25 mg/L Phosphor reichten in einem USU-Blüteversuch von 2022 für vollen Ertrag; die Verdreifachung auf 75 mg/L brachte keinen Mehrertrag, erhöhte aber den Austrag im Ablauf und senkte die Phosphor-Nutzungseffizienz von 80 auf 31 %. Die USU-Rezeptur für die Kurztagpflanze selbst nennt 31 ppm P, die Dicot-Lösung 12 ppm, und eine geschlossene Hydroponik kam 2025 mit 15 mg/L aus. Wer diese Zahlen als Konkurrenz liest, sucht einen Sollwert, den es nicht gibt; wer sie als Bilanz liest, versteht, warum Bugbee Nährlösungen aus Gewebegehalt und Wasserverbrauch herleitet statt aus Produktetiketten.
Hier erhältst du die Utah Hydroponic Solutions mit Zielkonzentrationen und Salzmengen pro 100 L, die Phosphorstudien von 2022 und 2025, die Aufnahmeverläufe von 2026, die Kaliumsilikat-Löslichkeit bei pH 11,3 und die pH-Steuerung mit Salpetersäure und Ammoniumsulfat. Danach kannst du die Dicot-Rezeptur auf 10 L herunterrechnen, einen fertigen Dünger über seine Elementanalyse mit den USU-Werten vergleichen und pH und EC als Kontrollgrößen statt als Rezept lesen.
Das Wichtigste für Schnellleser
- Rezeptur aus Bilanz, nicht aus Etikett. Lösungskonzentration ≈ Zielgewebegehalt × Wasserverbrauch je Biomasse; bei 3 statt 6 g Biomasse je Liter Wasser halbiert sich der nötige Gehalt.
- USU-Werte sind Flüssigkultur-Referenzen. Kurztagpflanze: N 133 + 27, P 31, K 242, Ca 80, Mg 19 ppm bei EC 1,8 und pH 6,0; Substrat und Ausgangswasser verschieben die Bilanz.
- Mehr Phosphor bringt keinen Mehrertrag. 25 statt 75 mg/L P (2022) und 15 statt 90 mg/L (2025) lieferten gleichen Ertrag; bei 90 mg/L stieg P im Wurzelraum auf über 300 mg/L.
- Aufnahme ist kein Fütterungswert. Die 2026 gemessenen Lösungsaufnahmen von 121,5–131,8 ppm N und 157,6–169,4 ppm K beschreiben Entzug, keine Zulaufkonzentration.
- Kaliumsilikat getrennt und alkalisch halten. Die Stammlösung braucht pH 11,3 oder höher; unter pH 8 bleiben höchstens 1,7 mM Si gelöst, Calcium fällt Silikat aus.
- EC ist eine Summe, kein Element. pH-Korrekturen in der USU-Anlage liefen alle 5–10 Minuten mit etwa 2 mL je Impuls; EC allein zeigt nie, welches Ion fehlt.
Inhaltsverzeichnis
- Die USU-Rezepturen: Dicot-Lösung und Lösung für die Kurztagpflanze
- Salze und Stammlösungen
- Nitrat, Ammonium und pH-Steuerung
- Phosphor: Studien von 2022 und 2025
- Nährstoffaufnahme je Phase
- Silizium und Kaliumsilikat
- Belüftung und Rührung in Hydroponik
- Spülen und organische oder mineralische Düngung
- Umsetzung im Zelt: Vergleich, Rechnung und Messroutine
- Vergleich mit Herstellerplänen
- Häufige Fragen
- Weiterlesen im Grow-Handbuch
- Von der Frage zur Auswahl
- Quellen
- Abschluss
Die USU-Rezepturen: Dicot-Lösung und die Lösung für die Kurztagpflanze
Utah Hydroponic Solutions stellt mehrere Rezepturen für belüftete Flüssigsysteme bereit. Die Dicot-Lösung ist in der Quelle mit einer EC von 0,82 mS/cm und pH 6,00 angegeben. Die USU-Rezeptur für die Kurztagpflanze ist stärker konzentriert: EC 1,8 mS/cm und pH 6,0. Sie wurde für erhöhte CO₂- und Luftfeuchtebedingungen ausgelegt und ist kein automatischer Blüte-Booster für jedes Growzelt.
Zielkonzentrationen der Makro- und Mikronährstoffe
Die USU-Seite gibt Elementwerte in ppm an. In verdünnten wässrigen Lösungen entsprechen ppm näherungsweise mg/L; die folgende Tabelle bewahrt trotzdem die Originaleinheit der Quelle. Das Sternchen kennzeichnet zusätzliches Nitrat, unter anderem aus Salpetersäure und der pH-Regelung. Es ist keine Ammoniumangabe.
| Element beziehungsweise Kenngröße | Dicot-Lösung | USU-Rezeptur für die Kurztagpflanze | Hinweis |
|---|---|---|---|
| EC / pH | 0,82 mS/cm / 6,00 | 1,8 mS/cm / 6,0 | Versuchs- und Rezepturwerte |
| Nitrat-N | 84 + 14* ppm | 133 + 27* ppm | Quelle führt zusätzlichen Anteil mit Sternchen |
| Phosphor (P) | 12 ppm | 31 ppm | Elementangabe der USU-Tabelle |
| Kalium (K) | 141 ppm | 242 ppm | Elementangabe der USU-Tabelle |
| Calcium (Ca) | 60 ppm | 80 ppm | Elementangabe der USU-Tabelle |
| Magnesium (Mg) | 19 ppm | 19 ppm | Elementangabe der USU-Tabelle |
| Schwefel (S) / Silizium (Si) | 26 / 17 ppm | 26 / 17 ppm | Silizium stammt aus Kaliumsilikat |
| Fe / Mn / Zn / B / Cu | 0,39 / 0,16 / 0,20 / 0,43 / 0,25 ppm | 0,39 / 0,16 / 0,20 / 0,43 / 0,25 ppm | In dieser Reihenfolge |
| Mo / Ni | 9,6 / 5,9 ppb | 9,6 / 5,9 ppb | Quelle nennt ppb |
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Herleitung/Quelle: USU-Rezepturen und Nährstofftabellen (Utah Hydroponic Solutions). Die ppm-Werte werden nicht als ausdrücklich ausgewiesene mg/L ausgegeben.
Warum die Konzentrationen variieren
Die USU-Logik verbindet Zielgewebekonzentration mit Wasserverbrauch je gebildeter Biomasse. Als Näherung nennt die Ressource etwa 3 g Biomasse pro Liter transpiriertem Wasser bei Umgebungsbedingungen und etwa 6 g/L bei erhöhtem CO₂ und höherer Luftfeuchte. Mehr Wasserverbrauch je Biomasse verändert somit die erforderliche Nährlösungskonzentration: Transpiriert die Pflanze je Gramm Trockenmasse doppelt so viel Wasser, nimmt sie mit derselben Lösung doppelt so viele Ionen auf; unter CO₂-Anreicherung und hoher Luftfeuchte schließen sich die Stomata teilweise, die Pflanze verbraucht weniger Wasser je Biomasse, und die Lösung muss entsprechend konzentrierter sein. Licht, Temperatur, Luftfeuchte, Entwicklungsstadium und Wurzelraum gehören zur Bilanz; aus der doppelten Konzentration der Spezialrezeptur folgt keine allgemeine Verdopplungsregel fürs Zelt.
Formel
Lösungskonzentration (mg/L) ≈ Zielgewebekonzentration (mg/g) × Wasserverbrauch pro gebildete Biomasse (g/L).
Die Dicot-Rezeptur wurde für Flüssigsysteme ohne Substratbindung entwickelt. In Erde oder Kokos können Substrat und Ausgangswasser Ionen puffern, liefern oder binden. Nutze die Tabelle deshalb als Vergleichsrahmen, nicht als ungeprüfte Sollvorgabe.
Salze und Stammlösungen: Calciumnitrat, Kaliumnitrat, Monokaliumphosphat, Magnesiumsulfat, Kaliumsilikat und Chelate
Die Mengen unten sind die von der USU-Seite angegebenen Volumina der jeweiligen Stammlösungen pro 100 L Endlösung. Sie sind keine Grammangaben für Feststoffprodukte. Die Angaben für die beiden Rezepturen unterscheiden sich bei Calciumnitrat, Kaliumnitrat, Monokaliumphosphat und Salpetersäure; Mikronährstoff-Stocks sind gleich angegeben.
| Salz oder Stock | Dicot pro 100 L | Kurztagpflanze pro 100 L | Stockkonzentration |
|---|---|---|---|
| Calciumnitrat, Ca(NO₃)₂ | 150 mL | 200 mL | 1 M |
| Kaliumnitrat, KNO₃ | 200 mL | 400 mL | 1 M |
| Monokaliumphosphat, KH₂PO₄ | 200 mL | 500 mL | 0,2 M |
| Magnesiumsulfat, MgSO₄ | 160 mL | 160 mL | 0,5 M |
| Kaliumsilikat, K₂SiO₃ | 200 mL | 200 mL | 0,3 M |
| Salpetersäure, HNO₃ | 100 mL | 150 mL | 1 M |
| Fe-DTPA | 28 mL | 28 mL | 25 mM |
| Mn-EDTA / ZnCl₂ | 15 / 10 mL | 15 / 10 mL | 20 / 30 mM |
| H₃BO₃ / Cu-EDTA | 10 / 20 mL | 10 / 20 mL | 400 / 20 mM |
| Na₂MoO₄ / NiCl₂ | 10 / 10 mL | 10 / 10 mL | 1 / 1 mM |
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Herleitung/Quelle: USU-Stammlösungen und Mengen pro 100 L.
Halte Calciumkonzentrat getrennt von Phosphat- und Silikatkonzentrat. Gib die Stöcke einzeln in einen bereits teilweise mit Wasser gefüllten Tank und rühre dazwischen gründlich um. Vermische konzentrierte Säure niemals direkt mit stark alkalischem Silikat. Bei der Arbeit mit Säuren und konzentrierten Salzen gelten die Sicherheitsangaben des Produkts; Schutzbrille und geeignete Handschuhe sind eine vernünftige Mindestmaßnahme.
Nitrat, Ammonium und pH-Steuerung mit Salpetersäure und Ammoniumsulfat
Die Grundrezepturen enthalten Nitrat. Zusätzlich kann die pH-Regelung Stickstoff eintragen: Die USU nennt eine Kontrolllösung aus 50 mM Salpetersäure und 25 mM Ammoniumsulfat. Salpetersäure liefert Nitrat-N; Ammoniumsulfat liefert Ammonium-N. Die USU-Rezepturtabelle kennzeichnet zusätzliches Nitrat durch Sternchen, weist damit aber keine allgemeine optimale Nitrat-Ammonium-Quote aus.
pH-Drift und kleine Korrekturen
Die Aufnahme von Nitrat erhöht tendenziell den pH der Lösung, während Ammoniumaufnahme ihn senkt. Die konkrete Drift hängt von Aufnahme, Wasserchemie und Pufferung ab. In der beschriebenen USU-Anlage löste eine Regelung pH-Korrekturen alle 5–10 Minuten aus und gab ungefähr 2 mL je Impuls zu. Das ist ein Anlagenparameter, keine Dosieranweisung für einen kleinen Tank: Behältervolumen, Säurekonzentration und Pufferkapazität sind verschieden.
- Miss pH mit einem kalibrierten Messgerät, nachdem die Lösung vollständig umgewälzt oder von Hand gründlich gemischt wurde.
- Gib bei Abweichung nur eine kleine, zum Tankvolumen passende Menge der dafür vorgesehenen Korrekturlösung hinzu. Säure stets in Wasser einarbeiten, nicht umgekehrt.
- Rühre gründlich, warte auf die Durchmischung und miss erneut. Vermeide mehrere Korrekturen hintereinander, ohne den neuen Wert abzuwarten.
- Notiere Zeitpunkt, Menge, pH und EC. Häufiger Korrekturbedarf ist ein Anlass, Wasseralkalinität und Nährstoffaufnahme zu prüfen, nicht die Ammoniumgabe beliebig zu erhöhen.
Der Regelbereich 5,8–6,2 wurde in einer geschlossenen Hydroponikstudie verwendet; die USU-Rezeptur nennt pH 6,0. Das ist ein brauchbarer hydroponischer Orientierungsrahmen, aber kein universeller Zielwert für jedes Substrat.
Quelle: USU-Beschreibung zur pH-Regelung in Hydroponiksystemen und USU-Rezepturdokument.
Phosphor: Westmoreland und Bugbee 2022 sowie die Studie von 2025
Phosphor ist essenziell: Er ist Baustein von Nukleinsäuren und Membranlipiden und trägt als Phosphat die Energieübertragung im Stoffwechsel. Die Pflanze kann überschüssiges Phosphat jedoch in der Vakuole speichern, ohne damit mehr zu wachsen; die Studien zeigen deshalb eine Grenze zwischen ausreichender Versorgung und zusätzlicher Zufuhr ohne messbaren Mehrertrag. Entscheidend sind Versuchssystem, Sorte, Bewässerung und Endpunkt. Ein P-Wert aus einem Substratversuch lässt sich nicht als identischer Sollwert für ein rezirkulierendes Flüssigsystem lesen.
Studie von 2022: 25, 50 und 75 mg/L
Die Studie von Westmoreland und Bugbee untersuchte eine Sorte mit drei P-Stufen von 25, 50 und 75 mg/L während acht Wochen Blüte. Die Kultur stand in Substrat und erhielt täglich Nährlösung mit ungefähr 15 % Überschuss. Ertrag und gemessene Inhaltsstoffkonzentrationen unterschieden sich nicht signifikant mit der höheren P-Gabe. Zugleich stieg der kumulative P-Austrag im Ablauf auf das Zwölffache; die P-Nutzungseffizienz sank von 80 % auf 31 %. Den zusätzlichen Einbau in das Gewebe beschreiben die Autoren als Luxusaufnahme: Mehr gespeichertes Element ist nicht automatisch mehr Wachstum oder Qualität. Die Grundlösung des Versuchs enthielt 25 mg/L Ammonium-N und 103 mg/L Nitrat-N, zusammen 128 mg/L N.
Die Autoren folgerten, dass 25 mg/L unter genau diesen Bedingungen ausreichten. Die Studie prüfte keine Konzentrationen unter 25 mg/L, und das kleine Replikatdesign sowie die einzelne Sorte begrenzen die Übertragung. Der Befund lautet daher nicht „25 mg/L ist immer optimal“, sondern: Mehr P oberhalb dieses Bereichs brachte in diesem Versuch keinen gemessenen Produktionsvorteil.
Studie von 2025: geschlossene Hydroponik
Die spätere Untersuchung prüfte 15–90 mg P/L und EC 2 oder 4 mS/cm in aerierten 48-L-Tiefwassersystemen. Die Lösung wurde täglich ergänzt, ohne Ablauf; der pH lag bei 5,8–6,2. Unter diesen Bedingungen ergaben 15 mg/L P und EC 2 mS/cm Ertrag und Qualität auf dem beobachteten Maximum. Oberhalb 30 mg/L reicherte sich P an; bei 90 mg/L lag die Konzentration im Wurzelraum am Ende über 300 mg/L. Zugleich reicherten sich S, K, B und Cu an, während Mn, Mo und Zn im Wurzelraum deutlich niedriger lagen als im Nachfüllwasser; die Pflanze nimmt Ionen also selektiv auf, und eine gleichbleibende EC verbirgt diese Verschiebungen.
Auch dieses Ergebnis gilt für die geprüfte Sorte und kontrollierte Bedingungen. Es ist kein universelles Rezept für Erde, Kokos oder jedes Hydroponiksystem. Zusammen mit dem Versuch von 2022 zeigt es jedoch, warum eine pauschale Erhöhung des Phosphors nicht sinnvoll ist, wenn kein Engpass nachgewiesen wurde.
| Studie und System | P-Stufen | Ergebnis | Grenze der Aussage |
|---|---|---|---|
| 2022, Substrat mit Ablauf | 25 / 50 / 75 mg/L | Kein signifikanter Ertrags- oder Qualitätseffekt; P-Austrag stieg, P-Nutzungseffizienz fiel von 80 auf 31 % | Eine Sorte; keine Prüfung unter 25 mg/L |
| 2025, geschlossene Hydroponik | 15–90 mg P/L; EC 2 oder 4 mS/cm | Kein Vorteil oberhalb 15 mg/L unter den Bedingungen; Anreicherung bei höheren Gaben | Eine Sorte und kontrollierte Kammerbedingungen |
| 2021, Perlit und zwei Sorten | 5–90 mg/L | 5–15 mg/L mangelhaft; 30 mg/L erreichte rund 80 % des maximalen Ertrags | Genotypabhängige Reaktion; andere Kulturführung |
Tabelle bei Bedarf seitlich verschieben.
Quellen: Studie zum Phosphoreinsatz im Substrat von 2022, Studie zu Phosphor in geschlossener Hydroponik von 2025 und Studie zu Phosphorversorgung und Pflanzenfunktion.
Nährstoffaufnahme je Phase: USU-Studien von 2026
Die Studien von 2026 machen sichtbar, dass Nährstoffentzug nicht über die gesamte Kultur konstant bleibt. Sie liefern jedoch keine vollständige Wochenkurve und keine fertige Nachfüllrezeptur. Ein gemessener Entzug beschreibt, was aus einer bestimmten Lösung verschwand; er ist nicht automatisch die passende Konzentration im Zulauf.
Vegetative Phase: frühe Aufnahme und spätere Verschiebungen
Eine Untersuchung mit zwei Sorten in Perlit erfasste über 38 Tage Wasserverbrauch, Ablaufproben und Gewebe. Die Nährstoffzufuhr war absichtlich nicht limitierend. Auf das transpierte Wasser bezogene N- und K-Werte waren früh höher und nahmen bis zur zweiten Woche ab; Ca und Mg stiegen über die Messzeit. Die berichteten mittleren Lösungsaufnahmen lagen für N bei 121,5 und 131,8 ppm sowie für K bei 157,6 und 169,4 ppm in den beiden Sorten.
Diese Werte sind keine Dosierziele für den Tank. Sie hängen an Sorte, Messzeitraum, Wasserverbrauch und Methode. Wenn du sie direkt als Sollkonzentration verwendest, setzt du Aufnahme und Zufuhr fälschlich gleich.
Reproduktive Phase: Entzug kann in Anreicherung übergehen
Die Reproduktionsphasen-Arbeit mit zwei Sorten berichtet, dass N, P und K früh stärker aus der Lösung entzogen wurden als spät. Je nach Sorte und Entwicklungsstadium wechselte die Nettoänderung im Ablauf von Entfernung zu Anreicherung. Lösungsschwund, Pflanzenaufnahme und Substratbindung oder -freisetzung sind deshalb getrennte Größen.
Für die Nachdosierung folgt daraus ein Messprinzip statt einer festen Wochenformel: Miss Wasserverbrauch, pH und EC immer zur gleichen Tageszeit und unter vergleichbaren Bedingungen. Ergänze nur anhand der Gesamtbilanz und der gemessenen Entwicklung; EC allein identifiziert kein einzelnes Element. Bei auffälligen Trends sind Einzelionen- oder Gewebeanalysen aussagekräftiger als ein pauschaler Zuschlag aller Nährstoffe.
Quellen: Studie zur vegetativen Nährstoffaufnahme von 2026 und Studie zur Nährstoffaufnahme während der reproduktiven Phase von 2026.
Silizium: Kaliumsilikat, Löslichkeit bei pH 11,3, Nutzen und Grenzen
Die USU-Rezeptur führt 0,6 mM Si aus Kaliumsilikat zu. Das separate Löslichkeitsdokument beschreibt eine klare konzentrierte AgSil-Stammlösung in deionisiertem Wasser bei pH 11,3 oder höher. Unter pH 8 nennt die Quelle maximal 1,7 mM gelöstes Si. Diese Angaben behandeln Löslichkeit und Mischung, nicht einen nachgewiesenen Ertrags- oder Stressvorteil.
Calciumhaltiges Wasser kann trotz hohen pH zu starker Trübung und Niederschlag führen, den die Autoren der Bildung schwerlöslichen Calciumsilikats zuschreiben. Auch atmosphärisches CO₂ kann den pH eines alkalischen Stocks senken. Eine Stammlösung sollte daher abgedeckt und getrennt von Calcium- und Säurekonzentraten aufbewahrt werden.
Für die USU-Referenz nennt das Dokument 3,4 g AgSil/L als 30 mM Si; eine Verdünnung 1:50 ergibt 0,6 mM Si. Das ist eine Rezepturangabe für die beschriebene Stoffqualität und darf nicht ungeprüft auf Produkte mit abweichender Zusammensetzung übertragen werden. Das praktische Kontrollkriterium ist eine klare Lösung nach vollständiger Verdünnung; bei Trübung nicht mit Säure oder weiteren Salzen „gegensteuern“, sondern Ausgangswasser und Mischreihenfolge prüfen.
Quelle: USU-Dokument zur Löslichkeit einer Silikat-Stammlösung.
Belüftung und Rührung in Hydroponik: USU-Befund
Belüftung liefert Sauerstoff, aber stärkere Luftzufuhr bewegt zugleich die Wurzelumgebung. In einem Versuch mit Sonnenblume, Mais und Tomate wurden 0, 0,5 und 2 L Luft/min je 8-L-Behälter über 24 Stunden täglich verglichen. Unbelüftete Behälter erreichten teilweise niedrige gelöste Sauerstoffwerte; mehr Belüftung ging bei einzelnen Arten dennoch mit Nachteilen bei Chlorophyll oder Eisenaufnahme einher. Tomate reagierte anders als Sonnenblume und Mais.
Der Versuch trennte Sauerstoffzufuhr und mechanische Bewegung nicht voneinander und prüfte nicht die hier gemeinte Kurztagpflanze. Ein pauschaler Luftmengenwert für einen kleinen Tank ist daraus nicht abzuleiten. Sorge für eine gleichmäßige Sauerstoffversorgung, ohne die Wurzeln unnötig stark zu bewegen. Beobachte gelösten Sauerstoff, Wurzelzustand und Pflanzenreaktion, sofern du diese Messungen durchführen kannst; mehr Blasen sind nicht automatisch besser.
Quelle: Studie zu Belüftung und Wurzelbewegung in Hydroponik.
Spülen und organische oder mineralische Düngung: was die Befunde hergeben
Die hier zusammengetragenen Studien belegen weder eine pauschale Spülpflicht vor der Ernte noch eine allgemeine Überlegenheit organischer oder mineralischer Versorgung. Ein Versuch, der in einer späten Kulturwoche demineralisiertes Wasser einsetzte, war kein sauberer Vergleich zwischen Spülen und einer Kontrollbehandlung mit weiterlaufender Nährstoffgabe. Aus diesem Ablauf lässt sich daher kein allgemeiner Qualitätsvorteil ableiten.
Auch organische und mineralische N-Werte sind nicht unmittelbar vergleichbar. Bei organischen Quellen hängt die tatsächlich verfügbare N-Menge von Mineralisierung, Feuchte, Temperatur und Substratbiologie ab. Literaturangaben von etwa 212–261 mg/L N für die Blüte und rund 389 mg/L vegetativ sind deshalb keine direkten Entsprechungen zu derselben Konzentration mineralischer Nährlösung. Ein kontrollierter Vergleich, der für alle Systeme eine Überlegenheit belegt, liegt in den hier erfassten Angaben nicht vor.
Für die Praxis trennst du zwei Fragen: Bei Salzansammlung oder unausgewogener Lösung kann eine systembezogene Korrektur nötig sein; daraus folgt nicht, dass eine Ernte-Spülung die Qualität verbessert. Dokumentiere daher Medium, Wasser, pH, EC und Verlauf, statt eine pauschale Wasser-only-Phase als Qualitätsgarantie einzuplanen.
Quellen: Studie zu Nährstoffanreicherung und Fertigation, Studie zur Nährstoffversorgung in der Blüte und Studie zu NPK-Stufen und Remobilisierung.
Umsetzung im Zelt: fertige Dünger an USU-Werte anlegen, Rechenbeispiel für 10 L und Messroutine
Fertige Dünger werden über ihre deklarierten Elementanteile mit den Zielkonzentrationen verglichen. Dafür brauchst du die Zusammensetzung pro Liter oder pro Gramm des Produkts und musst wissen, ob die Etikettangabe elementares P und K oder Oxidformen wie P₂O₅ und K₂O meint. Ohne diese Grundlage ist eine präzise Umrechnung nicht möglich. Vergleiche außerdem dieselbe Systemart: Die USU-Rezeptur beschreibt belüftete Flüssigkultur, nicht automatisch Erde oder Kokos.
Vollständige Skalierung der Dicot-Rezeptur auf 10 L
Die folgende Rechnung skaliert die USU-Angaben für 100 L um den Faktor 0,1. Sie gibt nur die Volumina der genannten Stocks wieder. Sie ersetzt keine Sicherheitsprüfung, Produktanalyse oder Kontrolle der fertigen Lösung.
Formel
Volumen für 10 L = Volumen pro 100 L × 10 L ÷ 100 L = Volumen pro 100 L × 0,1.
- Calciumnitrat-Stock: 150 mL × 0,1 = 15 mL einer 1-M-Lösung.
- Kaliumnitrat-Stock: 200 mL × 0,1 = 20 mL einer 1-M-Lösung.
- Monokaliumphosphat-Stock: 200 mL × 0,1 = 20 mL einer 0,2-M-Lösung.
- Magnesiumsulfat-Stock: 160 mL × 0,1 = 16 mL einer 0,5-M-Lösung.
- Kaliumsilikat-Stock: 200 mL × 0,1 = 20 mL einer 0,3-M-Lösung.
- Salpetersäure-Stock: 100 mL × 0,1 = 10 mL einer 1-M-Lösung.
- Fe-DTPA: 28 mL × 0,1 = 2,8 mL; Mn-EDTA: 15 mL × 0,1 = 1,5 mL; ZnCl₂: 10 mL × 0,1 = 1,0 mL.
- H₃BO₃: 10 mL × 0,1 = 1,0 mL; Cu-EDTA: 20 mL × 0,1 = 2,0 mL; Na₂MoO₄ und NiCl₂ jeweils 10 mL × 0,1 = 1,0 mL.
Arbeite in einem sauberen, ausreichend großen Messgefäß. Fülle zuerst einen Teil des Wassers ein, gib jeden Stock einzeln zu und rühre zwischen den Zugaben gründlich. Ergänze anschließend Wasser bis zum Endvolumen von 10 L. Miss EC und pH erst nach vollständiger Durchmischung. Die 10-L-Skalierung ist rechnerisch, aber die kleinen Mikronährstoffvolumina erfordern geeignete Messgeräte und korrekt hergestellte Stocks.
Messroutine für Tank, pH und EC
- Miss die EC des Ausgangswassers und notiere sie vor jeder Nährstoffzugabe. Sie zählt zur Leitfähigkeit der fertigen Lösung.
- Gib Dünger nach Etikett oder einer berechneten, geprüften Rezeptur nacheinander ins Wasser. Zwischen konzentrierten Komponenten ausreichend mischen.
- Miss die fertige EC mit kalibriertem Gerät. Interpretiere sie als Summenwert; sie zeigt keine einzelne Ionenkonzentration.
- Miss anschließend den pH. Korrigiere nur in kleinen Schritten, mische vollständig und miss nach jeder Zugabe erneut.
- Miss täglich möglichst zur gleichen Tageszeit und am gleichen Ort. Notiere pH, EC, Wasserstand, Nachfüllmenge und eventuelle Korrekturen.
- In Substratkultur kannst du standardisiert gesammeltes Ablaufwasser als Trend verwenden. Halte Bewässerungsmenge, Zeitpunkt und Sammelmethode konstant; eine einzelne Probe ist keine vollständige Nährstoffanalyse.
Eine pauschale EC-Zielkurve für jedes Zelt lässt sich aus den USU-Daten nicht ableiten. pH und EC sind Kontrollgrößen; bei einem konkreten Ungleichgewicht helfen Einzelionen- oder Gewebeanalysen mehr als das blinde Anheben der Gesamt-EC.
Vergleich mit Herstellerplänen: Athena, BioBizz und Canna in mg/L
Die USU-Tabelle liefert Elementkonzentrationen und definierte Stocks. Ein Hersteller-Wochenplan liefert dagegen in der Regel Produktmengen pro Wasser; diese sind nicht ohne Produktanalyse mit Element-mg/L gleichzusetzen. Für Athena Pro Bloom liegt eine Analyse vor (0-12-24, 3 % Mg, 9 % S, 0,1 % Fe-DTPA) und der metrische Athena-Plan (Herstellerangabe) nennt 1,90 g/L Grow/Bloom neben 1,13 g/L Core; nur unter der Annahme, dass die Deklaration N–P₂O₅–K₂O meint und die Chartzahl Gramm je Liter bedeutet, ergeben sich daraus rechnerisch 99,4 mg/L P und 378,5 mg/L K. Eine zweite metrische Chartfassung nennt 2,03 g/L (Core 1,22 g/L) und ergibt als Alternative 106,3 mg/L P und 404,4 mg/L K – die vollständige bedingte Rechnung steht im Artikel zu den Athena-Zielwerten. Für BioBizz nennen die Herstellerunterlagen keine Elementanalyse je Liter Lösung, sodass ein mg/L-Vergleich dort nicht möglich ist.
Für Canna ist ein Kokosplan als Hersteller-Baseline dokumentiert. Er nennt Dosierungen sowie Wasser- und Gesamt-EC für einzelne Abschnitte; als Gesamt-EC sind ungefähr 1,2–2,3 mS/cm angegeben, mit einem Zeitplanwert von 2,7 in W6. Der Plan soll laut Hersteller an Wasserqualität, Bewässerung und Pflanzenreaktion angepasst werden. Diese EC-Zahlen sind keine mg/L-Angaben einzelner Elemente.
| System oder Herstellerquelle | Was sich vergleichen lässt | Was nicht aus den Angaben folgt | Praktischer nächster Schritt |
|---|---|---|---|
| USU-Dicot | Elementwerte in ppm, Stocks und Endlösung | Keine automatische Übertragung auf vorgedüngtes Substrat | Wasser und Medium charakterisieren |
| Canna-Kokos | Herstellerplan, Dosierung und Gesamt-EC als Baseline | EC ist keine elementweise mg/L-Analyse | Etikett und Wasser-EC gemeinsam erfassen |
| Athena Pro Bloom | Analyse 0-12-24 und Dosis 2,03 g/L; bedingt 106,3 mg/L P und 404,4 mg/L K | Gilt nur, wenn Deklaration und Dosisbasis zutreffen; kein N aus diesem Produkt | Rechnung mit Pro Core und Pro Grow vervollständigen, Wasser-EC erfassen |
| BioBizz | Herstellerdosierung in mL/L | Keine Elementanalyse je Liter Lösung, daher keine mg/L-Zuordnung | Produktetikett und tatsächliche Dosierung dokumentieren |
Tabelle bei Bedarf seitlich verschieben.
Herleitung/Quelle: Canna-Kokos-Fütterungsplan des Herstellers und Canna-Hinweise zu Kokos-Extraktion und Drain. Für eine mg/L-Rechnung benötigst du die Produktanalyse.
Wenn die Deklaration den Anteil eines Elements als Massenanteil ausweist, gilt grundsätzlich: Elementkonzentration (mg/L) = Produktmenge (g/L) × Elementanteil (%) × 10. Die Rechnung setzt voraus, dass der Prozentwert tatsächlich das gesuchte Element bezeichnet und dass die Produktmenge als Masse bekannt ist. Bei Oxidangaben musst du erst korrekt in elementare Anteile umrechnen; wenn Etikett oder Produktanalyse das nicht hergeben, vergleiche stattdessen die Herstellerdosierung und die gemessene Lösung, ohne eine scheinpräzise mg/L-Zahl anzugeben.
Häufige Fragen
Kann ich die USU-Rezeptur direkt in Erde verwenden?
Nicht unverändert. Die Rezeptur wurde für kontinuierlich belüftete Flüssigkultur in 25 cm tiefen Systemen ohne Nährstoffbindung durch ein Substrat entwickelt. Erde und Kokos puffern, binden oder liefern Ionen, vorgedüngte Erde bringt eigenen Stickstoff und Phosphor mit, und calciumreiches Leitungswasser verschiebt Ca, Mg und pH. Verwende die Tabelle deshalb als Referenz für Größenordnungen, miss Ausgangswasser und Ablauf und richte die Versorgung nach Medium, Wasser und Messverlauf aus.
Sind ppm und mg/L in der Nährlösung dasselbe?
Praktisch ja, formal nein. In verdünnten wässrigen Lösungen mit einer Dichte nahe 1 kg/L entsprechen ppm näherungsweise mg/L. Die USU-Seite weist ihre Elementwerte als ppm aus; deshalb bleibt die Originaleinheit in den Tabellen stehen. Wichtiger ist eine andere Verwechslung: Element-ppm (zum Beispiel 31 ppm P) sind nicht die ppm-Anzeige eines EC/TDS-Messgeräts, die aus der Leitfähigkeit mit einem Gerätefaktor hochgerechnet wird und kein einzelnes Element beschreibt.
Wie viel Phosphor braucht die Nährlösung in der Blüte?
Weniger als die meisten Blütedünger liefern. Eine Perlitstudie mit zwei Sorten fand 5–15 mg/L mangelhaft und erreichte bei 30 mg/L rund 80 % des Maximalertrags; Westmoreland und Bugbee fanden 2022 im Substrat 25 mg/L ausreichend, und in geschlossener Hydroponik reichten 2025 15 mg/L. Die USU-Rezeptur für die Kurztagpflanze setzt 31 ppm an. Sorte, Bewässerung, Substrat und Endpunkt erklären die Unterschiede; oberhalb dieser Bereiche stieg in keinem Versuch der Ertrag.
Kann ich an der EC erkennen, ob Phosphor fehlt?
Nein. EC misst die Leitfähigkeit aller gelösten Ionen zusammen und identifiziert kein einzelnes Element. Die Hydroponikstudie von 2025 zeigte, dass sich bei konstanter Nachfüllung S, K, B und Cu anreicherten, während Mn, Mo und Zn deutlich unter die Zulaufwerte fielen; die EC blieb dabei ein Summenwert. Nutze EC als Trendgröße zusammen mit pH und Wasserstand und ergänze sie bei konkretem Verdacht durch Wasser-, Ablauf-, Einzelionen- oder Gewebeanalysen.
Warum wird Kaliumsilikat in der Nährlösung trüb?
Meist wegen Calcium. Calcium aus Leitungswasser oder Calciumnitrat-Stock bildet mit Silikat schwerlösliches Calciumsilikat; das USU-Dokument beschreibt Trübung und Niederschlag selbst bei alkalischer Lösung. Außerdem sinkt der pH eines offenen Silikatstocks durch CO₂ aus der Luft, und unter pH 8 bleiben höchstens 1,7 mM Si gelöst. Halte den Stock bei pH 11,3 oder höher, abgedeckt und in deionisiertem Wasser, gib ihn getrennt von Calcium- und Säurekonzentraten in den teilweise gefüllten Tank und prüfe das Ausgangswasser.
Wie viel Luft braucht ein kleiner Hydroponiktank?
Genug für Sauerstoff, aber nicht möglichst viel. Die USU-Vergleichsstudie prüfte 0, 0,5 und 2 L/min in 8-L-Behältern an Sonnenblume, Mais und Tomate: Unbelüftete Behälter hatten teils sehr wenig gelösten Sauerstoff, stärkere Belüftung verschlechterte bei Sonnenblume und Mais aber Chlorophyll beziehungsweise Eisenaufnahme, und Tomate wuchs im mittleren Niveau am besten. Weil Sauerstoffzufuhr und Wurzelbewegung nicht getrennt wurden, gibt es keinen Sollwert; beobachte Wurzelfarbe und Pflanzenreaktion statt maximale Blasenbildung anzustreben.
Muss ich vor der Ernte mit klarem Wasser spülen?
Die Studien belegen keinen Qualitätsvorteil. Keine der hier ausgewerteten Arbeiten vergleicht eine Ernte-Spülung kontrolliert mit weiterlaufender Nährstoffgabe; ein Wasserzeitraum in einem Versuchsablauf ist kein Beleg für eine Wirkung auf das Erntegut. Davon getrennt ist die Frage der Salzansammlung: Bei steigender Ablauf-EC oder Ionenungleichgewicht in Rezirkulation kann ein Lösungswechsel sinnvoll sein. Behandle Salzprobleme im Wurzelraum also als Messproblem, nicht als Qualitätsritual.
Wie vergleiche ich einen fertigen Dünger mit der USU-Tabelle?
Über die Elementanalyse, nicht über die EC. Du brauchst die deklarierten Anteile von N, P und K, die Information, ob P und K als Element oder als P₂O₅ und K₂O angegeben sind, und die tatsächlich dosierte Produktmenge in Gramm je Liter. Dann gilt: mg/L = g/L × Prozentanteil × 10, bei Oxidangaben multipliziert mit 0,436 für P und 0,830 für K. Fehlt eine dieser Angaben, vergleiche Herstellerdosierung, pH, EC, Wasserqualität und Pflanzenreaktion, ohne eine Elementkonzentration zu schätzen.
Weiterlesen im Grow-Handbuch
- Nährstoffe nach Phase: N, P, K, Ca, Mg, Mikronährstoffe, EC-Ziele – und was Studien zu P-Überdüngung und Spülen zeigen
- Wasserqualität, pH, EC und Gießtechnik: Dryback, Run-off und Crop Steering
- Athena-Zielwerte im Licht der Forschung: Flat EC 3,0, Phosphor, Kalium, Stickstoffreduktion, Fade und Spülen gegen die Studienlage geprüft
- Bruce Bugbee und das Utah State Crop Physiology Lab: Forschungsprogramm, Schlüsselstudien und was daraus für den Home-Grow folgt
- Athena Pro Line im Detail: Pro Core, Pro Grow, Pro Bloom, Pro Balance, Pro Fade – Analyse, Dosierung in g/L, Mischreihenfolge und Wochenplan
Von der Frage zur Auswahl
Wenn du selbst mischen willst, geben dir die USU-Tabellen eine nachvollziehbare Referenz für definierte Flüssigsysteme; die Phosphor- und Aufnahmeversuche sprechen zugleich gegen starre Phasenformeln und für eine Versorgung, die an Substrat, Wasser und Messverlauf hängt. Was du dafür brauchst, ist überschaubar: kalibrierte pH- und EC-Messgeräte für den Trend, die Elementanalyse deines Düngers für den Vergleich in mg/L und ein Düngersystem, dessen Komponenten du getrennt dosieren kannst.
Für die Auswahl findest du Dünger, Athena-Produkte, pH- und EC-Messgeräte sowie Messgeräte von Milwaukee.
Du möchtest vorher klären, welche Komponenten du wirklich brauchst? Vereinbare eine persönliche Beratung im Growzentrum in Grünberg oder schick Zeltmaße, vorhandene Technik und dein Vorhaben per WhatsApp. Beratung und Besuch in Grünberg vereinbaren – Londorfer Straße 14, 35305 Grünberg. Besuch nach Terminabsprache.
Quellen
- Utah State University, 2024 – Utah Hydroponic Solutions und Nährstoffrezepturen: Rezepturen, Stocks, Zielkonzentrationen und Rahmenbedingungen.
- Utah State University – pH-Regelung in Hydroponiksystemen: Säure- und Ammoniumsulfatlösung sowie Regelpraxis.
- Westmoreland und Bugbee, 2022 – Studie zum Phosphoreinsatz im Substrat: P-Stufen, Ertrag, Ablauf und Nutzungseffizienz.
- Hershkowitz et al., 2025 – Studie zu Phosphor in geschlossener Hydroponik: P- und EC-Stufen, Ertrag und Anreicherung im Wurzelraum.
- Shiponi und Bernstein, 2021 – Studie zu Phosphorversorgung und Pflanzenfunktion: Mangelbereich, Ertrag und sortenabhängige Reaktionen.
- Studie zur vegetativen Nährstoffaufnahme, 2026: zeitliche Aufnahmeverläufe für zwei Sorten.
- Studie zur Nährstoffaufnahme während der reproduktiven Phase, 2026: wechselnde Nettoentfernung und Anreicherung im Ablauf.
- Utah State University – Löslichkeit einer Silikat-Stammlösung: pH, Konzentration und Calciumproblematik.
- Studie zu Belüftung und Wurzelbewegung in Hydroponik, 2025: artspezifische Reaktionen auf Luftzufuhr und Agitation.
- Bevan et al., 2021 – Studie zur Nährstoffversorgung in der Blüte: modellierter N- und P-Bereich sowie K-Ertragsantwort.
- Studie zu NPK-Stufen und Remobilisierung, 2023: gekoppelte NPK-Behandlungen und zeitliche Gewebeveränderungen.
- Studie zu Nährstoffanreicherung und Fertigation, 2024: Nährlösung, pH/EC-Beobachtungen und Wasserzeitraum.
- Canna – Kokos-Fütterungsplan: Hersteller-Baseline mit Dosierungen und Gesamt-EC.
- Canna – Kokos-Extraktion und Drainmessung: standardisiertes Probenverfahren und Grenzen einfacher Ablaufwerte.
Abschluss
Fach- und Produktquellen geprüft am 21.10.2026. Richtwerte sind begründete Praxiskorridore, keine Garantie; Studienergebnisse gelten für die jeweils genannten Bedingungen. Keine Rechtsberatung.
