrag unterscheiden.

Die Quellen geben keinen eigenständigen, zahlenmäßig festgelegten EC-Abschlag für Erde vor. Verwende daher keinen erfundenen Reduktionsfaktor: miss die Ausgangslösung, beginne nicht oberhalb der passenden Tabellenbaseline und beobachte Input, Pflanzenentwicklung und Ablauf unter vergleichbaren Bedingungen. Bei hoher Wurzelraum-EC ist mehr Dünger keine sinnvolle Standardkorrektur.

Medium/Anwendung pH laut Chart EC laut Tabelle Wichtige Abgrenzung
Coco, laufende Fütterung 5,8–6,2 Wochenwert der jeweiligen Phase Pre-soak ist separat
Steinwolle, laufende Fütterung 5,8–6,2 Wochenwert der jeweiligen Phase Pre-soak EC 2,5–3,0
Torfmedium, laufende Fütterung 6,0–6,4 Wochenwert der jeweiligen Phase Keine pauschale EC-Reduktionszahl
Coco, Pre-soak 5,5–5,8 3,5–4,0 Vor Einsetzen, nicht Wochenziel
Steinwolle, Pre-soak 5,0–5,5 2,5–3,0 Vor Einsetzen, nicht Wochenziel

Tabelle bei Bedarf seitlich verschieben.

Herleitung/Quelle: metrische Blended-Fütterungstabelle des Herstellers (Athena Support) und pH-Bereiche aus dem Athena Homegrower-Handbuch (Herstellerangaben).

pH-Ziele und pH-Drift der fertigen Lösung

Für laufende Fütterung nennt die Chartzusammenfassung pH 5,8–6,2 in Coco und Steinwolle sowie 6,0–6,4 in torfbasierten Medien. Für Stecklinge ist pH 5,6 aufgeführt; im Flush-Abschnitt erscheint 6,0–6,4. Stelle den pH erst nach dem vollständigen Einmischen der Produkte ein, weil Zusätze den Messwert verändern können. Der pH entscheidet, in welcher Ionenform Phosphat und Eisen vorliegen und damit über ihre Löslichkeit im Wurzelraum; deshalb sind die Fenster je Medium enger als die reine Verträglichkeit der Pflanze.

Eine verlässliche allgemeine pH-Drift über 24 Stunden ist nicht als feste Zahl vorgegeben. Die Veränderung hängt unter anderem von Wasser, Nährstoffmischung, Temperatur, Belüftung und Gefäß ab. Bestimme den Verlauf am eigenen Ansatz: miss pH direkt nach dem vollständigen Mischen, notiere Uhrzeit und Temperatur, verschließe oder belüfte den Behälter so, wie du ihn tatsächlich lagerst, und miss nach 24 Stunden erneut mit demselben kalibrierten Gerät. Eine Veränderung ist zunächst ein Messbefund, nicht automatisch ein Grund für wiederholte pH-Korrekturen.

Wenn der pH deutlich außerhalb des für dein Medium angegebenen Bereichs liegt, kontrolliere zuerst Kalibrierung, Temperaturkompensation, Wasserquelle und Reihenfolge. Korrigiere in kleinen, dokumentierten Schritten und miss nach jedem Schritt erneut. Der Athena-Lockout-Leitfaden betont die Bedeutung von Stabilität und nennt pH-Instabilität als eine mögliche Ursache für Aufnahmeprobleme; er liefert aber keine allgemeine 24-Stunden-Driftzahl für jeden Ansatz.

Runoff-Messung und EC-Korrektur

EC ist ein Summenmaß der Leitfähigkeit, keine Analyse einzelner Nährstoffe. Runoff ist das Drainwasser, das unten aus dem Topf austritt; sein EC zeigt, ob sich Salze im Medium anreichern. Miss den Input-EC bei jeder neuen Mischung. Für vergleichbarere Ablaufmessungen empfiehlt Athenas EC-Leitfaden eine Probe ungefähr zur Mittagszeit nach erfolgter Bewässerung und etwa 10 % des Topfvolumens. Der erste Ablauf nach einer langen Trockenphase kann konzentrierte Salze enthalten und ist daher nicht ohne Weiteres mit späteren Proben vergleichbar.

Protokolliere Medium, Phase, Input-EC, Input-pH, Zeitpunkt, Bewässerung und Ablaufwerte. Runoff ist ein Diagnosewert, aber keine direkte, unverfälschte Messung der Wurzelraumlösung. Das Homegrow-Handbuch empfiehlt, Runoff-pH täglich sowie Runoff-EC und -pH wöchentlich zu dokumentieren; es setzt in den bereitgestellten Angaben keinen universellen Zielwert für Ablauf-EC oder Ablaufmenge.

  • Input-EC höher als der Chartzielwert: Prüfe zuerst Ausgangswasser, Dosierfehler und alle Zusätze. Verdünne den Ansatz mit geeignetem Wasser, miss erneut und dokumentiere die Korrektur, statt zusätzliche Produkte hinzuzugeben.
  • Input-EC niedriger als erwartet: Kontrolliere Messgerät, Kalibrierung, Ausgangs-EC und tatsächlich dosierte Mengen. Erhöhe nicht automatisch die Dosis allein wegen eines abweichenden Messwerts; prüfe, ob die verwendete Tabelle und die Einheit zum Produkt passen.
  • Ablauf-EC steigt wiederholt: Betrachte den Verlauf zusammen mit Dryback (der Abtrocknung des Mediums zwischen zwei Gaben), Gießmenge und Wurzelraumbedingungen. Bei hoher EC in Erde oder Coco nennt Athena ausreichende Bewässerung und Ablauf, fortlaufende EC-Kontrolle und danach eine vorsichtige Rückkehr zur normalen Fütterung.
  • Ein einzelner hoher Ablaufwert: Wiederhole die Messung unter vergleichbaren Bedingungen. Ein einzelner Wert nach langer Trockenphase reicht nicht, um einen Nährstoffmangel oder die Notwendigkeit einer höheren Dosis abzuleiten.

Wenn Blätter Symptome zeigen, erhöhe nicht reflexartig die Düngermenge. Hohe EC kann die Wasseraufnahme erschweren, weil gelöste Salze das osmotische Potenzial der Lösung senken und die Wurzel gegen einen größeren Gradienten Wasser aufnehmen muss; pH-Instabilität, starke Trockenphasen, schlechte Drainage und Ionenantagonismen können ebenfalls beteiligt sein. Prüfe erst Input- und Ablauftrend, Bewässerung und Wasserquelle. Ein niedrigerer Input-EC ist nicht automatisch die richtige Maßnahme, wenn die Ursache ein Messfehler oder eine ungeeignete Wasserquelle ist.

Haltbarkeit, Lagerung, Schütteln und Ausfällungen

Die bereitgestellten Homegrow-Auszüge nennen keine allgemeine Lagerdauer für fertig gemischte Nährlösung oder konzentrierte Stammlösungen. Leite daraus keine pauschale Haltbarkeit ab. Für die tägliche Praxis ist ein frisch angesetzter, klar nachvollziehbarer Batch am einfachsten zu kontrollieren: Datum, Wasserquelle, Produktmengen, EC und pH notieren. Wenn du eine Lösung aufbewahrst, gehe vor der Verwendung in dieser Reihenfolge vor:

  1. Sichtprüfung: Trübung, Bodensatz, Flocken oder Biofilm an der Behälterwand kontrollieren.
  2. Geruchsprüfung: ein fauliger oder deutlich veränderter Geruch spricht gegen die Verwendung.
  3. EC und pH messen: Werte mit dem Protokoll des Ansatzes vergleichen; deutliche Abweichungen deuten auf Ausfällung, Verdunstung oder mikrobielle Aktivität hin.
  4. Entscheidung: bei auffälliger Veränderung nicht ungeprüft ausbringen, sondern frisch ansetzen.

Eine allgemeingültige Schüttelanweisung für alle Produkte ist in den gelieferten Angaben nicht enthalten. Folge dem jeweiligen Etikett. Wenn es das Schütteln vorsieht, verschließe die Flasche und schwenke sie vor dem Dosieren gleichmäßig; verwende keine verunreinigten Messwerkzeuge zwischen verschiedenen Konzentraten.

Ausfällungen können als Trübung, Kristalle oder Flocken sichtbar werden. Mögliche Ursachen sind konzentrierter Kontakt inkompatibler Komponenten, Wasserzusammensetzung, pH oder Lagerbedingungen. Gib nicht einfach Säure oder zusätzliche Nährstoffe hinzu, um Partikel „aufzulösen“. Stelle die Zugabe ein, prüfe Reihenfolge und Etikett und setze bei zweifelhafter Lösung einen frischen Batch mit sauberem Behälter an.

Grow B wird auf einer Händlerseite mit einem Lagerhinweis von 7–29 °C in verschlossener Originalverpackung geführt. Behandle diese Angabe als produktspezifischen Händlerhinweis und kontrolliere das Etikett deines Gebindes. Lagere Produkte sicher, getrennt von Kindern und unbefugtem Zugriff.

Kosten pro Liter und Rechenweg für einen Zyklus

Ein Händler nennt (zeitabhängiges Praxisbeispiel ohne Primärquelle) für Grow A/B und Bloom A/B beispielhaft 25,90 € für 946 mL, 59,90 € für 3,79 L und 219,90 € für 18,95 L. Daraus ergeben sich gerundet etwa 27,38 €/L, 15,80 €/L und 11,60 €/L. Preise und Verfügbarkeit können sich ändern; vor dem Kauf ist die aktuelle Produktseite maßgeblich.

Gebinde Preisangabe Preis je Liter Preis je mL
946 mL 25,90 € 27,38 €/L 0,0274 €/mL
3,79 L 59,90 € 15,80 €/L 0,0158 €/mL
18,95 L 219,90 € 11,60 €/L 0,0116 €/mL

Tabelle bei Bedarf seitlich verschieben.

Herleitung/Quelle: Händlerpreise (zeitabhängig, ohne Primärquelle, daher nur als Praxisbeispiel zu lesen); Literpreise sind aus Gebindegröße und Preis berechnet.

Die Gesamtkosten eines Zyklus hängen von der tatsächlich angesetzten Lösungsmenge ab. Die Zahl der Pflanzen allein reicht nicht: drei kleine Töpfe können weniger Lösung benötigen als ein großer, stark durchwurzelter Topf. Rechne deshalb mit deinem protokollierten Verbrauch statt mit einer pauschalen Literzahl pro Pflanze.

Formel

Produktkosten = verbrauchte Menge (mL) × Preis je mL

Beispiel: Für 10 L Veg W1 werden 29 mL Grow A und 29 mL Grow B dosiert. Beim Preis des 18,95-L-Gebindes von 0,0116 €/mL kostet Grow A rund 29 × 0,0116 € = 0,34 €; Grow B kostet ebenfalls rund 0,34 €. Zusammen sind das etwa 0,67 € für diese beiden Basisteile in 10 L, ohne CaMg, Cleanse, Wasser oder weitere Kosten. Multipliziere für einen Zyklus jede Wochenmenge mit dem tatsächlich hergestellten Lösungsvolumen und addiere die Produktkosten. Für 1–3 Pflanzen gibt es ohne Verbrauchsprotokoll keinen belastbaren pauschalen Zykluspreis.

Fehlerbilder: Überdüngung, CaMg, pH-Kipp und Mischfehler

Hohe EC und scheinbare Mangelzeichen

Eine hohe EC kann die Wasseraufnahme osmotisch erschweren. Dadurch können Symptome auftreten, die oberflächlich wie ein Mangel wirken, obwohl mehr gelöste Nährstoffe im Wurzelraum nicht die Lösung sind. Prüfe Input- und Ablaufwerte, Trockenphasen, Drainage und Wasserquelle. Ändere möglichst nicht gleichzeitig Dosis, pH und Bewässerungsablauf; sonst lässt sich die Wirkung einzelner Maßnahmen kaum beurteilen.

CaMg in Coco: Bedarf nicht aus dem Medium allein ableiten

Coco und RO-Wasser können eine CaMg-Ergänzung plausibel machen, aber die Basen liefern ebenfalls Calcium und Magnesium. Zu viel Ca oder K kann laut Lockout-Leitfaden die Aufnahme anderer Elemente beeinträchtigen, weil Kationen wie K⁺, Ca²⁺ und Mg²⁺ an der Wurzel um dieselben Aufnahmewege konkurrieren; universelle Schwellenwerte nennt die Quelle nicht. Miss daher die fertige EC, prüfe Ausgangswasser und Basendosis und nutze CaMg nur in der zum Produkt passenden, begründeten Menge.

pH-Kipp oder häufiges Nachregeln

Ein unerwarteter pH-Wert kann durch Messgerätefehler, Wasserzusammensetzung oder die Reihenfolge der Produkte entstehen. Kalibriere das Messgerät nach dessen Anleitung, messe nach vollständigem Einmischen und protokolliere die Zeit bis zur Wiederholungsmessung. Häufige große Korrekturen können Instabilität verstärken; korrigiere in kleinen Schritten und miss nach jeder Zugabe erneut.

A/B direkt zusammen oder unvollständig verteilt

Wenn A und B als Konzentrate direkt zusammentreffen, entsteht lokal eine viel höhere Konzentration als im fertig verdünnten Batch. Das erhöht das Risiko von Ausfällungen. Gib jede Flasche separat in ausreichend Wasser, rühre vollständig und verwende für jedes Produkt saubere Dosierwerkzeuge. Bei sichtbarer Trübung nicht mit einer weiteren Komponente fortfahren, bevor Ursache und Etikett geprüft sind.

Häufige Fragen

In welcher Reihenfolge mische ich Grow A und Grow B?

Grow B zuerst in das vorgelegte Wasser geben und vollständig einrühren, danach Grow A separat zugeben. Beide Konzentrate dürfen nicht unverdünnt direkt miteinander vermischt werden, weil sich dabei lokal schwerlösliche Calciumverbindungen bilden können. In der Blüte gilt dieselbe Reihenfolge mit Bloom B vor Bloom A; PK und CaMg kommen als weitere Einzelkomponenten hinzu, und erst nach dem Auffüllen misst du EC und pH.

Gehört Bloom in Veg-Woche 3 und 4?

Das hängt von der verwendeten Athena-Tabelle ab, die Quellen zeigen zwei Varianten. Eine Chart-Zusammenfassung führt in Veg W1–W4 nur Grow A/B mit je 2,9 mL/L; das Homegrow-Handbuch nennt zusätzlich je 1,3 mL/L Bloom A/B in Woche 3 und je 2,6 mL/L in Woche 4. Nutze die Tabelle, die zu deinem Gebinde und der aktuellen Athena-Anleitung gehört, und kombiniere beide Varianten nicht; der Ziel-EC von 2,1 bleibt in beiden Fassungen die Kontrollgröße.

Ist EC 2,1 für jede Pflanze ein Muss?

Nein, EC 2,1 ist der Chartwert für Veg W1–W4 und damit eine Herstellerangabe, kein universeller biologischer Grenzwert. Ausgangswasser, Zusätze, Medium und Messgerät beeinflussen den Messwert: Leitungswasser mit eigenem EC hebt die fertige Lösung über den Sollwert, RO-Wasser nicht. Miss die fertige Lösung, gleiche sie mit der passenden Tabelle ab und beurteile Abweichungen zusammen mit Runoff-EC und Pflanzenbild statt nach der Eingangszahl allein.

Muss ich in Coco immer CaMg ergänzen?

Nein, CaMg ist in Coco kein Pflichtzusatz. Coco und RO-Wasser können eine Ergänzung begründen, weil Kokosfaser Calcium und Magnesium zunächst an ihren Austauschplätzen bindet, aber Grow- und Bloom-Basen liefern beide Elemente bereits. Die Chart führt 0,8–1,3 mL/L, ein Händleretikett 0,5–1,0 mL/L nach Bedarf; berücksichtige Wasseranalyse, Etikett und End-EC, bevor du CaMg zugibst, und erhöhe den Gesamt-EC nicht unbemerkt.

Kann ich die Coco-Dosierung unverändert in Erde verwenden?

Nicht ohne Prüfung. Torf und Erde halten mehr Wasser als Coco, puffern über ihre Kationenaustauschkapazität stärker und können je nach Mischung bereits Nährstoffe enthalten; die Quellen nennen jedoch keinen pauschalen EC-Abschlag für Erde. Verwende den pH-Bereich 6,0–6,4 der Chartzusammenfassung für torfbasierte Medien, beginne nicht oberhalb der Tabellenbaseline, miss die fertige Lösung und beobachte Runoff und Pflanzenbild über mehrere Gaben.

Kann Cleanse dauerhaft mit jeder Nährlösung laufen?

Dauerhaft nur so, wie es Etikett und Chart ausdrücklich vorsehen. Die Angaben unterscheiden reguläre Pflege mit 0,5–1,3 mL/L im Chart beziehungsweise 2–5 mL je US-Gallone laut Produktseite vom Flush mit 2,6 mL/L in RO-Wasser, nennen aber keine universelle Mischverträglichkeit für jede vollständige Nährlösung. Wenn die Kompatibilität nicht ausdrücklich genannt ist, verwende Cleanse als separate Anwendung und dokumentiere sie getrennt.

Welche Fade-Dosis gilt für Blended?

Für Blended ist keine Fade-Dosis belegt. Die gelieferte Blended-Tabelle weist keinen Fade-Wert aus; die häufig wiedergegebene Rate von 5,1 mL/L stammt aus der Pro-Line-Tabelle, und der Athena-Support beschreibt Fade als Ersatz für Core in den letzten zwei Wochen, also als Pro-Line-Baustein. Übernimm diese Angaben nicht als Blended-Anweisung, prüfe das Etikett deines Produkts und behandle einen Fade-Einsatz als dokumentierte Abweichung vom Chart.

Wie lange kann ich fertige Nährlösung aufbewahren?

Eine allgemeine Haltbarkeitsdauer ist in den bereitgestellten Homegrow-Angaben nicht festgelegt, deshalb nennt dieser Artikel keine Zahl. Setze möglichst Batches an, die du innerhalb kurzer Zeit verbrauchst, notiere Datum, Wasserquelle und Mengen und kontrolliere vor einer späteren Verwendung Sichtbild, Geruch, EC und pH. Bei Trübung, Partikeln, verändertem Geruch oder deutlich abweichenden Messwerten nicht ungeprüft weiterverwenden, sondern frisch ansetzen.

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Quellen

Von der Frage zur Auswahl

Wer die Reihenfolge, die Wochenzeile und die Messung im Griff hat, braucht für den Einstieg wenig Zusatzprodukte. Die Blended Line lässt sich mit einem klaren Ablauf handhaben: passende Wochenzeile auswählen, Produktmengen für das Batchvolumen berechnen, Komponenten einzeln in Wasser einmischen und danach EC sowie pH messen. Für die Entscheidung zwischen Coco, Steinwolle und torfbasierter Erde sind Wasserquelle, Pufferung und Bewässerungsrhythmus wichtiger als eine pauschale Zusatzdosis. Bei Widersprüchen zwischen Tabellen zählt die zum Gebinde passende aktuelle Athena-Anleitung.

Passende Produkte und Messmittel findest du in den Sortimenten Athena, pH- und EC-Messgeräte, Coco, Blähton und Perlite, Grow-Erden und Substrate sowie Stofftöpfe.

Du möchtest vorher klären, welche Komponenten du wirklich brauchst? Vereinbare eine persönliche Beratung im Growzentrum in Grünberg oder schick Zeltmaße, vorhandene Technik und dein Vorhaben per WhatsApp. Beratung und Besuch in Grünberg vereinbaren – Londorfer Straße 14, 35305 Grünberg. Besuch nach Terminabsprache.

Fach- und Produktquellen geprüft am 21.10.2026. Richtwerte sind begründete Praxiskorridore, keine Garantie; Studienergebnisse gelten für die jeweils genannten Bedingungen. Keine Rechtsberatung.

Athena blended, Athena-system, Coco, Dosierung ml/l, Ec-ziele, Grow-handbuch, Gz-handbuch-a35, Kapitel 8 – athena-system, Steinwolle