SANlight entwickelt und fertigt seine LED-Pflanzenleuchten in Schruns, Vorarlberg. Die EVO 1.5 liefert 545 bis 1.090 µmol/s aus 200 bis 400 W, passiv über Aluminium gekühlt im IP65-Gehäuse, ohne Lüfter, der verschleißen kann. Vor jeder LED sitzt eine Sekundäroptik, die das Licht asymmetrisch bis in die Zeltecken lenkt, statt es in der Mitte zu bündeln. Dazu die STIXX-Module (IP68) und FLEX-II-Leisten für Anzucht und Regal. Unsere zweite Lichtlinie für alle, die ihr Licht getrennt vom Klimasystem planen. Netzkabel, Dimmer und Verteiler im SANlight Zubehör.
Das System erklärt
Warum SANlight. Und wie du es richtig einsetzt.
Warum SANlight unsere Lichtlinie ist
Eine Pflanzenleuchte arbeitet im Zelt unter Bedingungen, die jede Elektronik an ihre Grenzen bringen: bis zu 30 °C Umgebungstemperatur, hohe Luftfeuchte, Spritzwasser beim Gießen, viele Stunden Betrieb am Tag, über Jahre. SANlight baut für genau diese Umgebung. Die EVO hat keinen Lüfter, der verschleißen oder verstopfen kann, ihr Gehäuse ist nach IP65 geschützt, und die LEDs sitzen hinter einer Optik, die sie vollständig kapselt. Laut Hersteller liefert die EVO nach mehr als 90.000 Betriebsstunden noch mindestens 90 % ihres ursprünglichen Lichtstroms (LM90).
SANlight sitzt in Schruns in Vorarlberg und fertigt laut eigener Aussage alle Produkte im eigenen Haus. Gegründet und geführt wird das Unternehmen von Martin Anker. Zur Entwicklung gehören nach Herstellerangabe ein eigenes Lichtlabor, eine kalibrierte Ulbricht-Kugel für die PPF-Messung und sechs vollautomatisierte Klimakammern mit je 16 m² Nutzfläche. Den Photonenfluss im Datenblatt misst SANlight damit nach eigener Angabe selbst.
Die Sekundäroptik: Licht dorthin, wo die Pflanze steht
Eine LED strahlt ihr Licht in einem breiten Kegel ab. Ein Teil davon landet an den Zeltwänden statt auf der Pflanzfläche. SANlight setzt deshalb vor jede LED eine eigene Linse aus PMMA, einem glasklaren Acrylglas. Bei der EVO ist diese Sekundäroptik direkt auf den Kühlkörper geklebt und kapselt die LED vollständig ein. Sie lenkt das Licht asymmetrisch mit 90° in der einen und 112° in der anderen Richtung – passend zur länglichen Bauform der Leuchte. In der Praxis heißt das: Das Licht erreicht die Pflanzen in den Ecken des Zelts, statt an der Zeltwand zu verpuffen, und die Fläche wird gleichmäßiger ausgeleuchtet als mit einer Leuchte ohne Optik.
Laut Hersteller verliert das Licht in der Optik nur rund 4 %, und dieser Verlust wird durch die gezielte Lichtlenkung wieder ausgeglichen. Gleichzeitig schützt die Optik die LED vor Staub, Feuchte und Rückständen und lässt sich reinigen. Ungeschützte LEDs können laut SANlight innerhalb eines Jahres mehr als 10 % ihrer Lichtleistung verlieren. Die Kehrseite nennt der Hersteller selbst: höhere Herstellungskosten.
Was in der EVO 1.5 steckt
- LEDs: OSRAM High-Power-LEDs für Rot und Dunkelrot, weiße LEDs in WICOP-Technologie von Seoul Semiconductor.
- Spektrum: 400–780 nm, aufgeteilt in 16 % Blau, 37 % Grün, 43 % Rot und 4 % Far Red.
- Treiber: sitzt in der Leuchte; Netzanschluss 100–240/277 V, Leistungsfaktor über 0,95.
- Effizienz: SANlight nennt mehr als 3 µmol/J auf Modulebene. Für die ganze Leuchte ergibt sich aus Photonenfluss und Leistungsaufnahme rund 2,7 µmol/J – etwa 1.090 µmol/s aus 400 W bei der EVO 6. Wir nennen dir beide Werte, damit du ehrlich vergleichen kannst.
- Namenslogik: Die erste Zahl steht für die Anzahl der Module, die zweite für die Seitenlänge in Zentimetern, für die die Leuchte optimiert ist. Eine EVO 4-120 hat also vier Module für 120 cm Tiefe.
- Gegenüber der ersten EVO-Generation: laut Hersteller dank neuer Chipgeneration rund 5 % mehr Leistung, etwa 725 statt 696 µmol/s bei der EVO 4, bei gleichen Maßen.
Welche EVO für welches Zelt
SANlight hat für die Standard-Zeltgrößen gemessen, welche Bestückung eine durchschnittliche Lichtintensität um 900 µmol/m²/s erreicht. Die Werte der EVO 1.5 laut Hersteller:
- 60 × 60 cm: eine EVO 3-60 1.5, Ø 940 µmol/m²/s.
- 80 × 80 cm: eine EVO 4-80 1.5, Ø 837 µmol/m²/s.
- 100 × 100 cm: zwei EVO 3-100 1.5, Ø 1.013 µmol/m²/s.
- 120 × 120 cm: zwei EVO 4-120 1.5, Ø 926 µmol/m²/s.
- 150 × 150 cm: zwei EVO 5-150 1.5, Ø 715 µmol/m²/s.
- 240 × 120 cm: vier EVO 4-120 1.5, verbunden über zwei H-Verteiler.
Für höhere Intensität mit CO₂-Zugabe nennt SANlight zum Beispiel zwei EVO 5-120 1.5 auf 120 × 120 cm mit Ø 1.158 µmol/m²/s. Ohne CO₂ empfiehlt der Hersteller bei dieser Bestückung ausdrücklich einen Dimmer. Die EVO 6 ist als Projektleuchte für hohe Räume und offene Flächen gebaut, im Zelt nur mit Dimmer und CO₂. Zwischen Leuchtenunterkante und Pflanzen müssen mindestens 15 cm bleiben; die Aufhängung lässt sich für eine gleichmäßigere Ausleuchtung um 11° neigen.
Warum SANlight kein Netzkabel beilegt
Das wirkt auf den ersten Blick sparsam, hat aber einen technischen Grund: Eine Gartenbauleuchte mit IP65 darf laut SANlight nicht mit einem Kabel zertifiziert werden, das selbst nicht wassergeschützt ist. Deshalb wählst du das Kabel passend zum Aufbau: das EU-Netzkabel gerade oder das gewinkelte Stromkabel für wenig Platz am Anschluss. Mit dem H-Verteiler laufen zwei Leuchten an einem Netzstecker, mit zwei H-Verteilern vier. Die Verbindung mehrerer Leuchten soll laut Anleitung geschultes Fachpersonal vornehmen.
Dimmen und Steuern
- Magnetdimmer: vier Stufen mit 100, 80, 60 und 40 % der Nennleistung, dazu ein sanfter Start, der die Leistung beim Einschalten in rund fünf Minuten von 10 auf 100 % hochfährt.
- Bluetooth-Dimmer: 20–100 % in 1-%-Schritten über die SANlight Mesh App, bis zu 3.200 Leuchten in einem Netz, ein Dimmer je Leuchte. Eine Uhr hat er nicht – SANlight rät ausdrücklich zu einer Zeitschaltuhr.
- Externe Steuerung: Der RJ12-Adapter verbindet EVO-Leuchten und STIXX-Treiber laut Hersteller mit Controllern von TrolMaster und AC Infinity. So lässt sich das Licht in dieselbe Steuerung einbinden wie Lüfter und Klima. Ob dein Controller einen passenden Lichtanschluss hat, klären wir vor dem Kauf.
STIXX: flach, modular, mit externem Treiber
Die STIXX-Module sind 85 mm breit und nur 16,9 mm hoch, vollständig nach IP68 abgedichtet und passiv gekühlt. Es gibt sie von der STIXX 2-60 mit 47 W und 127 µmol/s bis zur STIXX 6-150 mit 141 W und 381 µmol/s. Die Treiber sind extern; von 160 bis 910 W versorgt ein Treiber je nach Größe ein einzelnes bis über zwanzig Module. An einem Treiber laufen nur identische Module derselben Reihe. Reicht die Treiberleistung nicht für alle Module mit voller Leistung, teilt er sie auf. SANlight sieht STIXX als Toplight, als Undercanopy-Licht zwischen den Pflanzen und für mehrstöckige Anlagen; die Lichtintensität lässt sich laut Hersteller von 200 bis über 1.500 µmol/m²/s auslegen. Die Moduleffizienz von 3,1 µmol/J gibt SANlight bei 50 % Leistung an, für das ganze Modul ergeben sich rund 2,7 µmol/J.
Die STIXX 50 ist die fertige Kompaktlösung: 54 W, 150 µmol/s, IP68, mit Netzteil und Drehdimmer in den Stufen 10, 20, 40, 60, 80 und 100 %. Gedacht für kleine Flächen und Jungpflanzen.
FLEX II: Leisten für Anzucht und Regal
Die FLEX-II-Leisten sind 33 mm breit und laufen an 48-V-Netzteilen. Es gibt sie in vier Längen: FLEX II 10 mit 9,5 W und 25 µmol/s auf 54,7 cm, FLEX II 15 mit 14,4 W auf 77 cm, FLEX II 20 mit 19 W und 50 µmol/s auf 99,5 cm und FLEX II 25 mit 24 W und 62,5 µmol/s auf 134,5 cm. SANlight nennt als Einsatz Jungpflanzenanzucht, Bewurzelung, mehrstöckige Systeme, Zwischenbelichtung und Zimmerpflanzen. Die Leuchte selbst ist laut Datenblatt nach IP68 geschützt, die Steckverbindung nach IP65. Wie viele Leisten an ein Netzteil dürfen, steht bei jedem Netzteil und Treiber im Shop – vom Wandnetzteil mit 30 W für bis zu drei FLEX II 10 bis zum Treiber mit 320 W für bis zu 30.
Was wir nicht behaupten
Für Farbtemperatur, Farbwiedergabe und UV-Anteil nennt SANlight keine Werte, und die Spektren beginnen bei 400 nm. Deshalb stehen dazu keine Angaben in unseren Texten. Wo sich Herstellerangaben widersprechen – etwa bei der zulässigen Luftfeuchte der EVO 1.5 mit 99 % laut Datenblatt und 90 % nicht kondensierend laut Anleitung –, gilt für dich die vorsichtigere Angabe.
Häufige Fragen zu SANlight im Growzentrum
Ist Growzentrum Hersteller von SANlight?
Nein. SANlight ist eine eigenständige Marke aus Österreich, Growzentrum ist Fachhändler in 35305 Grünberg und verkauft an Kunden in Deutschland – Versand per DHL oder Abholung nach Terminabsprache.
Was brauche ich zusätzlich zur EVO?
Ein Netzkabel, gerade oder gewinkelt, eine Aufhängung für mindestens 8 kg Dauerlast und bei Bedarf einen Dimmer. Für zwei Leuchten an einem Stecker kommt ein H-Verteiler dazu.
Passt die EVO 1.5 zu älterem SANlight-Zubehör?
Netzkabel, H-Verteiler, Verlängerungen und Endkappen sind für EVO und Q-Serie Gen2 ausgelegt. Die EVO-Dimmer passen nicht an die Q-Serie, und Zubehör der ursprünglichen FLEX-Serie passt nicht an FLEX II. Der Serienname steht in jedem Produktnamen.
Welche Leuchte passt zu meinem Zelt?
Nenn uns Zeltmaße, Raumhöhe und ob du mit CO₂ arbeitest: Beratung per WhatsApp. Weitere Leuchten und Leuchtmittel findest du in der Pflanzenbeleuchtung.































